Social Media Portfolio erstellen: 6 Beispiele und wie du deins aufbaust

Ein Social-Media-Portfolio ist der schnellste Weg, um zu zeigen, was deine Arbeit tatsächlich bewirkt hat. Wer als Social-Media-Manager:in Kund:innen oder einen Job gewinnen will, braucht mehr als ein gepflegtes Feed-Gefühl: Es zählen nachvollziehbare Belege für Ergebnisse. Genau dafür kannst du dir ein Portfolio erstellen, das Projekte, Zahlen und Referenzen an einem Ort bündelt.
Hier findest du sechs echte Social-Media-Portfolios zur Inspiration und eine Anleitung, wie du dein eigenes aufbaust und damit buchbar wirst. Der Website-Baukasten von Wix macht das Erstellen einer Portfolio-Website einfach und liefert zuverlässiges Hosting für dein Online-Portfolio. Und falls du dich grundsätzlich fragst, wie erstellt man ein Portfolio, findest du im ausführlichen Leitfaden die Grundlagen.
Übersicht: Social-Media-Portfolio auf einen Blick
Wenig Zeit? Das sind die Kernpunkte.
Was es ist: Eine eigene Website, auf der du Arbeitsproben, Case Studies und Ergebnisse aus deinen Social-Media-Projekten bündelst.
Was hineingehört: Bio, Arbeitsproben, Kennzahlen, Testimonials, Leistungen und ein klarer Kontaktweg.
Wie lange es dauert: Mit einer Vorlage steht die erste Version an einem Nachmittag. Länger dauert es, die Belege für deine Ergebnisse zusammenzutragen.
Was es kostet: Der Einstieg ist kostenlos möglich. Für eine eigene Domain, mehr Speicherplatz und einen werbefreien Auftritt brauchst du ein Paket.
Was den Unterschied macht: Zahlen mit Zeitraum und Ausgangswert statt allgemeiner Aussagen über gute Reichweite.
Was ist ein Social-Media-Portfolio?
Ein Social-Media-Portfolio ist eine eigene Website, auf der du deine Arbeit für Social-Media-Kanäle gebündelt zeigst: Beiträge, Kampagnen, Strategien und die Ergebnisse, die daraus entstanden sind. Für Kund:innen und Arbeitgeber:innen beantwortet es eine einzige Frage, nämlich was passiert, wenn du einen Account übernimmst.
Der Unterschied zum Lebenslauf: Der Lebenslauf listet Stationen auf, das Portfolio zeigt Arbeit. Der Unterschied zum Media-Kit: Ein Media-Kit richtet sich an Marken, die eine Kooperation mit dir als Creator suchen, und besteht vor allem aus Reichweiten und Preisen. Und der Unterschied zum eigenen Instagram-Profil: Dein Profil zeigt nur einen Kanal, folgt fremden Regeln und gehört dir nicht.
Dain Finney, Travel Creator aus Australien, hat genau diesen Weg hinter sich. Vor seiner eigenen Website lief alles über Instagram: Arbeiten im Feed und in den Highlights, dazu Media-Kits und PDFs, die er einzeln per Nachricht an interessierte Marken schickte. Andere Baukästen hatte er ausprobiert und war jedes Mal an den Grenzen der Anpassbarkeit gescheitert.
Heute schickt er Marken und Kund:innen einen einzigen Link. Auf seiner Website, die er mit dem Website-Baukasten von Wix gebaut hat, liegen Portfolio, Media-Kit und eigene Landingpages für jeden Arbeitsbereich an einem Ort. Das manuelle Verschicken von PDFs ist damit weggefallen.
Ein Marketing Portfolio deckt das gesamte Marketing ab, von E-Mail-Kampagnen bis SEO. Ein Social-Media-Portfolio konzentriert sich dagegen auf Plattformen, Communitys und Content. In beiden Fällen gilt: Eine Website ist der PDF-Sammlung überlegen, weil du sie verlinken, jederzeit aktualisieren und über Suchmaschinen auffindbar machen kannst.
