So schreibst du ein Kurzprofil
- 11. März
- 7 Min. Lesezeit

Welche drei Eigenschaften beschreiben dich am besten? Vielleicht wurde auch dir diese Frage bereits gestellt und du hast sie mehr oder weniger unbeholfen beantwortet? Sich selbst zu beschreiben kann schwierig sein, besonders dann, wenn man einen guten Eindruck hinterlassen möchte.
Das Erstellen eines Kurzprofils kann dir nicht nur dabei helfen, dich auf solche oder ähnliche Fragen, wie sie vielleicht in einem Vorstellungsgespräch gestellt werden, vorzubereiten. Es eignet sich auch als Selbstvorstellung auf deiner eigenen Website, im Lebenslauf oder auf Social Media.
In diesem Beitrage erklären wir dir, wie du ein Kurzprofil erstellen kannst, mit der du dich ins rechte Licht rückst.
Was ist ein Kurzprofil?
Ein Kurzprofil, auch Lebenslaufprofil, Kurzbiografie, persönliches Profil, über-mich Text oder Selbstbeschreibung ist ein kurzer Paragraf zur Vorstellung deiner Person. Diese Idee kommt eigentlich aus dem Amerikanischen und wird dort auch als Career Summary, Profile & Skills, Skill Summary oder einfach als Bio bezeichnet.
Ein Kurzprofil steht in Lebensläufen oder CVs oft ganz am Anfang und bietet eine Zusammenfassung deiner Person, deiner Berufserfahrung, deiner im Laufe deiner Karriere erworbenen Fähigkeiten und Qualifikationen sowie deiner Soft Skills. Zur Veranschaulichung kannst du dir das Kurzprofil als eine Art Mischung aus Motivationsschreiben, Anschreiben und Lebenslauf vorstellen – oft ist es auch ein zentrales Element, wenn du lernst, wie man ein Portfolio erstellt.
Ziel des Kurzprofils ist es, den Leser:innen ein Bild davon zu vermitteln, wer du bist und was du mitbringst. Hier hast du auch die Chance, Dinge über dich hervorzuheben, die nicht in den klassischen Aufbau eines Lebenslaufs gehören und die dich gut dastehen lassen. Dadurch liefert das Kurzprofil einen idealen Einstieg und Gesprächsstoff für eine Kennenlern- oder Vorstellungsgespräch.
Wofür braucht man ein Lebenslauf Profil?
Wie bereits erwähnt, kannst du das Kurzprofil neben dem Lebenslauf oder CV auch zur Über mich-Seite deiner Website hinzufügen. So sehen potenzielle Kontakte und Kund:innen auf deiner Kontaktseite sofort, wer du bist und was du zu bieten hast.
Inspiration findest du in unseren Portfolio Beispielen
Auch für Initiativbewerbungen oder als Zusatz zu deinen Bewerbungsunterlagen ist ein Kurzprofil eine tolle Ergänzung, da es als Orientierungshilfe in Gesprächen dienen kann.
Wie viele Menschen nutzt sicherlich auch du deine Social-Media-Profile, um dich von anderen abzuheben. Denke also darüber nach, ein Lebenslauf Profil zu deinem Facebook-Kanal hinzuzufügen. Auf Karrierenetzwerken wie Linkedin oder XING darf das Kurzprofil natürlich nicht fehlen, da dies oft das Erste ist, was potenzielle Kund:innen von dir sehen.
Zu guter Letzt bietet dir die Kurzbiografie auch eine gute Orientierungshilfe für den Kontakt mit Headhuntern oder auf Messebesuchen, wenn es darum geht, dich neuen Leuten kurz vorzustellen und dabei einen guten Eindruck zu hinterlassen.
Inhalte einer Selbstbeschreibung
Denke immer daran, dass die Menschen, die sich die Zeit nehmen, etwas über dich zu lesen, auch das Ziel haben, dich kennenzulernen. Vermittle ihnen also ein gutes Gefühl davon, wer du bist und was dich beruflich und privat ausmacht. Schließlich spielt zwischen menschliche Chemie oft ebenso eine Rolle wie deine fachlichen Kompetenzen.
Folgende Inhalte gehören ins Kurzprofil:
Kontaktdaten
Persönliche oder berufliche Ziele
Leitbild und Werte
Fähigkeiten und Kompetenzen
Soft Skills
Interessen und Hobbys
Deine Selbstbeschreibung sollte nicht mehr als eine DIN-A4-Seite betragen und oft reicht bereits ein kürzerer Abschnitt. Vergiss nicht, dass das Kurzprofil in Bewerbungen lediglich ein Zusatz zu deinem CV ist, in dem du die einzelnen Etappen deines Lebenslaufs ausführlicher hervorheben kannst.
