E-Commerce Sicherheit: So schützt du deine Website und Kundendaten
- Vanessa Roth

- vor 1 Tag
- 7 Min. Lesezeit
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Du möchtest einen Onlineshop erstellen oder hast schon einen Online-Shop aufgebaut und bietest großartige Produkte an – fantastisch! Doch während du dich auf Verkäufe und Marketing konzentrierst, gibt es ein Thema, das du auf keinen Fall vernachlässigen darfst: die E-Commerce Sicherheit.
Wusstest du, dass die durchschnittlichen Kosten eines Datenlecks für ein Unternehmen in Deutschland bei durchschnittlich 4,9 Millionen Euro liegen können? Diese Zahl zeigt, wie ernst die Lage ist. Sicherheit ist für deinen Online-Shop kein optionales Extra, sondern das absolute Fundament für Vertrauen, Kundenzufriedenheit und letztlich deinen Erfolg.
In diesem Artikel erklären wir dir ganz einfach, worauf es bei der Onlineshop Sicherheit ankommt, welche Gefahren es gibt und wie du deine Website und die wertvollen Daten deiner Kund:innen effektiv schützt.
Zusammenfassung: Was du E-Commerce Sicherheit wissen musst
SSL/HTTPS-Verschlüsselung: Das ist der Grundschutz für jede Website. Sie sorgt für eine sichere Datenübertragung und schafft sofort Vertrauen.
Sichere Zahlungen und Datenschutz: Eine sichere Zahlungsabwicklung (PCI-konform) und die Einhaltung der DSGVO sind für jeden Online-Shop Pflicht.
Starke Abwehrmaßnahmen: Regelmäßige Backups, sichere Passwörter und die Kontrolle über Apps von Drittanbietern minimieren Risiken erheblich.
Vertrauen ist deine Währung: Eine sichere Website gewinnt das Vertrauen deiner Kund:innen, was zu mehr Verkäufen und weniger Geschäftsrisiken führt.
Inhaltsverzeichnis
01. Warum ist Sicherheit im E-Commerce so wichtig?
Ein unsicherer Online-Shop ist wie eine offene Ladentür nach Geschäftsschluss. Die Risiken sind enorm und können dein gesamtes Business gefährden.
Finanzielle Verluste: Cyberkriminelle haben es auf Kreditkartendaten, Bankinformationen und persönliche Daten abgesehen. Ein erfolgreicher Angriff kann zu direktem Finanzbetrug und hohen Kosten für die Schadensbehebung führen.
Verlust von Kundenvertrauen: Wenn Kundendaten gestohlen werden, ist das Vertrauen in deine Marke nachhaltig beschädigt. Eine Studie zeigt, dass über 80 % der Kund:innen nach einem Datenleck nicht mehr bei dem betroffenen Unternehmen einkaufen würden.
Rufschädigung: Ein Sicherheitsvorfall spricht sich schnell herum. Negative Schlagzeilen und schlechte Bewertungen können den Ruf, den du dir mühsam aufgebaut hast, innerhalb kürzester Zeit ruinieren.
Rechtliche Konsequenzen: Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) schreibt strenge Regeln für den Schutz personenbezogener Daten vor. Bei Verstößen drohen empfindliche Bußgelder, die für kleine Unternehmen existenzbedrohend sein können.
Mehr erfahren: Das musst du bei der Erstellung einer DSGVO-konformen Datenschutzerklärung für deine Website beachten
Negative SEO-Auswirkungen: Gehackte Seiten werden von Google abgestraft und können aus den Suchergebnissen entfernt werden. Das bedeutet einen massiven Einbruch deines Traffics und deiner Sichtbarkeit.
