Was ist E-Mail-Marketing? Der Guide für Einsteiger




Wir schreiben das Jahr 1978, als Gary Thuerk, Marketingmanager der Computerfirma Digital Equipment Corporation, die allererste Massen-E-Mail an circa 400 Klienten verschickte. Ihm zufolge brachten ihm dies Gesamteinnahmen von mehr als 13 Millionen US-Dollar ein und haben E-Mails damit als hochpotentes Marketing-Tool offenbart.


Auch heute ist und bleibt E-Mail-Marketing eines der effizientesten Methoden, um die eigene Marke ins rechte Licht zu rücken und bestehende Kunden auf sich aufmerksam zu machen. Seit Thuerk’s erster E-Mail, haben sich die Kampagnen von einfachen Massen-E-Mails zu zielgerichteten Strategiebündeln entwickelt. In diesem Artikel gehen wir näher darauf ein, was E-Mail-Marketing ist, ebenso wie du dieses Konzept für deine Brand anwenden kannst, um deine Zielgruppe einzubinden und wachsen zu lassen.



Was ist E-Mail-Marketing?


E-Mail-Marketing ist eine der effektivsten Strategie aus dem digitalen Marketing, die das Senden von E-Mails an potentielle sowie bestehende Kunden ermöglicht. Diese Methode verfügt über vielfältige Verwendungszwecke, beispielsweise um die Konversionsrate anzuheben, Produkte zu vermarkten oder um Interesse und Bindung zu deiner Brand zu erzeugen.


Auch wenn es heutzutage weitaus innovativere Wege gibt, ist E-Mail-Marketing in keiner Branche mehr wegzudenken und hat sich damit als eines der effektivsten Instrumente entwickelt, um Besucher in Kunden zu verwandeln.



Vorteile von E-Mail-Marketing


Marketing-E-Mails können mehrere Zwecke für dein Unternehmen oder deine Organisation erfüllen, abhängig von den angebotenen Inhalten. Wesentliche Vorteile beinhalten:


  • Vermarktung deiner Produkte oder Leistungen

  • Bindung zu deiner Brand aufbauen

  • Traffic auf deine Website leiten

  • Besucher in Kunden verwandeln

  • Einmalige Shopper in treue Kunden verwandeln


Da du mit E-Mails im direkten Kontakt mit deinen Kunden stehst, hat diese Art von Marketing-Kommunikation einige große Vorteile. Erstens, erhalten E-Mails viel mehr Aufmerksamkeit als ein Social Media Post, welcher unter Umständen nicht mal deinen potentiellen Kunden oder Followern angezeigt wird. Zweitens, kannst du mit E-Mails die verschiedensten Botschaften übersenden, die auf den individuellen Interessen und Wünschen deiner Abonnenten basieren. Statt einer Einheitslösung, ist diese Form von Kommunikation weitaus effektiver und erhöht deine Konversion.





Formen von E-Mail-Marketing


Von automatisierten E-Mails bis hin zu wöchentlichen Newslettern, die verschiedenen Botschaften können verschiedene Perspektiven für deine Brand einnehmen. Stelle dir eine umfassende E-Mail-Marketing-Strategie auf, um auf die jeweiligen Punkte einzugehen:


  • E-Mail-Kampagnen werden aus einem bestimmten Grund versendet, um etwa ein besonderes Angebot zu promoten, Nutzer zum Download eines neuen eBooks zu motivieren oder sich für eine kostenlose Testversion anzumelden.


  • E-Mail-Newsletter werden in regelmäßigen Abständen versendet, um die Abonnenten einer Website fortlaufend über Neuigkeiten zu informieren. In dem Newsletter kannst du beispielsweise einen neuen Blogbeitrag oder eine Fallstudie vorstellen, Produkt-Updates oder Meilensteine bekanntgeben sowie bevorstehende Events ankündigen.


  • Automatisierte Marketing-E-Mails werden je nach den eingerichteten Trigger-Einstellungen (Auslöser) automatisch versendet. Zum Beispiel möchtest du eine Willkommens-E-Mail versenden, um um Neuabonnenten zu begrüßen, oder deine Abonnenten zum Geburtstag gratulieren, oder durch eine E-Mail, Kunden an zurückgelassene Artikel in ihrem Warenkorb erinnern. Diese automatischen und strategisch ausgerichteten E-Mails kannst du unter anderem mit Wix Ascend versenden.


  • Automatisierte E-Mails für Transaktionen ist eine weitere Form von E-Mail-Marketing, die die Informationen im Bezug zu Transaktionen automatisieren sollen. Diese beinhalten Bestellbestätigungen, Versand-Updates und Erinnerungen zu Terminen oder Events. Auch wenn diese E-Mails sehr simpel gestaltet sind, sind sie doch ein wichtiger Bestandteil, um Vertrauen aufzubauen, ganz besonders im eCommerce.





