Was ist eine IP-Adresse? Einfach & verständlich erklärt
- Vanessa Roth

- vor 6 Tagen
- 7 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 1 Tag
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Jedes Mal, wenn du online gehst, um deine E-Mails zu checken, eine Serie zu streamen oder an deiner Website zu arbeiten, passiert im Hintergrund etwas Entscheidendes: Dein Gerät nutzt eine IP-Adresse. Das gilt übrigens auch dann, wenn du eine eigene Domain kostenlos einrichtest oder an deiner Website arbeitest.
Du siehst sie nicht und musst sie dir auch nicht merken, aber ohne diese unsichtbare Adresse wäre das Internet, wie wir es kennen, nicht möglich. Sie ist quasi die Postanschrift für jedes Gerät in der digitalen Welt.
Ob dein Computer, dein Smartphone oder der Server, auf dem deine Website gehostet wird – alles, was mit dem Internet verbunden ist, braucht eine IP-Adresse, um Daten zu senden und zu empfangen. In diesem Artikel erklären wir dir ganz einfach, was eine IP-Adresse ist, warum sie so wichtig ist und wie sie funktioniert.
Mehr erfahren: Domain Bedeutung
Zusammengefasst: Was du wissen musst
Eindeutige Adresse: Eine IP-Adresse ist eine einzigartige numerische Kennung für Geräte in einem Netzwerk, vergleichbar mit einer Hausnummer und Postleitzahl.
Grundlage der Kommunikation: Ohne IP-Adressen könnten Datenpakete nicht zugestellt werden. Das Surfen im Web, der Versand von E-Mails oder Videoanrufe wären unmöglich.
Zwei Versionen: Es gibt den älteren Standard IPv4 und den neueren, zukunftssicheren Standard IPv6, der unzählige neue Adressen ermöglicht.
Öffentlich vs. Privat: Öffentliche IP-Adressen sind im Internet sichtbar, während private IP-Adressen nur in deinem lokalen Netzwerk zu Hause oder im Büro verwendet werden.
Was ist eine IP-Adresse?
Eine IP-Adresse (kurz für Internet Protocol Address) ist die eindeutige numerische Adresse eines Geräts in einem Netzwerk. Stell sie dir wie eine exakte Postanschrift für deinen Computer oder dein Smartphone vor. So wie ein Brief nur mit korrekter Straße, Hausnummer und Stadt ankommt, können Datenpakete im Internet nur dann ihr Ziel erreichen, wenn sie eine genaue IP-Adresse haben.
Jedes Gerät, das sich mit dem Internet verbindet – sei es dein Laptop, dein Smart-TV, deine Spielkonsole oder der Server deiner Website – erhält eine solche Adresse. Ein typisches Beispiel für eine IP-Adresse (nach dem gängigen IPv4-Standard) sieht so aus: 192.168.0.1 oder 8.8.8.8. Diese Zahlenfolge mag auf den ersten Blick kryptisch wirken, aber sie ist der Schlüssel für die gesamte Kommunikation im Netz.
Warum gibt es IP-Adressen?
Der Hauptgrund für die Existenz von IP-Adressen ist die Zustellbarkeit von Daten. Wenn du eine Website besuchst, sendet dein Computer eine Anfrage an einen Server. Damit der Server weiß, wohin er die Daten der Website (Texte, Bilder, Videos) zurückschicken soll, benötigt er die IP-Adresse deines Geräts. Ohne diese Rücksendeadresse würde deine Anfrage ins Leere laufen.
IP-Adressen ermöglichen also die Zwei-Wege-Kommunikation zwischen Milliarden von Geräten weltweit. Sie stellen sicher, dass:
Datenpakete den richtigen Empfänger finden.
Geräte sich eindeutig identifizieren und voneinander unterscheiden können.
Die riesige und komplexe Struktur des Internets geordnet und funktionsfähig bleibt.
Stell dir eine riesige Stadt ohne Straßennamen oder Hausnummern vor. Einen bestimmten Ort zu finden, wäre pures Chaos. IP-Adressen sind das Ordnungssystem, das dieses Chaos im Internet verhindert.
Wie funktioniert eine IP-Adresse?
Wenn du eine Domain wie wix.com in deinen Browser eingibst, startet im Hintergrund ein faszinierender Prozess. Du tippst einen für Menschen merkbaren Namen ein, aber Computer arbeiten mit Zahlen. Hier kommt das Domain Name System (DNS) ins Spiel. Das DNS ist das globale Telefonbuch des Internets und übersetzt den Domainnamen in die zugehörige IP-Adresse des Servers, auf dem die Website liegt.