„Der schlechteste Zeitpunkt, über Backups nachzudenken, ist nach einem Angriff. Und ich spreche aus Erfahrung. Ein E-Commerce-Shop, der diesen Punkt vernachlässigt hat, verlor sämtliche Produktlistings – das entsprach sechs Monaten Arbeit.“ - Allan Kinic, Cybersicherheits-Experte und Gründer von Prevention-internet.fr
Sicherheit im E-Commerce ist also keine Option, sondern eine Notwendigkeit, um dein Geschäft, deine Kund:innen und deine Zukunft zu schützen.
02. Die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen für deinen Shop

Glücklicherweise gibt es eine Reihe von effektiven Maßnahmen, mit denen du die Sicherheit deines Online-Shops deutlich erhöhen kannst.
SSL / HTTPS & Verschlüsselung
Das ist die absolute Grundlage für jede Website, die Daten verarbeitet. Ein SSL-Zertifikat verschlüsselt die Verbindung zwischen dem Browser deiner Kund:innen und deiner Website. Du erkennst es am https:// und dem kleinen Schlosssymbol in der Adresszeile.
Warum ist das so wichtig?
Schutz der Datenübertragung: Passwörter, Adressen und Zahlungsdaten werden nicht im Klartext, sondern verschlüsselt übertragen.
Vertrauenssignal: Browser wie Chrome warnen aktiv vor unsicheren HTTP-Seiten. Das Schlosssymbol signalisiert deinen Kund:innen sofort: „Hier bin ich sicher.“
SEO-Vorteil: Google bevorzugt HTTPS-Seiten im Ranking. Eine sichere Website wird also besser gefunden.
Gut zu wissen: Bei Wix ist für jede Website automatisch ein SSL-Zertifikat kostenlos enthalten. Du musst dich um nichts kümmern.
Lesetipp: Was ist ein SSL-Zertifikat?
Starke Passwörter & Zugangskontrolle
Der einfachste Weg in ein System führt oft über schwache Passwörter.
Verwende starke Passwörter: Nutze eine Kombination aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.
Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Hierbei ist neben dem Passwort ein zweiter Code (z. B. per App oder SMS) für den Login erforderlich. Das erhöht die Sicherheit deines Admin-Kontos enorm.
Begrenze Admin-Zugänge: Gib nur den Personen Admin-Rechte, die sie unbedingt benötigen. Je weniger Menschen vollen Zugriff haben, desto geringer ist das Risiko.
Sichere Zahlungsabwicklung & Datenschutz
Der Checkout ist der sensibelste Bereich deines Shops.
PCI-Konformität: Der Payment Card Industry Data Security Standard (PCI DSS) ist ein Regelwerk für die sichere Abwicklung von Kreditkartenzahlungen. Nutze Zahlungsanbieter, die diesen Standard erfüllen.
Keine Speicherung sensibler Daten: Speichere niemals vollständige Kreditkartennummern auf deinem eigenen System. Überlasse das den zertifizierten Zahlungsdienstleistern.
Datenschutz (DSGVO): Stelle sicher, dass deine Datenschutzerklärung aktuell ist und du die Daten deiner Kund:innen nur für die vorgesehenen Zwecke nutzt. Sei transparent und hole dir die notwendigen Einwilligungen ein.
Regelmäßige Backups & Updates
Veraltete Software ist ein häufiges Einfallstor für Hacker.
Automatische Updates: Nutze eine Plattform, die Sicherheitsupdates automatisch für dich einspielt. So bist du immer auf dem neuesten Stand, ohne selbst daran denken zu müssen.
Regelmäßige Backups: Falls doch einmal etwas schiefgeht, kannst du mit einem Backup eine saubere Version deines Shops schnell wiederherstellen.
Kontrolle von Drittanbieter-Apps
Apps können den Funktionsumfang deines Shops erweitern, bergen aber auch Risiken.
Nutze nur vertrauenswürdige Quellen: Installiere Apps nur aus dem offiziellen App-Markt deiner Plattform.
Prüfe die Berechtigungen: Schau genau hin, auf welche Daten eine App zugreifen möchte.