Halte daher die folgenden Punkte entweder kurz oder verzichte darauf:
Berufsbezeichnung oder Arbeitsplatz
Branchenerfahrungen
Berufliche Schwerpunkte
Führungserfahrungen
Hochschulabschluss und andere Qualifikationen
Struktur und Aufbau einer Kurzbiografie
01. Stelle dich vor
Beginne mit deinem Vor- und Nachnamen. Du kannst in der ersten oder der dritten Person schreiben, nur solltest du einheitlich bleiben und nicht zwischen beiden Formen wechseln.
02. Beschreibe deine Fähigkeiten
Je nachdem, wofür du dein Kurzprofil verwendest, solltest du hier deine berufsspezifischen Fähigkeiten und / oder den Namen deiner eigenen Firma anbringen (solltest du selbstständig sein).
Je nachdem, wofür du dein Kurzprofil verwendest, solltest du hier deine berufsspezifischen Fähigkeiten anbringen. Dies ist besonders wichtig für spezialisierte Darstellungen, wie etwa in deinem Webdesign Portfolio, Marketing Portfolio, Graphic Design Portfolio oder Portfolio UX.
Deine Beschreibung sollte einzigartig und spezifisch sein und erklären, was dich auszeichnet und bei deiner Arbeit inspiriert.
Überlege dir, was du hier persönlicher professioneller Ebene kommunizieren willst. Wenn du eine Marke oder ein Unternehmen hast, zum Beispiel einen Blog oder Freiberufler:in bist, solltest du auch deinen Markennamen erwähnen und was dein Unternehmen anbietet.
Du kannst auch den Namen eines anderen Unternehmens oder einer anderen Marke erwähnen, für die du arbeitest oder tätig warst, um deine Erfahrungen zu unterstreichen.
03. Erläutere deine berufliche Position
Beschreibe deine aktuelle Position, also ob du Student:in, Absolvent:in, Azubi, Freiberufler:in, Angestellte:r bist und / oder nach einer Anstellung, Kontakten oder Kooperationen suchst.
Egal, ob du erst am Anfang deiner Karriere bist oder bereits weitreichende Erfahrungen hast. Vermittle deinen Leser:innen ausreichende Kenntnisse über deinen beruflichen Stand.
04. Beziehe berufliche Leistungen mit ein
Erkläre nicht nur, was deine Arbeit mit sich bringt, sondern unterstreiche auch Meilensteine in deiner Karriere. In kreativen Berufen nutzt man hierfür oft ein spezialisiertes Fotograf Portfolio, Architektur Portfolio oder Model Portfolio, um Erfolge sichtbar zu machen. Das können aber sonst auch sowohl Beförderungen, als auch Weiterbildungen oder Auszeichnung sein.
05. Beschreibe deine Werte und Leidenschaften
Nachdem du beschrieben hast, was du tust und wie zu in deiner Position zur Wertschöpfung beiträgst, kannst du nun das Warum beschreiben. Dies ist eines der wichtigsten Elemente in deinem Kurzprofil, da es dich maßgeblich von anderen in deiner Branche abheben kann.
Denke an die Werte, Leidenschaften und deine Arbeitsmoral, die deiner Tätigkeit zugrunde liegen. Wofür brennst du? Was treibt dich an? Was macht dir besondere Freude? Welche Ziele verfolgst du mit deiner Arbeit? Es hilft, wenn du diese Ziele SMART formulieren kannst.
Diesen Teil deiner Kurzbiografie kannst du dir auch als eine Art persönliches Leitbild vorstellen. Vielleicht möchtest du zum Wohle der Gesellschaft beitragen, Wissen vermitteln oder neue Fähigkeiten zu erlernen. Egal warum du tust, was du tust, es zu beschreiben, kann deinen Leser:innen erheblich dabei helfen dich besser kennenzulernen und zu verstehen.
06. Erwähne deine persönlichen Interessen
Wie bereits erwähnt, konzentriert sich eine effektive Kurzbiografie nicht nur auf deine beruflichen Erfahrungen und Kompetenzen, sondern auch auf Dinge wie:
Deine Familie
Deine Heimatstadt
Deine Hobbys
Andere Projekte, an denen du arbeitest
Ein Abschnitt darüber, was dich außerhalb deiner Arbeit noch ausmacht, ist ein guter Abschluss für dein Kurzprofil. Hier präsentierst du dich als Person mit vielseitigen Interessen und weckst zusätzlich noch mehr Neugier dich kennenzulernen.
Tipps zum Schreiben eines Kurzprofils
Laut vorlesen: Lies dir dein Kurzprofil selbst lauf vor und frage dich, wie dies als Elevator Pitch oder als Kurzpräsentation klingen würde.
Konkret bleiben: Schreibe so konkret wie möglich und unterstreiche deine Angaben mit passenden Beispielen. Wenn du zum Beispiel als Soft Skill angibst, ein guter Teamplayer zu sein, dann kannst du erwähnen, wo und wie du dies in der Vergangenheit bereits bewiesen hast.
Fasse dich kurz: Dein Profil sollte kurz und prägnant sein, aber dennoch ausreichend erklärend. Eine gute Faustregel ist, dass jedes Element nicht länger als 2 Sätze sein sollte. Auf diese Weise behältst du die Aufmerksamkeit deiner Leser:innen bei.