Sobald dein Browser die IP-Adresse hat, kann er eine Verbindung zum Webserver herstellen. Er schickt Datenpakete mit der Ziel-IP des Servers und seiner eigenen Absender-IP los. Spezielle Geräte im Internet, die Router, leiten diese Pakete von Station zu Station weiter, bis sie ihr Ziel erreichen. Der Server verarbeitet die Anfrage und schickt die Antwortpakete an die IP-Adresse deines Geräts zurück. Dieser Vorgang dauert nur Millisekunden.
Lesetipp: Was ist DNS?
IPv4 und IPv6 erklärt
Das Internet ist über die Jahrzehnte rasant gewachsen. Das hat dazu geführt, dass der ursprüngliche Adress-Standard an seine Grenzen gestoßen ist. Deshalb gibt es heute zwei Arten von IP-Adressen.
IPv4
IPv4 (Internet Protocol Version 4) ist der Standard, der das Internet groß gemacht hat. Eine IPv4-Adresse besteht aus vier Zahlenblöcken, die durch Punkte getrennt sind. Jeder Block kann eine Zahl von 0 bis 255 enthalten. Ein typisches Beispiel ist 172.217.23.67.
Mit diesem System lassen sich theoretisch etwa 4,3 Milliarden einzigartige Adressen erstellen. Das klang anfangs nach viel, doch durch die explosionsartige Zunahme von internetfähigen Geräten sind diese Adressen mittlerweile knapp geworden.
IPv6
Um dem Adressmangel entgegenzuwirken, wurde IPv6 (Internet Protocol Version 6) entwickelt. Dieser neue Standard bietet eine schier unvorstellbare Anzahl an Adressen und ist die Zukunft des Internets. Eine IPv6-Adresse sieht deutlich komplexer aus und besteht aus acht Blöcken mit hexadezimalen Zeichen (Zahlen und Buchstaben), getrennt durch Doppelpunkte. Ein Beispiel ist 2001:0db8:85a3:0000:0000:8a2e:0370:7334.
Vorteile von IPv6:
Gigantischer Adressraum: Es gibt genug Adressen für jedes denkbare Gerät auf der Welt.
Effizienteres Routing: Datenpakete können schneller und direkter weitergeleitet werden.
Erhöhte Sicherheit: Sicherheitsfunktionen wie IPsec sind standardmäßig integriert.
Aktuell existieren beide Systeme parallel, aber langfristig wird IPv6 die führende Rolle übernehmen.
Öffentliche vs. private IP-Adresse
Eine weitere wichtige Unterscheidung ist die zwischen öffentlichen und privaten IP-Adressen.
Öffentliche IP-Adresse
Deine öffentliche IP-Adresse ist die Adresse, mit der du im globalen Internet sichtbar bist. Sie wird dir von deinem Internetanbieter (z. B. Telekom, Vodafone) zugewiesen und ist weltweit einzigartig. Wenn du eine Website besuchst, sieht deren Server deine öffentliche IP-Adresse. Du kannst sie dir wie die Adresse deines Hauses zur Straße hin vorstellen – für jeden Postboten sichtbar.
Private IP-Adresse
Eine private IP-Adresse wird nur innerhalb deines lokalen Netzwerks (LAN) verwendet, also bei dir zu Hause oder im Büro. Dein WLAN-Router vergibt an jedes verbundene Gerät – deinen Laptop, dein Smartphone, deinen Drucker – eine eigene private IP-Adresse. Diese Adressen stammen aus speziellen, für private Netzwerke reservierten Bereichen (z. B. 192.168.x.x).
Dein Router fungiert dabei als Vermittler. Er hat eine einzige öffentliche IP-Adresse für die Kommunikation nach außen und verwaltet die vielen privaten IP-Adressen im Inneren. Das ist effizient und erhöht die Sicherheit, da die Geräte in deinem Heimnetz nicht direkt aus dem Internet erreichbar sind.
Feste vs. dynamische IP-Adressen
IP-Adressen können entweder fest oder dynamisch sein.
Dynamische IP-Adresse: Die meisten privaten Internetnutzer erhalten von ihrem Provider eine dynamische IP-Adresse. Das bedeutet, die Adresse ändert sich in regelmäßigen Abständen, meist bei jeder neuen Einwahl ins Internet. Das ist für die Anbieter einfacher zu verwalten und kostengünstiger.
Feste (Statische) IP-Adresse: Eine statische IP-Adresse bleibt immer gleich. Das ist besonders wichtig für Unternehmen, die eigene Server (z. B. für eine Website, einen E-Mail-Dienst oder einen VPN-Zugang) betreiben. Nur mit einer festen Adresse ist der Server dauerhaft unter derselben Kennung erreichbar.
Wie finde ich meine IP-Adresse heraus?