Weniger ist mehr: Deinstalliere Apps, die du nicht mehr benötigst, um potenzielle Sicherheitslücken zu schließen.
03. So unterstützt dich Wix bei der E-Commerce Sicherheit
Gerade für Inhaber:innen kleinerer Shops kann das Thema Sicherheit überwältigend wirken. Der große Vorteil einer Plattform wie Wix ist, dass dir ein Großteil dieser Verantwortung abgenommen wird. Wix investiert massiv in eine erstklassige Sicherheitsinfrastruktur, damit du dich auf dein Geschäft konzentrieren kannst.
Rund-um-die-Uhr-Überwachung: Ein engagiertes Team von Sicherheitsexpert:innen überwacht die Systeme 24/7, um Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.
Höchste Sicherheitsstandards: Wix ist nach PCI DSS Level 1 zertifiziert. Das ist der höchste Sicherheitsstandard für die Zahlungskartenindustrie und bedeutet, dass deine Zahlungsabwicklung maximal geschützt ist.
Automatische Sicherheitsmaßnahmen: SSL/HTTPS, automatische Backups und regelmäßige Sicherheitsupdates sind bei Wix Standard und werden im Hintergrund für dich erledigt.
Sicheres Hosting: Deine Website wird in einer sicheren und stabilen Cloud-Infrastruktur gehostet, die vor physischen und digitalen Bedrohungen geschützt ist. Nutze unser Webhosting kostenlos.
Mit Wix hast du eine robuste Sicherheitsarchitektur an deiner Seite, die sonst nur großen Unternehmen zur Verfügung steht.
04. Häufige Cyberbedrohungen & wie du dich schützt
Um deinen Shop zu schützen, ist es hilfreich, die häufigsten Angriffsmethoden zu kennen.
Phishing: Angreifer versuchen, dich durch gefälschte E-Mails dazu zu bringen, deine Login-Daten auf einer gefälschten Seite einzugeben. Sei misstrauisch bei E-Mails, die dich zur sofortigen Eingabe von Passwörtern auffordern.
DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service): Hierbei wird dein Server mit einer Flut von Anfragen überlastet, sodass dein Shop nicht mehr erreichbar ist. Eine gute Hosting-Infrastruktur, wie die von Wix, kann solche Angriffe erkennen und abwehren.
Malware: Schadsoftware kann sich über unsichere Plugins oder infizierte Dateien auf deiner Website einnisten. Installiere daher nur Software aus vertrauenswürdigen Quellen.
Credential Stuffing: Hacker probieren gestohlene Login-Daten von anderen Plattformen auf deiner Seite aus, in der Hoffnung, dass du dasselbe Passwort wiederverwendet hast. Nutze daher für jeden Dienst ein einzigartiges, starkes Passwort.
Die beste Strategie ist immer die Prävention. Indem du die grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen befolgst, machst du es Angreifern so schwer wie möglich.
05. Checkliste – So machst du deinen Shop sicher

Gehe diese Punkte durch, um die Sicherheit deines Online-Shops zu überprüfen und zu stärken:
SSL/HTTPS ist aktiviert: Das Schlosssymbol wird in der Adresszeile angezeigt.
Starke Passwörter und 2FA: Dein Admin-Zugang ist mit einem starken Passwort und Zwei-Faktor-Authentifizierung geschützt.
DSGVO-Konformität: Deine Datenschutzerklärung ist aktuell und du gehst transparent mit Kundendaten um.
Sichere Zahlungsmethoden: Du nutzt einen PCI-konformen Zahlungsdienstleister.
Regelmäßige Überprüfung: Du hast automatische Updates und Backups aktiviert (oder nutzt eine Plattform, die das für dich erledigt).
Geprüfte Drittanbieter-Apps: Du installierst nur Apps aus vertrauenswürdigen Quellen.
Begrenzte Admin-Rechte: Nur die notwendigsten Personen haben vollen Zugriff auf deinen Shop.