Warum du ein Social-Media-Portfolio brauchst
Ein Portfolio arbeitet für dich, während du an anderen Projekten sitzt. Nach Berechnungen des Instituts für Freie Berufe Nürnberg, veröffentlicht vom Institut für Mittelstandsforschung Bonn, waren Anfang 2025 rund 1,492 Millionen Menschen in Deutschland in Freien Berufen selbstständig. Wer in diesem Feld Aufträge gewinnen will, braucht einen Ort, an dem die eigene Arbeit nachvollziehbar dokumentiert ist. Fünf Gründe sprechen für ein Social-Media-Portfolio:
Bewerbungen und Pitches gewinnen: Statt Beispiele einzeln zusammenzusuchen, schickst du einen Link, den auch Dritte im Team öffnen können.
Ergebnisse statt Behauptungen zeigen: Die Aussage „Ich kann Communitys aufbauen“ überzeugt weniger als eine dokumentierte Entwicklung über sechs Monate.
Preise besser verhandeln: Wer belegen kann, was ein Account durch die eigene Arbeit gewonnen hat, diskutiert seltener über Stundensätze.
Gefunden werden: Eine eigene Website kann in Suchmaschinen und in KI-Antworten auftauchen, ein PDF im Postfach nicht.
Vertrauen aufbauen: Testimonials, klare Leistungen und ein seriöser Auftritt senken die Hemmschwelle für die erste Anfrage.
Eine Nutzerin von Wix, die genau diese Herausforderung kennt, ist Chiara Celini, freiberufliche Illustratorin aus Großbritannien:
„In einer Zeit, in der sich die Algorithmen der sozialen Netzwerke ständig ändern, ist es für mich wichtig, einen Ort zu haben, der vollständig mir gehört. Er gibt mir Beständigkeit, kreative Freiheit und einen Platz, an dem Menschen meine Arbeit genau so erleben, wie ich sie zeigen möchte.“
Derselbe Effekt greift bei Anfragen: Wer vorab Projekte, Vorgehen und Stil nachlesen kann, kommt informierter ins erste Gespräch und braucht weniger Erklärung.
Der Effekt verstärkt sich, wenn dein Portfolio zeigt, dass du Social Media Marketing als Ganzes denkst und nicht nur einzelne Beiträge produzierst. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer Auftragskraft und einer Ansprechperson für den Kanal.
Wir haben Tal Shenhav, Senior SEO Strategist bei Wix, gefragt, warum das den Ausschlag gibt: „Menschen beauftragen dich nicht allein deshalb, weil du dein Handwerk beherrschst. Du musst Arbeitgeber:innen überzeugen, und am besten gelingt das mit einer professionellen Portfolio-Website.“
Was ein starkes Social-Media-Portfolio ausmacht
Diese sieben Elemente trennen ein Portfolio, das Anfragen bringt, von einer reinen Bildergalerie.
Die Reihenfolge zählt dabei genauso viel wie der Inhalt. Tal Shenhav, Senior SEO Strategist bei Wix, hat beobachtet, wie schnell diese Entscheidung fällt:
„Ich habe Menschen dabei zugesehen, wie sie in weniger als zehn Sekunden entscheiden, ob sie auf einer Portfolio-Website bleiben oder sie verlassen. Stell deine stärkste Arbeit nach vorn, mach das Navigieren leicht und gib gerade so viel Kontext, dass Menschen verstehen, warum die Arbeit zählt.“
Rebecca Tomasis, Head of Organic Growth Marketing bei Wix, ordnet ein, worauf es dabei ankommt:
„Ein herausragendes Portfolio lebt vom Erzählen. Es ist nicht nur eine Sammlung von Arbeiten, sondern eine Geschichte, die Können, Kreativität und Persönlichkeit einer Person miteinander verbindet. Funktionen wie dynamische Presets, die Einrichtung per KI und schöne Vorlagen lassen Kreative ihre Geschichten zum Leben erwecken, sodass jedes Portfolio nicht nur optisch heraussticht, sondern auch eine überzeugende Geschichte über die Person dahinter erzählt.“
6 Social-Media-Portfolios, die überzeugen
Die folgenden sechs Portfolios lösen jeweils einen Baustein besonders gut. Achte weniger auf den Look als darauf, welche Information an welcher Stelle steht. Wenn du danach noch mehr Anregungen brauchst, findest du in unserer Sammlung ein passendes Portfolio Beispiel für deine Branche.
