Dein Grafikdesign Portfolio aufbauen: Kreative Projekte professionell präsentieren
- Vanessa Roth

- vor 5 Stunden
- 7 Min. Lesezeit

Du bist Designer:in und willst deine Arbeiten professionell präsentieren aber fragst dich, wie du ein Portfolio erstellen kannst, das wirklich überzeugt?
Vielleicht hast du schon unzählige Stunden in Logos, Webseiten oder Layouts gesteckt, aber sie liegen verstreut auf deiner Festplatte. Ein starkes Portfolio ist mehr als nur eine Mappe mit Bildern; es ist dein wichtigstes Werkzeug für die Kundenakquise und der Beweis für dein Können.
Egal, ob du gerade dein Studium beendet hast, als Freelancer durchstarten möchtest oder dich bei einer Agentur bewirbst: Dein Grafikdesign Portfolio ist dein Schaufenster. Es erzählt deine Geschichte, zeigt deinen Prozess und hilft dir dabei, genau die Jobs an Land zu ziehen, die du wirklich willst.
In diesem Guide zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du ein Grafikdesign Portfolio erstellen kannst, das im Gedächtnis bleibt. Wir schauen uns an, was unbedingt hineingehört, wie du deine Arbeiten strukturierst und welche Fehler du vermeiden solltest.
Das Wichtigste auf einen Blick (TL;DR)
Zentrale Anlaufstelle: Dein Portfolio bündelt deine besten Arbeiten und dient als visueller Beweis deiner Fähigkeiten.
Mix aus Online & Print: Eine eigene Website ist heute Pflicht für die Reichweite, ein Print-Portfolio kann bei persönlichen Meetings der "Wow-Faktor" sein.
Struktur ist King: Eine klare Navigation und hochwertige Bilder sind entscheidend, damit sich Kunden zurechtfinden.
Einfach umsetzbar: Mit Wix kannst du ohne technische Vorkenntnisse ein professionelles Portfolio erstellen, das auf jedem Gerät gut aussieht.
Was ist ein Grafikdesign Portfolio?
Ein Grafikdesign Portfolio ist im Grunde eine kuratierte Sammlung deiner besten kreativen Arbeiten. Es fungiert als visueller Lebenslauf. Während ein klassischer Lebenslauf deine Ausbildung und Stationen auflistet, zeigt das Portfolio ganz praktisch, was du kannst. Es demonstriert deinen Stil, deine technische Expertise und – ganz wichtig – wie du Probleme visuell löst.
Der Zweck deines Portfolios variiert je nach Zielgruppe:
Für Kunden: Es soll Vertrauen schaffen und zeigen, dass du ihre spezifischen Anforderungen umsetzen kannst.
Für Agenturen: Art Directors wollen sehen, ob dein Stil ins Team passt und wie vielseitig du bist.
Für Bewerbungen: Es dient als Türöffner, um überhaupt zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.
Früher schleppten Designer riesige Mappen aus schwarzem Leder zu Terminen. Heute ist die Portfolio Website der Standard. Es ist immer verfügbar, leicht zu teilen und kann Videos oder Animationen enthalten. Das heißt aber nicht, dass Print tot ist – dazu später mehr.
Warum ein starkes Portfolio entscheidend ist
Vielleicht fragst du dich: "Reicht nicht mein Instagram-Profil?" Klare Antwort: Nein. Social Media ist eine tolle Ergänzung, aber kein Ersatz für ein professionelles Portfolio. Hier sind die Gründe, warum du eine eigene Portfolio-Website brauchst:
1. Vertrauensaufbau bei Kunden
Kunden kaufen nicht nur ein Logo oder eine Website; sie kaufen Sicherheit. Wenn sie sehen, dass du bereits ähnliche Projekte erfolgreich gemeistert hast, sinkt ihre Hemmschwelle, dich zu beauftragen. Ein gepflegtes Portfolio signalisiert Professionalität und Zuverlässigkeit.