So funktioniert E-Mail-Marketing


Da du jetzt schon einiges an Hintergrundwissen von uns erhalten hast, ist es Zeit, sich mit der Erstellung von effektiven E-Mail-Kampagnen auseinanderzusetzen. Diese erstellst du in 5 simplen Schritten:


  1. Erstelle eine Mailingliste

  2. Wähle ein E-Mail-Marketing-Tool

  3. Segmentiere deine Zielgruppe

  4. Verfasse ausgezeichneten Content

  5. Optimiere deine Kampagnen



01. Erstelle eine Mailingliste


Der erste Schritt in der Erstellung einer Marketing-Strategie besteht darin, Abonnenten zu erhalten. Denk daran, dass du dir die Einwilligung der Nutzer einholen musst, um ihre E-Mail-Adresse verwenden zu können. Die meisten E-Mail-Marketing-Tools verfügen außerdem über strikte Richtlinien, die die Verwendung von käuflich erworbenen Mailinglisten strengstens untersagen. Deshalb solltest du dich auf diese Masche erst gar nicht einlassen und dich mit den jeweilig geltenden Rechtslage Vertraut machen, zum Beispiel das CAN-SPAM-Gesetz in den USA, die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der EU sowie das kanadische Anti-Spam-Gesetz (CASL).


In diesem Zusammenhang, solltest du Nutzer am besten nur auf ehrliche Weise dazu animieren, sich freiwillig für deine E-Mails anzumelden. Die idealen Lead-Magneten sind dabei immer Dinge, die du im Austausch für die E-Mail-Adresse kostenlos anbieten kannst. Es müssen auch nicht immer haptische Produkte sein, stattdessen eignen digitale Waren äußerst gut, die du mit deinem deinem Branchenwissen günstig und auf die Schnelle erstellen kannst. Diese beinhalten:


  • eBooks

  • Webinare

  • Whitepaper und Fallstudien

  • Business-Toolkits und Ratgeber

  • Beratungen

  • Gutscheine


Sobald du dich für einen bestimmten Lead-Magneten entschieden hast, füge ein Abonnementformular in deiner Website ein, worüber sich Besucher anmelden können. Nutze verlockende Überschriften sowie deutliche Call-to-Actions, um deine Nutzer zum Abonnieren zu motivieren. Zum Beispiel kannst du ihnen einen Ratgeber über E-Mail-Marketing mit der Überschrift „Die ultimative E-Mail-Marketing-Checkliste” zur Verfügung stellen und einen CTA einfügen, der die Aufschrift „Jetzt herunterladen” trägt. Neben dem CTA-Button, solltest du Platz lassen, damit der Nutzer seinen Namen und seine E-Mail-Adresse eingeben kann.


Für die Formulare gibt es viele verschiedene und strategisch gut gelegene Orte auf deiner Website, diese beinhalten Pop-ups, Seitenleisten oder Blogbeiträge.





02. Wähle ein E-Mail-Marketing-Tool


Da man beim E-Mail-Marketing ein großes Volumen an Abonnenten verarbeitet, zielgerichtete Nachrichten versendet und die Metriken der E-Mails analysieren muss, braucht es ein robustes E-Mail-Marketing-Tool, um das Ganze zu verwalten und deine Arbeitsschritte zu strukturieren. Hierfür gibt es mehrere Plattformen, diese beinhalten:



Wix E-Mail-Marketing ist ein besonders effektives Tool, das du bequem in deiner Website integrieren kannst. Dort findest du Statistiken, zum Beispiel über die Öffnungsrate, Ansichten und Klicks, sodass du die Performance deiner Kampagnen genauestens analysieren kannst. Zusätzlich kannst du das E-Mail-Design passend zu deiner Brandidentität anpassen.





03. Segmentiere deine Zielgruppe


Sobald du ein E-Mail-Marketing-Tools gefunden und dir einen Stamm an Abonnenten aufgebaut hast, solltest du deine Zielgruppe basierend der einzelnen Interessen, Eigenschaften und des Nutzerverhaltens aufteilen. Diese Maßnahme, genannt Segmentierung, ermöglicht es dir, passgenaue Informationen in deinen E-Mails zu unterbreiten, die auf die Bedürfnisse deines Zielmarktes zugeschnitten sind.


Hierfür gibt es mehrere Kategorien, mit denen du deine Abonnenten aufteilen kannst. Diese beinhalten:


  • Demografie: Faktoren wie Alter, Geschlecht und Höhe des Einkommens, verraten dir mehr über die Bedürfnisse und Interessen der Individuen.