Wilhelmina Rose
Wilhelmina Rose baut ihr Portfolio um eine klare Positionierung herum. Ton, Farben und Bildsprache wiederholen sich auf jeder Seite, sodass die Marke schon vor dem ersten Projekt erkennbar ist. Auch die Ansprache bleibt gleich, ob in der Bio oder in einer Projektbeschreibung. Übernimm daraus: Lege Farbpalette, zwei Schriftarten und deine Ansprache einmal fest und ziehe sie konsequent durch. Wer deine Startseite und eine Case Study nebeneinanderlegt, soll dieselbe Handschrift erkennen.

Lauren Nicole Miller
Lauren Nicole Miller arbeitet mit ausführlichen Case Studies statt mit einer Bildergalerie. Jedes Projekt beginnt mit der Ausgangslage, beschreibt danach die Aufgabe und endet beim Ergebnis. Dadurch versteht auch jemand ohne Social-Media-Hintergrund, welchen Anteil sie hatte. Übernimm daraus: Schreibe zu jedem Projekt drei kurze Absätze mit den Zwischenüberschriften Ausgangslage, Aufgabe und Ergebnis. Diese Struktur trägt selbst dann, wenn die Zahlen einmal weniger spektakulär ausfallen.

Summer Zhou
Summer Zhou stellt die Arbeitsproben in den Vordergrund und zeigt sie in den Formaten, in denen sie erschienen sind: Feed-Beiträge, Reels, Karussells und Grafiken. Die Bandbreite wird dadurch sichtbar, ohne dass sie erklärt werden müsste. Übernimm daraus: Zeige pro Projekt drei bis fünf Beispiele in unterschiedlichen Formaten und halte Bildgrößen und Abstände einheitlich. Eine ruhige Galerie lässt die Inhalte wirken, eine unruhige lenkt von ihnen ab.

Monique Bonds
Monique Bonds stellt Ergebnisse nach vorn. Kennzahlen stehen direkt neben dem jeweiligen Projekt, nicht versteckt am Seitenende, und sind immer mit einem Zeitraum versehen. Wer nur zwei Minuten Zeit hat, erfasst trotzdem, was die Arbeit gebracht hat. Übernimm daraus: Wähle pro Projekt zwei bis drei Kennzahlen aus, die zum Ziel passen, und hebe sie optisch hervor. Alles Weitere gehört in den Fließtext darunter.

Alex George
Alex George zeigt nicht nur fertige Beiträge, sondern die Überlegungen dahinter: Zielgruppe, Kanalauswahl, Redaktionsplan und die Gründe für einen Kurswechsel. Damit rückt die Beratungsleistung in den Blick, die sonst unsichtbar bleibt. Übernimm daraus: Ergänze bei einem deiner Projekte einen kurzen Abschnitt zur Strategie und erkläre, warum du dich so entschieden hast. Genau diese Begründung unterscheidet eine Fachkraft von einer reinen Produktion.

Michelle M. Gossett
Michelle M. Gossett führt Besucher:innen ohne Umweg zur Anfrage. Die Leistungen sind einzeln aufgelistet, jede mit einer kurzen Beschreibung, und der Kontaktweg ist von jeder Seite aus erreichbar. Übernimm daraus: Liste deine Leistungen einzeln auf, statt sie in einem Absatz zu bündeln, und setze einen Kontakt-Button ins Menü und ans Seitenende. Wer nach dem dritten Projekt Interesse hat, soll nicht erst suchen müssen.

Die wichtigsten Bausteine deines Social-Media-Portfolios
Von den Beispielen zur eigenen Umsetzung: Diese sieben Bausteine gehören in dein Social-Media-Portfolio, jeweils mit einem Muster, an dem du dich orientieren kannst.