Denke an dein Publikum: Der Ton, in dem du dein Kurzprofil verfasst, hängt davon ab, wer deine Angaben lesen wird. Wenn du auf der Jobsuche bist und hauptsächlich Personaler:innen deine Beschreibung lesen werden, dann solltest du einen seriösen und professionellen Ton anschlagen. Wenn du hingegen ein Profil für deine Social-Media-Kanäle erstellst, kannst du ruhig etwas informeller sein.
Ein bisschen Spaß muss sein: Vielleicht möchtest du in Erwägung ziehen, auch etwas Humor in deine Selbstbeschreibung einzubauen. Denke daran, deine Leser:innen wollen dich kennenlernen und nichts zeigt deine Persönlichkeit besser, als ein Stück Humor. Außerdem kann das dabei helfen, ein Gefühl für deine Marke zu vermitteln.
Verlinke deine Website: Wenn du dein Kurzprofil auf einer anderen Plattform als deiner Website hochlädst, dann solltest du auf jeden Fall zu deiner Website verlinken, sofern du eine hast. Das hilft den Leser:innen nicht nur dabei, weitere Informationen zu deiner Person zu finden, sondern bewirbt auch deine Website.
Eine eigene Website kann dir zudem dabei helfen, noch professioneller zu erscheinen, besonders wenn du auf eine minimalistische Website setzt.
Andere Plattform, anderes Profil: Nicht auf jeder Plattform wirst du ausreichend Platz haben, um dein gesamtes Lebenslaufprofil hochzuladen. Das bedeutet, dass du höchstwahrscheinlich die Länge und den Schreibstil deines Profils anpassen musst. Wir empfehlen dir, eine längere Version zur „Über mich“-Seite deiner Website sowie zu deinen Bewerbungsunterlagen hinzuzufügen und eine abgespeckte Variante für alle Online-Profile zu erstellen.
Mit diesen Tipps wird die das Erstellen einer überzeugenden Selbstbeschreibung sicher gelingen.
Kurzprofil schreiben: Fazit
Ein Kurzprofil ist mehr als nur ein kurzer Text über dich – es ist deine Visitenkarte in schriftlicher Form. Es hilft dir, dich klar und überzeugend vorzustellen, sei es in Bewerbungen, auf deiner Website oder in sozialen Netzwerken. Wichtig ist, dass du deine Fähigkeiten, Erfahrungen, Werte und Leidenschaften prägnant darstellst, dabei authentisch bleibst und dein Profil an die jeweilige Plattform oder Situation anpasst. Mit einer gut strukturierten, konkreten und persönlichen Kurzbiografie hinterlässt du einen starken ersten Eindruck und bietest Gesprächsstoff, der dich von anderen abhebt.
FAQ – Kurzprofil erstellen
Wie beschreibe ich mein Profil in Kürze?
Fasse die wichtigsten Informationen über dich in 2–4 Sätzen zusammen. Nenne dabei deinen Namen, deine aktuelle Position oder Tätigkeit, relevante Fähigkeiten und besondere Stärken. Ergänze optional Werte, Leidenschaften oder Ziele, die dich auszeichnen. Ziel ist, einen klaren, einprägsamen Eindruck zu hinterlassen.
Wie lange sollte ein Kurzprofil sein?
Ein Kurzprofil sollte kurz und prägnant sein – idealerweise nicht länger als eine DIN-A4-Seite. Oft reicht bereits ein Abschnitt mit 3–6 Sätzen, der deine wichtigsten Kompetenzen und persönlichen Stärken zusammenfasst.
Wofür brauche ich ein Kurzprofil?
Es dient als Einstieg in Bewerbungen, auf deiner Website, in Social-Media-Profilen oder bei Networking-Events. Es vermittelt schnell, wer du bist, was du kannst und wofür du stehst, und bietet Gesprächsstoff für Vorstellungsgespräche oder neue Kontakte.
Welche Inhalte gehören in ein Kurzprofil?
Zu den wichtigsten Punkten gehören: Kontaktdaten, berufliche Position, Fähigkeiten, Soft Skills, Werte, Leidenschaften und persönliche Interessen. Optional kannst du auch Meilensteine oder besondere Leistungen erwähnen.
In welcher Form sollte ich mein Kurzprofil schreiben?
Du kannst die erste oder dritte Person wählen, solltest aber konsistent bleiben. Der Ton hängt vom Zweck ab: seriös und professionell für Bewerbungen, etwas lockerer für Social-Media-Profile.
Wie passe ich mein Kurzprofil an verschiedene Plattformen an?
Erstelle eine längere Version für deinen Lebenslauf oder deine „Über mich“-Seite und kürze diese für Online-Profile. Achte auf prägnante Sätze und hebe die Punkte hervor, die für die jeweilige Plattform relevant sind.

Vanessa Roth
Blog Growth Managerin