2. Zeigt Stilvielfalt & technische Fähigkeiten
Ein Portfolio für Designer ist der beste Ort, um die Bandbreite deines Könnens zu demonstrieren. Beherrschst du Typografie? Kennst du dich mit Farbtheorie aus? Kannst du sowohl minimalistisch als auch verspielt gestalten? Dein Portfolio gibt die Antworten, ohne dass du ein Wort sagen musst.
3. Branding für Designer
Dein Portfolio ist dein eigenes Marken-Statement. Die Art und Weise, wie du dich präsentierst – von der Schriftart deiner Headlines bis zum "Über Mich"-Text – definiert deine Marke. Es hilft dir, dich von der Masse abzuheben und genau die Kunden anzuziehen, die zu dir passen.
4. Erleichtert Bewerbungen
Egal ob Festanstellung oder Freelance-Projekt: Die erste Frage ist immer "Kann ich Arbeitsproben sehen?". Mit einem Link zu deinem aktuellen Portfolio hast du diese Frage in Sekunden beantwortet.
Grafikdesign Portfolio erstellen – Schritt für Schritt
Der Gedanke, ein ganzes Portfolio aufzubauen, kann erst einmal einschüchternd wirken. Aber keine Sorge, wenn du es in überschaubare Schritte unterteilst, ist es absolut machbar.
Schritt 1 – Auswahl der besten Arbeiten
Hier gilt eine goldene Regel: Qualität vor Quantität. Es ist verlockend, alles zu zeigen, was du jemals gestaltet hast, um "erfahren" zu wirken. Aber ein Portfolio mit 50 mittelmäßigen Arbeiten ist schwächer als eines mit 8 brillanten Projekten.
Sei wählerisch: Nimm nur Projekte auf, auf die du stolz bist.
Zeige, was du machen willst: Wenn du Logos hasst, nimm keine Logos in dein Portfolio auf – sonst wirst du nur für weitere Logo-Jobs gebucht.
Sorge für Vielfalt: Ein guter Mix aus Logos, Webdesign, Illustrationen oder Branding-Konzepten zeigt deine Flexibilität.
Schritt 2 – Layout & Struktur planen
Bevor du anfängst, Bilder hochzuladen, überlege dir eine logische Struktur. Deine Besucher sollen sich intuitiv zurechtfinden.
Thematisch oder chronologisch? Sortiere deine Arbeiten entweder nach Kategorien (z.B. Print, Web, Corporate Identity) oder nach Aktualität.
Benutzerführung: Achte bei einem Online-Portfolio auf eine klare Menüführung. Der Besucher sollte mit maximal zwei Klicks bei deinen Arbeitsproben sein.
Mobiloptimierung: Viele Kunden schauen sich dein Portfolio auf dem Smartphone an. Stelle sicher, dass deine Seite auch auf kleinen Bildschirmen top aussieht.
Schritt 3 – Projektinfos ergänzen
Bilder sind wichtig, aber Kontext ist entscheidend. Ein schönes Design ohne Erklärung ist nur Dekoration. Art Directors und Kunden wollen verstehen, warum du bestimmte Entscheidungen getroffen hast. Ergänze zu jedem Projekt:
Die Aufgabe: Was war das Ziel des Kunden?
Deine Rolle: Hast du alles allein gemacht oder im Team gearbeitet?
Die Tools: Welche Programme hast du genutzt (Photoshop, Illustrator, Figma)?
Der Prozess: Gab es Herausforderungen? Wie hast du sie gelöst?
Das Ergebnis: Wenn möglich, verlinke zum fertigen Projekt oder zeige eine kurze Case Study mit Zahlen (z.B. "Umsatzsteigerung durch neues Webdesign").
Schritt 4 – Portfolio erstellen
Jetzt geht es an die Umsetzung. Du musst kein Programmierer sein, um eine beeindruckende Website zu bauen. Wix bietet dir alles, was du brauchst.
Wähle ein Template: Such dir eine Vorlage, die Designern viel Raum für Bilder lässt.
Galerie nutzen: Lade deine Arbeiten in hoher Auflösung hoch. Wix optimiert sie automatisch für schnelle Ladezeiten.