Deine Bio: Wer du bist und für wen du arbeitest
Zwei bis drei Sätze reichen: für wen du arbeitest, was du dabei tust und was Kund:innen davon haben. Ein Muster: „Ich betreue Instagram und TikTok für Fitnessstudios und baue Communitys auf, die Probetrainings buchen.“ Dazu gehören ein aktuelles Foto und eine kurze Liste der Plattformen, in denen du wirklich stark bist.
Arbeitsproben und Case Studies
Sortiere deine Arbeit nach Projekttyp: Strategie, Account-Management, Text und Copy, Werbekampagnen, Content-Produktion. Jede Case Study folgt derselben Struktur aus Ziel, Vorgehen und Ergebnis. Wer einen Instagram Business Account betreut hat, zeigt zusätzlich, welche Formate getestet wurden und welche davon geblieben sind.
Kennzahlen, die deine Ergebnisse belegen
Nenne Follower:innenzahl und Wachstum, Impressionen und Reichweite, Klicks, Conversion-Rate, Presseerwähnungen und Website-Traffic. Entscheidend sind zwei Angaben, die häufig fehlen: der Zeitraum und der Ausgangswert. Ein Beispiel für die Formulierung: von 1.200 auf 8.400 Follower:innen in neun Monaten, statt der Angabe „starkes Wachstum“.
Testimonials von Kund:innen
Frag direkt nach Projektabschluss, wenn das Ergebnis noch präsent ist. Ein gutes Testimonial nennt die Ausgangslage, deine Rolle und das Ergebnis, dazu Name, Funktion und Unternehmen. Platziere je ein Zitat direkt unter der passenden Case Study und zwei weitere auf der Startseite deines Social-Media-Portfolios.
Deine Leistungen und Pakete
Benenne konkret, was du anbietest: Content-Plan, Redaktion, Community-Management, Werbeanzeigen, Reporting. Ein Preisrahmen oder ein Ab-Preis filtert Anfragen vor, sodass du weniger Gespräche führst, die ohnehin am Budget scheitern. Wer keine Preise nennen möchte, gibt zumindest den üblichen Projektumfang an.
Ein Blog als Beleg deiner Expertise
Regelmäßige Beiträge zeigen, dass du Entwicklungen einordnen kannst. Zwei Artikel im Monat reichen, etwa zu einem Formatwechsel auf einer Plattform oder zu einem Test, den du selbst gemacht hast.
Ana Gabriela betreibt als Muralistin in Portland, Oregon ein Studio und hat diesen Prozess selbst durchlaufen:
„Als ich angefangen habe, meine Website als festen Bestandteil meines Geschäfts zu behandeln und nicht nur als zusätzliches Asset, hat sich alles verändert. Vor etwa vier Jahren habe ich mich wirklich darauf eingelassen, die Seite zu verbessern und zu optimieren, und seitdem sehe ich ein starkes Wachstum sowohl bei den Anfragen als auch bei der Qualität der Kund:innen.“
Für dein Portfolio heißt das: Der Blog ist kein Nebenschauplatz, sondern die Seite, die zwischen zwei Projekten weiterarbeitet.
Kontakt und Call-to-Action
Ein Formular mit drei Feldern, eine Terminbuchung oder eine sichtbare E-Mail-Adresse genügen. Wichtig ist, dass der Kontaktweg auf jeder Seite erreichbar bleibt, im Menü und am Seitenende. Nenne außerdem, was nach der Anfrage passiert, zum Beispiel eine Rückmeldung innerhalb von zwei Werktagen.
Social-Media-Portfolio erstellen: in 6 Schritten zur eigenen Website
Von der leeren Seite zur veröffentlichten Website führen sechs Schritte. Plane für die erste Version einen Nachmittag ein.