  • Geografie: Informationen über das Land oder die Region deiner Zielgruppe, helfen dir die Inhalte basierend ihrer Interessen, Sprache und Kultur für die verschiedenen Teile der Welt zuzuschneiden.


  • Nutzerverhalten: Nutzerdaten über die Interaktion mit deiner Website - das können häufig besuchte Seiten und Produkte sein - können auf die Interessen hindeuten und dir bei der Zielgruppenausrichtung helfen.


  • Bestellverlauf: Details über die Einkäufe deiner Kunden helfen dir dabei einmalige Käufer gegenüber regelmäßigen Käufern anders auszurichten sowie eindeutige Informationen an die jeweiligen Zielgruppen mit verschiedenen Interessen zu versenden.


  • Ausgaben: Der Betrag, den Kunden bereits auf deiner Website ausgegeben haben, gibt dir einen Einblick darüber, wie hoch ihr Budget ist und welche Produkte höchstwahrscheinlich in ihrem Warenkorb landen werden.


  • Stellung im Marketing-Funnel: Je nachdem, ob es sich um einen Neuabonnenten handelt oder Warenkorbabbrecher, diese Informationen kannst du nutzen, um E-Mails zu erstellen, die deine Abonnenten zum Kauf bewegen sollen.


  • Persönliche Interessen: Informationen über die persönlichen Interessen jedes Individuums - welche du entweder erfassen kannst, indem Nutzer auf deiner Website eigene Profile anlegen oder ihre Lieblingsartikel markieren können - gibt dir Aufschluss über die individuellen Präferenzen deiner Kunden.


Grundsätzlich sollten deine Kommunikationsmittel so zielgerichtet wie möglich sein, sogar wenn du Massen-E-Mails versendest. Indem du verschiedene E-Mail-Kampagnen innerhalb dieser Kategorien versendest, kannst du relevante Inhalte erstellen, mit denen man sich identifizieren kann.



04. Verfasse ausgezeichneten Content


An dieser Stelle solltest du nun bereit sein, deine erste E-Mail-Marketing-Kampagne zu erstellen. Der nächste Schritt besteht darin, den Content selbst zu kreieren.


Was auch immer du für einen Content im Kopf hast - eine automatisierte Nachricht, ein Newsletter oder ein Update über ein neues Produkt - ein paar Grundsätze solltest du dabei immer beachten. Erstens, denke daran, dass es dein oberstes Ziel sein sollte, deinen Abonnenten als freundlicher Gast in ihrem Posteingang zu begegnen. Statt sich als spammiger und nerviger Absender negativ auszuzeichnen, solltest du wohl bedachte E-Mails erstellen, von denen deine Zielgruppe profitieren wird.


Zum Beispiel mit Vergünstigungen oder interessanten Fakten, kannst du deine Abonnenten überraschen. Seien es unschlagbare Tipps, exklusive Inhalte oder zeitlich begrenzte Rabattcodes.


Der Textstil selbst sollte natürlich auch überzeugen. Baue ein harmonisches Verhältnis zu deiner Zielgruppe auf, indem du sie persönlich adressierst (sprich sie zum Beispiel beim Namen an). Bring Persönlichkeit in deinen Content und eine gewisse Prise Humor (ohne deine Abonnenten zu verärgern). Setze es dir als Ziel, dich als nützlicher Begleiter zu positionieren statt als anmaßend wirkendes Unternehmen.



05. Optimieren und verbessern


Sobald du deine E-Mails geschrieben und versendet hast, geht es an das Analysieren der Metriken, sodass du deine Kampagnen fortlaufend optimieren kannst. Diese Metriken sind meistens schon in den jeweiligen E-Mail-Marketing-Tools enthalten.


Die wichtigsten Statistiken, nach denen du suchen solltest, beinhalten:


  • Zustellrate: Diese verfolgt die Anzahl zugestellter E-Mails. Falls die einen oder anderen E-Mails nicht zugestellt werden konnten, kann es daran liegen, dass die Adressen einfach nicht existieren. 95% oder höher gelten als eine starke Zustellrate; falls deine Zahl niedriger ist, geh noch einmal durch deine Abonnentenliste und entferne ungültige E-Mail-Adressen.


  • Absprungrate: Im Gegensatz zur Zustellrate, zeigt diese Metrik, wie viele E-Mails nicht zugestellt wurden. Wenn deine Absprungrate verhältnismäßig hoch ist, riskierst du möglicherweise deinen Ruf als Sender, was des weiteren dazu führen kann, dass deine E-Mails herausgefiltert und deine IP geblockt werden. Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest du deine E-Mail-Listen leeren, um deine Absprungrate möglichst niedrig zu halten, die Interaktion zu steigern und zu vermeiden, dass deine E-Mails im Spam-Ordner landen.