Einfache Anpassung: Füge deine Texte ein, ändere Farben passend zu deinem Branding und verbinde deine Social-Media-Kanäle.
Aktualisierbarkeit: Der große Vorteil einer Website bei Wix ist, dass du neue Projekte in wenigen Minuten hinzufügen kannst. So bleibt dein Portfolio immer frisch.
Tipps für ein überzeugendes Portfolio
Ein gutes Portfolio gestalten bedeutet auch, auf die Details zu achten. Hier sind ein paar Profi-Tipps, die den Unterschied machen.
Konsistente Bildsprache & Branding
Dein Portfolio ist dein erstes Arbeitsprojekt. Achte darauf, dass dein eigenes Logo, deine Farben und deine Schriften harmonieren. Wenn dein Portfolio chaotisch aussieht, geht der Kunde davon aus, dass du auch so arbeitest.
Zeige den Prozess (Work in Progress)
Das Endergebnis ist oft "zu perfekt". Zeige ruhig mal Skizzen, Moodboards oder verworfene Entwürfe. Das beweist, dass du nicht nur hübsch gestalten, sondern auch konzeptionell denken kannst. Das ist besonders bei Designer Portfolio Tipps für Agenturbewerbungen wichtig.
Mockups verwenden
Ein Logo wirkt auf einem weißen Hintergrund oft flach. Platziere es auf einer Visitenkarte, einem T-Shirt oder einer Schaufensterfront. Solche "Mockups" helfen dem Kunden, sich das Design in der realen Welt vorzustellen. Es gibt viele Ressourcen online, um deine Designs in realistische Umgebungen einzubetten.
Aktualität
Nichts wirkt unprofessioneller als ein Portfolio, dessen letztes Projekt von 2018 ist. Setz dir einen Termin im Kalender (z.B. alle 3 Monate), um deine Seite zu pflegen und neue Arbeiten hochzuladen.
Online vs Print Portfolio
Brauchst du heute noch eine gedruckte Mappe? Schauen wir uns die Vor- und Nachteile an.
Online Portfolio:
Vorteile: Weltweit erreichbar, leicht zu teilen (Link per Mail), multimedial (Video/Animation möglich), gut für SEO (du wirst bei Google gefunden).
Nachteile: Du hast keine Kontrolle über den Bildschirm des Betrachters (Farbdarstellung).
Print Portfolio:
Vorteile: Haptisches Erlebnis (Papierqualität, Veredelung), volle Kontrolle über Farben, beeindruckend bei persönlichen Meetings.
Nachteile: Teuer in der Herstellung, schwer zu aktualisieren, muss physisch transportiert werden.
Unsere Empfehlung: Setze den Fokus ganz klar auf dein Online Portfolio. Es ist deine Basis. Für wichtige Vorstellungsgespräche oder Pitches bei großen Kunden kannst du zusätzlich eine kleine, exklusive Auswahl deiner besten Arbeiten drucken lassen. Das bleibt definitiv im Gedächtnis.
Inspiration & Beispiele
Es hilft immer, sich anzusehen, wie andere Designer ihre Portfolios aufbauen. Hier sind drei Stile zur Inspiration:
Der Minimalist: Viel Weißraum, sehr wenig Text. Die Bilder stehen absolut im Mittelpunkt. Perfekt für Fotografen oder Editorial-Designer.

Der Storyteller: Hier liegt der Fokus auf Case Studies. Jedes Projekt wird ausführlich erklärt. Ideal für UX/UI-Designer, wo der Lösungsweg wichtig ist.
Der Kreative: Ein Portfolio, das selbst ein Kunstwerk ist. Interaktive Elemente, ungewöhnliche Navigationen. Super für Web-Entwickler oder Motion Designer, die zeigen wollen, was technisch machbar ist.

Egal welchen Stil du wählst: Er muss zu dir passen. Ein Student sollte vielleicht mehr Experimentierfreude zeigen, während ein Agenturdesigner eher auf Corporate-Tauglichkeit achtet.