01. Wähle deine Plattform oder deinen Baukasten
Entscheide zuerst, worauf dein Portfolio laufen soll. Wichtig sind drei Dinge: Du kannst Layouts ohne Programmierkenntnisse anpassen, Videos und Reels ohne Umwege einbinden und später Seiten ergänzen, ohne alles neu zu bauen. Der Website-Baukasten von Wix bietet schöne Vorlagen für dein Online-Portfolio und gibt dir die Werkzeuge, um schnell eine Portfolio-Website zu erstellen. Wenn du deine Projekte als Sammlungen pflegen willst, ist Wix Portfolio der passende Ausgangspunkt.
02. Sichere dir eine passende Domain
Am besten funktioniert dein eigener Name. Ist er vergeben, kombiniere ihn mit deiner Nische oder deiner Rolle. Halte die Domain kurz und verzichte auf Zahlen, die man beim Vorlesen nicht versteht. Richte dir dazu eine professionelle E-Mail-Adresse mit derselben Domain ein: Eine Anfrage von deiner eigenen Domain wirkt verbindlicher als eine Freemail-Adresse.
03. Plane die Seiten deines Portfolios
Fünf Seiten reichen für den Start deines Social-Media-Portfolios: Startseite, Arbeitsproben, Über mich, Leistungen und Kontakt. Auf der Startseite stehen in dieser Reihenfolge deine Positionierung in einem Satz, drei ausgewählte Projekte und ein Kontakt-Button. Die Navigation bleibt auf jeder Seite sichtbar und in derselben Reihenfolge. Jede Case Study bekommt eine eigene Unterseite, damit du sie einzeln verlinken kannst, etwa in einer Bewerbung.
04. Erstelle Grafiken und Mockups für deine Projekte
Zeige Beiträge so, wie sie im Kanal ausgesehen haben: Screenshots im Originalformat, Reels als Vorschau mit Titelbild, Kampagnen als Vorher-Nachher-Grafik. Verwende einheitliche Bildgrößen und Abstände, sonst wirkt die Galerie unruhig. Kläre vorher die Bildrechte: Fotos aus Kundenprojekten, Musik in Reels und Aufnahmen von Personen brauchen eine Freigabe. Halte sie schriftlich fest, bevor ein Projekt online geht.
05. Gestalte dein Portfolio
Gib deiner Arbeit Platz. Viel Weißraum, zwei Schriftarten und eine Farbpalette reichen aus, um ruhig und professionell zu wirken. Prüfe jede Seite in der mobilen Ansicht. Achte außerdem auf die Ladezeit und komprimiere große Bilder und Videos, bevor du sie hochlädst.
Sharon Hafuta, Managing Blog Editor bei Wix, beschreibt, woran sich ein gut gestaltetes Portfolio erkennen lässt:
„Wenn ein Portfolio eine gute UX hat, dann macht es im wahrsten Sinne klick. Weiches Scrollen, Bewegung, die sich natürlich anfühlt, und ein Layout, das deine Geschichte erzählt, ohne im Weg zu stehen: Dann kommt deine Arbeit wirklich zur Geltung.“
06. Veröffentliche dein Portfolio und mach es sichtbar
Vergib für jede Seite einen sprechenden Titel und eine Meta-Beschreibung, die erklärt, was Besucher:innen dort finden. Danach verlinkst du dein Portfolio überall: in der Bio deiner Social-Media-Konten, im Lebenslauf, in der E-Mail-Signatur und in jedem Pitch. Trage dir alle drei Monate einen Termin ein, um ein Projekt zu ergänzen und veraltete Zahlen zu aktualisieren.
Gut zu wissen: SEO-Ergebnisse einer neuen Website brauchen in der Regel Wochen bis Monate, bis sie sich aufbauen, unabhängig davon, wie gut die Inhalte optimiert sind. Die Arbeit an der Einrichtung zahlt sich aus, nur eben nicht sofort. Wer in den ersten Tagen mit organischem Traffic rechnet, unterschätzt diesen Zeitraum durchgängig.
Social-Media-Portfolio kostenlos erstellen: Tools und KI im Vergleich
Kostenlos anfangen ist möglich, hat aber je nach Format Grenzen. Vier Wege stehen zur Auswahl.