Mehr erfahren: Was ist HTTPS?
Fazit: Sicherheit schafft Vertrauen und Umsatz
E-Commerce Sicherheit ist kein trockenes, technisches Thema. Es ist ein entscheidender Faktor für deinen Geschäftserfolg. Ein sicherer Shop schützt nicht nur dich vor finanziellen und rechtlichen Schäden, sondern zeigt deinen Kund:innen vor allem eines: dass du ihr Vertrauen verdienst. In einer digitalen Welt, in der Sicherheitsbedenken allgegenwärtig sind, wird ein sicheres Einkaufserlebnis zu einem echten Wettbewerbsvorteil.
Wix nimmt dir dabei die komplexesten Aufgaben ab und bietet dir eine Infrastruktur auf Enterprise-Niveau. So kannst du mit gutem Gewissen dein Geschäft aufbauen und wachsen lassen.
Bist du bereit, deinem Shop den Schutz zu geben, den er verdient? Überprüfe jetzt deine Sicherheitsmaßnahmen und schaffe eine sichere und vertrauenswürdige Umgebung für deine Kund:innen.
Noch keinen Onlineshop? Wenn du sofort loslegen willst, empfehlen wir dir, mit einer Online Shop Vorlage zu beginnen, um schnell ein tolles Ergebnis zu erzielen.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur E-Commerce Sicherheit
Was versteht man unter E-Commerce-Sicherheit?
E-Commerce-Sicherheit umfasst alle technischen und organisatorischen Maßnahmen, die Online-Shops vor Cyberangriffen, Datenmissbrauch und Betrug schützen. Dazu gehören unter anderem die Verschlüsselung sensibler Daten (z. B. per SSL/TLS), sichere Zahlungssysteme, Zugriffskontrollen sowie der Schutz von Kunden- und Zahlungsinformationen. Ziel ist es, Vertrauen zu schaffen und einen sicheren Kaufprozess zu gewährleisten.
Was sind die Nachteile von E-Commerce?
Trotz vieler Vorteile bringt E-Commerce auch Risiken mit sich. Dazu zählen Cyberangriffe, Datenlecks, Zahlungsbetrug und Phishing-Versuche. Zusätzlich sind Online-Shops auf stabile Technik, regelmäßige Updates und rechtliche Vorgaben wie die DSGVO angewiesen. Ohne ausreichende Sicherheitsmaßnahmen können Vertrauensverlust, Umsatzeinbußen oder rechtliche Konsequenzen entstehen.
Was sind die sechs Dimensionen der E-Commerce-Sicherheit?
Die E-Commerce-Sicherheit lässt sich in sechs zentrale Dimensionen unterteilen:
Vertraulichkeit – Schutz sensibler Daten vor unbefugtem Zugriff
Integrität – Sicherstellung, dass Daten nicht manipuliert werden
Authentifizierung – Überprüfung der Identität von Nutzer:innen und Systemen
Autorisierung – Kontrolle darüber, wer auf welche Daten zugreifen darf
Nichtabstreitbarkeit – Nachweisbarkeit von Transaktionen
Verfügbarkeit – Schutz vor Ausfällen, z. B. durch DDoS-Angriffe
Gemeinsam sorgen sie für einen stabilen und vertrauenswürdigen Online-Handel.
Ist E-Commerce zukunftssicher?
Ja, E-Commerce gilt als zukunftssicher – vorausgesetzt, Sicherheitsstandards werden kontinuierlich weiterentwickelt. Mit zunehmender Digitalisierung steigen zwar auch die Bedrohungen, gleichzeitig verbessern sich jedoch Technologien wie Verschlüsselung, KI-gestützte Betrugserkennung und sichere Zahlungsdienste. Online-Shops, die in moderne Sicherheitslösungen investieren, bleiben langfristig wettbewerbsfähig und vertrauenswürdig.

Vanessa Roth
Blog Growth Manager