Es gibt mehrere einfache Wege, deine aktuelle öffentliche IP-Adresse herauszufinden:
Google-Suche: Gib einfach „Wie ist meine IP?“ in die Google-Suche ein. Das Ergebnis wird dir in den ersten Ergebnissen direkt angezeigt.
Online-Dienste: Websites wie whatismyip.com zeigen dir deine öffentliche IP und oft auch weitere Informationen an.
Router-Menü: In den Einstellungen deines WLAN-Routers findest du ebenfalls die öffentliche IP, die dir vom Provider zugewiesen wurde. Deine privaten IP-Adressen für die einzelnen Geräte sind dort auch aufgelistet.
Was hat eine IP-Adresse mit Domains zu tun?
Domains und IP-Adressen sind zwei Seiten derselben Medaille.
Die IP-Adresse ist die technische, maschinenlesbare Adresse eines Servers.
Die Domain (z. B. wix.com) ist der menschenfreundliche Name für dieselbe Adresse.
Mehr erfahren: Was ist eine Domain?
Niemand möchte sich Zahlenkolonnen merken, um seine Lieblingswebsites zu besuchen. Deshalb gibt es das DNS, das die leicht zu merkende Domain automatisch in die richtige IP-Adresse übersetzt. Wenn du also eine Website mit Wix erstellst, verbindest du deine Domain mit den Wix-Servern. Im Hintergrund wird dafür gesorgt, dass deine Domain auf die korrekte IP-Adresse verweist, damit Besucher deine Seite problemlos aufrufen können.

IP-Adresse und Sicherheit
Eine IP-Adresse allein stellt kein direktes Sicherheitsrisiko dar. Sie ist eine notwendige Komponente für die Internetnutzung. Allerdings kann sie von Dritten genutzt werden, um deinen ungefähren Standort zu ermitteln oder deine Online-Aktivitäten zu verfolgen.
Deshalb sind Schutzmaßnahmen wichtig. Eine Firewall (die in modernen Routern und Betriebssystemen integriert ist) blockiert unerwünschte Zugriffsversuche von außen. VPN-Dienste (Virtual Private Network) verschleiern deine tatsächliche IP-Adresse, indem sie deinen Datenverkehr über einen anderen Server umleiten, was deine Anonymität erhöht.
Lesetipp: Was ist Website-Sicherheit?
Fazit
Die IP-Adresse ist das stille Fundament, auf dem das gesamte Internet aufgebaut ist. Sie mag technisch klingen, aber ihr Prinzip ist einfach: Sie ist die eindeutige Adresse, die sicherstellt, dass deine Daten ankommen und du die Antworten erhältst, die du angefordert hast. Sie sorgt dafür, dass aus einem Klick auf einen Link eine geladene Website wird und aus einer gesendeten Nachricht ein empfangener Gruß.
Wenn du eine Website mit Wix erstellst, musst du dir über all das keine Gedanken machen. Das System kümmert sich im Hintergrund automatisch um die korrekte Verknüpfung von Domains und IP-Adressen. So kannst du dich voll und ganz auf das konzentrieren, was am wichtigsten ist: deine Inhalte, dein Design und dein Geschäft.
Falls du mehr zum Domains von Wix wissen willst, schau doch bei folgendem Artikel vorbei: Wie kauft man eine Domain bei Wix?
09. FAQ – Häufige Fragen zum Domain-Alias
Was ist der Unterschied zwischen IP-Adresse und Domain?
Die IP-Adresse ist die numerische Adresse eines Servers (z. B. 123.45.67.89), während die Domain der dazugehörige, leicht merkbare Name ist (z. B. deine-website.de).
Was ist eine Subnetzmaske?
Die Subnetzmaske (z. B. 255.255.255.0) teilt eine IP-Adresse in einen Netzwerk- und einen Geräteteil auf. Sie hilft einem Gerät zu erkennen, ob sich ein anderes Gerät im selben lokalen Netzwerk befindet oder ob die Daten ins Internet gesendet werden müssen.
Kann ich meine IP-Adresse ändern?
Deine dynamische öffentliche IP-Adresse kannst du oft durch einen Neustart deines Routers ändern. Deine private IP-Adresse kannst du in den Netzwerkeinstellungen deines Geräts anpassen, was aber selten nötig ist. Eine feste IP-Adresse kann nur dein Provider ändern.
Ist die IP-Adresse personenbezogen?
Laut der DSGVO gilt eine dynamische IP-Adresse als personenbezogenes Datum, da sie unter bestimmten Umständen einer Person zugeordnet werden kann.
Warum brauche ich IPv6?
Weil die Adressen des älteren IPv4-Standards zur Neige gehen. IPv6 stellt sicher, dass das Internet auch in Zukunft weiterwachsen kann und jedes neue Gerät eine eigene, einzigartige Adresse erhält.

Vanessa Roth
Blog Growth Managerin