Laut Precedence Research wächst der globale Markt für KI-Website-Builder von 2,69 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 3,24 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026. Für dein Portfolio gilt dabei eine einfache Aufteilung: KI beschleunigt den Anfang, ersetzt aber nicht deine Belege. Gut funktioniert sie beim ersten Entwurf deiner Bio, bei der Gliederung einer Case Study, bei Vorschlägen für Projekttitel und beim ersten Layout. Die KI von Wix erzeugt dir aus wenigen Angaben ein Grundgerüst für dein Social-Media-Portfolio, das du danach selbst anpasst.
Tal Shenhav, Senior SEO Strategist bei Wix, beschreibt, wo KI beim Portfolio-Aufbau wirklich hilft:
„KI ist besonders hilfreich, wenn du auf eine leere Seite starrst und dich fragst, wie du alles ordnen sollst. Sie hilft dir, aus zusammengewürfelten Projekten echte Case Studies zu machen: klar, fokussiert, leicht nachvollziehbar. Und danach kommst du und machst sie zu deinen.“
Nachschärfen musst du überall dort, wo es konkret wird. Zahlen, Zeiträume, Rollen und Kundennamen gehören von dir geprüft, denn kein KI-Tool kennt sie. Auch die Tonlage solltest du überarbeiten, weil ein Entwurf schnell nach allen anderen klingt. Lies jeden Absatz einmal laut und streiche, was du in einem Gespräch nie sagen würdest.
Worauf du bei der Wahl deines Portfolio-Baukastens achten solltest
Die Wahl entscheidet darüber, wie viel Zeit du später mit Technik verbringst. Sechs Kriterien lohnen einen genaueren Blick, ausführlicher findest du sie im Vergleich der Anbieter für einen Portfolio Baukasten.
Funktionen und Bedienbarkeit
Prüfe, ob du Abschnitte per Drag & Drop verschieben, Seiten duplizieren und Projekte als Sammlung pflegen kannst. Wichtig ist auch, wie schnell eine Änderung online geht. Wenn ein neues Projekt jedes Mal mehr als zwanzig Minuten kostet, pflegst du es auf Dauer nicht.
Preise und was wirklich im Gratis-Tarif steckt
Vergleiche nicht nur den Monatspreis. Sieh nach, ob im Gratis-Tarif Werbung eingeblendet wird, wie die Webadresse aussieht, wie viel Speicherplatz enthalten ist und ob du später ohne Umzug upgraden kannst. Diese vier Punkte entscheiden darüber, ob der kostenlose Einstieg trägt.
Vorlagen für Portfolios
Eine gute Vorlage bringt Projektgalerie, Case-Study-Seite, Über-mich-Seite und Kontaktformular mit. Achte darauf, dass du Abschnitte entfernen kannst, ohne dass das Layout auseinanderfällt. Vorlagen für Fotografie, Design und Marketing unterscheiden sich deutlich, wähle die, die deiner Arbeitsweise entspricht.
Gut zu wissen: Die Vorlagenbibliothek von Wix ist groß, behandle aber jede Vorlage als Ausgangspunkt und nicht als fertiges Design. Wer sich Zeit nimmt, Schriften, Farben und Abschnitts-Layouts an die eigene Marke anzupassen, bekommt am Ende durchgängig ein besser funktionierendes Portfolio als jemand, der mit minimalen Änderungen online geht.
Medien: Video, Reels und Galerien einbinden
Reels, kurze Videos und Karussells gehören in ein Social-Media-Portfolio. Prüfe, ob du sie direkt hochladen oder nur einbetten kannst, wie sich Titelbilder festlegen lassen und ob Galerien im Hochformat funktionieren. Ohne Videoformate zeigst du nur die Hälfte deiner Arbeit.