Häufige Fehler vermeiden
Damit dein Portfolio nicht aussortiert wird, vermeide diese klassischen Stolpersteine:
Unübersichtliche Struktur: Wenn der Besucher suchen muss, um deine Arbeiten zu finden, ist er weg.
Zu viele irrelevante Arbeiten: Niemanden interessiert das Plakat für das Sommerfest deiner Schule von vor 10 Jahren (außer es ist genial).
Schlechte Bildqualität: Verpixelte Bilder oder schlechte Beleuchtung bei Fotos von Printprodukten sind ein No-Go.
Fehlende Kontaktinfos: Du hast den Kunden überzeugt – aber er findet keine E-Mail-Adresse. Mach es ihm so leicht wie möglich, dich zu buchen.
Rechtschreibfehler: Als Designer ist Detailgenauigkeit dein Job. Tippfehler in den Projektbeschreibungen wirken nachlässig.
Portfolio bei Wix präsentieren
Du willst jetzt loslegen? Wix macht es dir leicht.
Registrieren: Erstelle einen kostenlosen Account.
Kategorie wählen: Suche nach "Portfolio" oder "Design" Templates.
Drag & Drop: Ziehe deine Bilder einfach an die richtige Stelle. Du kannst Galerien anlegen, die sich automatisch an Handy-Bildschirme anpassen.
SEO-Tools: Nutze die eingebauten Funktionen, um bei Google unter Begriffen wie "Grafikdesigner [Deine Stadt]" gefunden zu werden.
Veröffentlichen: Klick auf den Button und dein Portfolio ist live.
Fazit
Ein starkes Grafikdesign Portfolio ist der Schlüssel zu neuen Kunden, besseren Jobs und einer klaren eigenen Marke. Es muss nicht perfekt sein, aber es muss dich zeigen. Verstecke deine Kreativität nicht auf deiner Festplatte.
Fang am besten heute noch an: Sortiere deine Projekte, wähle die besten aus und bring sie online. Mit den richtigen Tools ist das technischer einfacher als je zuvor.
Erstelle jetzt dein Grafikdesign Portfolio bei Wix und präsentiere deine Kreativität professionell – online wie offline!
Mit Wix kannst du nicht nur ein Grafikdesign Portfolio erstellen, sondern auch:
FAQ – Häufige Fragen zum Grafikdesign Portfolio
Was ist ein Portfolio im Grafikdesign?
Ein Grafikdesign-Portfolio ist eine kuratierte Sammlung deiner besten Designarbeiten, die deine Fähigkeiten, deinen Stil und deinen kreativen Prozess zeigt. Es dient als visuelle Referenz für Kunden, Agenturen oder Arbeitgeber und ersetzt praktisch den klassischen Arbeitsnachweis.
Was ist ein Design-Portfolio?
Ein Design-Portfolio ist die professionelle Präsentation kreativer Projekte aus Bereichen wie Grafikdesign, UX/UI, Illustration oder Branding. Es kann online als Website oder offline als gedruckte Mappe existieren und zeigt ausgewählte Arbeiten inklusive Projektbeschreibung und Kontext.
Was sind die 7 Regeln des Grafikdesigns?
Zu den grundlegenden Prinzipien zählen Kontrast, Ausrichtung, Hierarchie, Wiederholung, Nähe, Balance und Weißraum. Diese Regeln helfen dabei, Designs klar, lesbar und visuell ansprechend zu gestalten und bilden die Basis professioneller Gestaltung.
Wie erstellt man ein Portfolio für Grafikdesigner?
Zuerst wählst du deine besten Projekte aus, strukturierst sie übersichtlich nach Kategorien und ergänzt kurze Projektbeschreibungen mit Ziel, Prozess und Ergebnis. Anschließend präsentierst du die Arbeiten auf einer Portfolio-Website, optimierst sie für mobile Geräte und aktualisierst sie regelmäßig mit neuen Projekten.

Vanessa Roth
Blog Growth Managerin