  • Öffnungsrate: Dabei handelt es sich um den prozentualen Anteil von Abonnenten, die deine E-Mail geöffnet haben. Diese Information kannst du nutzen, um zu erfahren, wie hoch das Interesse in deine Nachrichten sind. Falls deine Öffnungsrate sehr niedrig ist, überlege neue Wege, um deinen E-Mail-Content zu verfeinern, deine Zielgruppe besser auszurichten und einen Betreff zu verfassen, der positiv auffällt.


  • Klickrate: Diese verrät dir mehr über die Abonnenten, die die Links innerhalb der E-Mails anklicken. Es ist außerdem praktisch, um zu verstehen, welche Links dir die meisten Klicks einbringen. Ist deine Klickrate niedrig, solltest du eventuell deine Zielgruppenausrichtung überarbeiten und bessere Call-to-Action-Buttons einpflegen.


  • Spam-Meldungen: Diese zeigen dir an, ob und wie oft deine E-Mails als Spam markiert werden. Um das zu vermeiden, solltest du dir eine Liste an Abonnenten aufstellen, die für deine E-Mails eingewilligt haben. Außerdem solltest du darauf achten, deine Öffnungsrate hoch und Absprungrate möglichst niedrig zu halten, um deinem Ruf als Sender treu zu bleiben.


Ausgehend von diesen Zahlen, findest du heraus, was für dich funktioniert und an welchen Stellen deine E-Mail-Kampagnen noch verbesserungswürdig sind. Du kannst dann die Statistiken nutzen, um deine E-Mail-Marketing-Strategie zu präzisieren, Abonnenten noch besser einzubinden und deine Konversionsrate zu erhöhen.



E-Mail-Marketing: Bewährte Methoden


Beim Optimieren deiner E-Mail-Kampagnen, gibt es ein paar strategische Schwerpunkte, die du implementieren solltest, um die Interaktion zu deinen E-Mails zu fördern und deine Konversionsrate anzuheben:


  • E-Mail-Etiquette: Dein oberstes Ziel sollte sein, dass Abonnenten deine E-Mails bewusst wahrnehmen und wertschätzen. Deshalb solltest du deinen Abonnenten jederzeit mit Güte und Respekt begegnen. Versende deine Nachrichten nur an Menschen, die ernsthaftes Interesse in deine Firma zeigen. Außerdem solltest du jedes Versprechen an deine Nutzer einhalten: nutze Betreffzeilen, die nicht irreführend sind, versende nicht mehr E-Mails als angekündigt, und gib deinen Abonnenten jederzeit die Möglichkeit, sich von deinen E-Mails abzumelden.


  • Perfektes Timing: Mach dir Gedanken über die Tageszeit, in der du deine E-Mails verschicken möchtest. Dabei gibt es kein richtig oder falsch, wichtig ist nur, dass du die Faktoren wie das durchschnittliche Alter, den Standort und die Beschäftigung deiner Zielgruppe ansiehst, welche Einfluss auf die Öffnungsrate deiner E-Mails haben. Trotzdem kannst du auch per A/B-Testverfahren herausfinden, welche Tageszeit sich am besten für dein Geschäft eignet, und kannst diese Erkenntnisse auf zukünftige Kampagnen anwenden.


  • Mobilfreundlich: Da ein Großteil der Bevölkerung auf dem Smartphone surft und darauf natürlich auch E-Mails gecheckt werden, liegt es nahe, die E-Mails auch für Mobile zu optimieren. Überlege dir Möglichkeiten, um deine E-Mails auf die Größe der Smartphone-Bildschirme zu adaptieren, vergiss dabei nicht die Betreffzeile zu kürzen, das Format etwas zu vereinfachen, die Bilder zu verkleinern und die CTAs wiederum zu vergrößern, damit man mit dem Finger darauf tippen kann.


  • Mehrwert: Womöglich hast du es geschafft, deine Kunden zum Abonnieren deines Newsletters zu bewegen, indem du du ihnen etwas angeboten hast, wovon sie profitieren können, ob nun ein Guide zum Herunterladen oder einen Rabattcode. Deshalb solltest du selbst nach dem allerersten Angebot weiterhin einen Mehrwert schaffen. Bereichere deine Kunden mit praktischen Tipps, speziellen Inhalten, und mit den klassischen Nachrichten zu Feiertagen oder zum Geburtstag. Damit stößt du nicht nur auf großen Anklang, sondern baust auch eine enge Bindung zwischen deiner Brand und deinen Kunden auf.



Dana Kitman

DACH-Marketingmanagerin





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