Mobile Darstellung
Prüfe, ob du die mobile Ansicht getrennt anpassen kannst, ob Schriftgrößen lesbar bleiben und ob der Kontakt-Button ohne Zoom erreichbar ist. Sharon Hafuta, Managing Blog Editor bei Wix, ordnet ein, warum das mehr als eine Design-Frage ist:
„Wenn deine Seite nicht responsiv ist, ist sie nicht suchmaschinenfreundlich. Achte auf einen Website-Baukasten, der mobile Performance priorisiert, denn gute SEO beginnt mit einem zugänglichen Erlebnis auf jedem Gerät.“ Sieh dir außerdem an, wie sich eine lange Case Study mobil liest.
Technik im Hintergrund: Hosting, Ladezeit, SEO
Hosting, Ladezeit und SEO-Grundlagen kommen im besten Fall mit. Dazu zählen SSL-Verschlüsselung, komprimierte Bilder, eine automatisch erzeugte Sitemap und die Möglichkeit, Seitentitel, Meta-Beschreibungen und Alt-Texte selbst zu setzen. Der Website-Baukasten von Wix liefert zuverlässiges Hosting für dein Online-Portfolio und vereinfacht die Einrichtung deiner Portfolio-Website.
Fazit: Dein Portfolio ist dein bester Pitch
Die sechs Beispiele zeigen dasselbe Muster: Ergebnisse schlagen Behauptungen, und eine eigene Website schlägt die PDF-Sammlung im Anhang. Such dir den Baustein aus, der dir aktuell am meisten fehlt, dokumentiere ein Projekt vollständig und stell die erste Version online. Alles Weitere ergänzt du, während die ersten Anfragen hereinkommen.
Häufig gestellte Fragen zum Social-Media-Portfolio
Wie erstelle ich ein Portfolio mit KI?
Beschreibe der KI deine Nische, deine Leistungen und deinen Ton. Sie erzeugt daraus ein Grundgerüst mit Seitenstruktur, Layout und ersten Texten. Danach ersetzt du alle Platzhalter durch echte Projekte, geprüfte Zahlen und eigene Formulierungen. Die KI von Wix übernimmt den Aufbau, die Belege kommen von dir.
Wie kann ich kostenlos ein Online-Portfolio erstellen?
Wähle einen Website-Baukasten mit Gratis-Einstieg, nimm eine Portfolio-Vorlage und veröffentliche sie mit einer kostenlosen Webadresse. Drei gut dokumentierte Projekte reichen für den Start. Eine eigene Domain, mehr Speicherplatz und ein werbefreier Auftritt kommen später über ein Paket dazu.
Was kommt alles in ein Social-Media-Portfolio?
Eine Bio mit klarer Positionierung, Arbeitsproben, zwei bis drei Case Studies mit Ziel, Vorgehen und Ergebnis, Kennzahlen mit Zeitraum, Testimonials von Kund:innen, eine Übersicht deiner Leistungen und ein klarer Kontaktweg. Optional dazu ein Blog, der dein Fachwissen belegt.
Wie baue ich ein Portfolio auf, wenn ich noch keine Kund:innen hatte?
Arbeite mit eigenen Projekten. Betreue den Account eines Vereins oder eines kleinen Betriebs, baue einen eigenen Kanal in deiner Nische auf oder entwirf eine Konzeptkampagne für eine Marke, die du magst. Dokumentiere Ziel, Vorgehen und Ergebnis genauso sorgfältig wie bei bezahlter Arbeit.
Wie viele Projekte sollte mein Portfolio zeigen?
Drei bis sechs ausführlich dokumentierte Projekte wirken stärker als zwölf knappe Einträge. Wähle die aus, die zu den Anfragen passen, die du bekommen möchtest. Ein Projekt, das du so nie wieder machen willst, gehört nicht ins Portfolio.
Was mache ich, wenn ich eine Geheimhaltungsvereinbarung unterschrieben habe?
Frag zuerst nach einer Freigabe, oft ist eine gekürzte Fassung möglich. Andernfalls anonymisierst du: Nenne die Branche statt der Marke, zeige relative Werte statt absoluter Zahlen und beschreibe dein Vorgehen ohne Screenshots. Eine schriftliche Zustimmung solltest du dir in jedem Fall geben lassen.



