Produkte fotografieren - 10 Tipps für schöne Produktfotos

Dieser Artikel wurde im November 2026 aktualisiert.
Der erfolgreiche Verkauf deiner Produkte ist das Ziel aller, die einen Online Shop erstellen wollen oder bereits betreiben. Hierfür sind Produktfotos essenziell, denn sie helfen dir dabei, deine potenziellen Kund:innen von deinem Produktangebot zu überzeugen.
Anders als im Ladengeschäft, können Menschen Produkte in deinem Online-Shop natürlich nicht anfassen. Sie verlassen sich auf die Produktfotos, um sich ein Bild von deinem Angebot zu machen und eine Kaufentscheidung zu treffen.
Mit schönen und aussagekräftigen Fotos kannst du die wichtigsten Merkmale und Eigenschaften deiner Produkte zeigen, dein Angebot von anderen abheben und deine Kund:innen zum Kaufen anregen.
Daher solltest du deine Produkte so fotografieren, dass sie möglichst gut in Szene gesetzt sind und Betrachter:innen ein Gefühl dafür bekommen, wie sie sich anfühlen und was die Produkte können.
Für E-Commerce-Unternehmen ist das Erstellen von Produktfotos daher ein elementarer Bestandteil für den Aufbau eines Online-Shops. Du brauchst nicht unbedingt ein professionelles Fotostudio, um Produkte fotografieren zu können, sondern kannst diese leicht von zu Hause aus erstellen.
Wenn du deinen Online-Shop mit Wix erstellst, legst du deine Produkte mit Preisen, Varianten und KI-generierten Produktbeschreibungen an. Bestellungen prüfen und Produkte aktualisieren kannst du anschließend auch direkt in der Wix App auf deinem Smartphone.
In diesem Artikel verraten wir dir, wie du für deinen Online-Shop ansprechende Produktfotos selber machen kannst, die deine Kund:innen von deinen Produkten überzeugen.
Auf unserem Blog erfährst du außerdem, wie du E-Commerce aufbauen und einen erfolgreichen Online-Shop starten kannst.
Mehr erfahren: Fotografie Website erstellen
Warum sind gute Produktfotos wichtig?
Zusammen mit deinen Produktbeschreibungen dienen die Produktfotos der Präsentation deines Angebotes. Da die meisten Menschen Informationen eher visuell mithilfe von Bildern verarbeiten als über Texte, sind aussagekräftige Produktbilder essenziell, um erfolgreich online verkaufen zu können.
„Meine Website ist für mich wie ein digitales Schaufenster und verschafft mir als freischaffende Künstlerin unglaublich viel Unabhängigkeit und Sichtbarkeit.“ – Melanie Schell, abstrakte Künstlerin und Nutzerin von Wix
Hier sind die wichtigsten Vorteile guter Produktbilder:
Sie kommunizieren die Eigenschaften deiner Produkte visuell und stellen wichtige Produktdetails dar
Gute Produktbilder vermitteln deinen Kund:innen ein Gefühl für das Produkt und Produkterlebnis
Sie hinterlassen nicht nur einen Eindruck zum Produkt, sondern zum gesamten Unternehmen und der Marke
Gute Bilder wirken hochwertig und schaffen Vertrauen, während sich schlechte Produktbilder negativ auf dein Image auswirken können
Sie laden zum längeren Verweilen auf deiner Website ein
Ansprechende Produktbilder können die Conversion Rate deines Online-Shops steigern
Sie können Rückgaben minimieren, indem sie die richtigen Produkterwartungen wecken
Gute Produktbilder sind eine bewerte Methode zur Online Shop Optimierung
Warum solltest du Produktfotos selber machen?
Viele Online-Shop-Betreiber:innen nutzen die Herstellerfotos für ihren Online-Shop, anstatt selbst ihre Produkte zu fotografieren. Das hat oft den Nachteil, dass die Herstellerfotos nicht immer ansprechend sind oder in einem Stil fotografiert wurden, der nicht zum Design deiner Marke und deiner Website passt. Außerdem benötigst du für die Verwendung von Herstellerfotos deren schriftliche Zustimmung und die Rechte an den Bildern.
Indem du deine Produktfotos selbst schießt, behältst du die kreative Freiheit und Rechte über deine Bilder; kannst bestimmen, welche Details und Eigenschaften deiner Produkte du hervorheben willst und bietest deinen Kund:innen die Informationen, die ihnen wichtig sind.
Welche Ausrüstung brauchst du zum Produkte fotografieren?
Für gute Produktfotos brauchst du kein teures Fotostudio. Ein kleines Homestudio in einer Zimmerecke reicht für den Anfang völlig aus. Diese Ausrüstung solltest du bereitlegen:
Kamera oder Smartphone: Aktuelle Smartphones liefern für die meisten Online-Shops bereits gute Ergebnisse. Eine Systemkamera lohnt sich, wenn du viele Produkte oder sehr kleine Details fotografierst.
Stativ: Es hält die Kamera ruhig und sorgt dafür, dass alle Fotos einer Serie denselben Bildausschnitt haben.
Hintergrund: Ein weißer Fotokarton, der in einer sanften Rundung von der Wand auf den Tisch läuft (Hohlkehle), verhindert eine sichtbare Kante hinter dem Produkt.
Licht: Ein großes Fenster mit Tageslicht oder zwei Dauerlichtleuchten mit Softbox. Mit Dauerlicht sehen deine Fotos zu jeder Tageszeit gleich aus.
Reflektor: Eine weiße Styroporplatte oder ein Stück Karton hellt die Schattenseite deines Produkts auf.
Tisch und Klebeband: Ein stabiler, nicht zu großer Tisch und etwas Klebeband, um den Hintergrund faltenfrei zu befestigen.
Bevor du loslegst, reinige dein Produkt gründlich und entferne Staub, Fingerabdrücke und Etikettenreste. Was du vor dem Shooting wegwischst, musst du später nicht in der Bildbearbeitung retuschieren.
Produkte fotografieren – So gehts:
1. Was sollte auf dem Produktfoto zu sehen sein
Kenne die Kategorien und Stile der Produktfotografie. Je besser potenzielle Kund:innen ein Produkt sehen und sich vorstellen können, wie es in ihrem Alltag aussehen würde, desto eher sind sie geneigt es zu kaufen. Damit dir das gelingt, solltest du wissen, wie du deine Produkte richtig in Szene setzt. Führe eine Recherche durch, um zu lernen, wie deine Produktkategorie am häufigsten und besten dargestellt wird.
Der Packshot
Bei Packshots handelt es sich um minimalistische Produktbilder, die meistens vor einem weißen Hintergrund fotografiert oder freigestellte werden und ein Produkt mit seiner Verpackung und dem Label zeigen. Sie das Produkt oft stark vergrößert in Nahsicht dar.
Der Vorteil von Packshots ist, dass sie die Produktdetails wie Aufschriften, Drucke oder Texturen gut hervorheben.

Dass Packshots clean und inhaltsorientiert sind bedeutet nicht, dass diese Produktbilder langweilig sind. Wähle einen farbigen Hintergrund, der mit der Farbe des Produkts harmoniert oder erzeuge starke Kontraste, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.
Das Stillleben
Das Stillleben zeigt das Produkt im Alltag und wird als eine Art Szene in Komposition mit anderen Gegenständen dargestellt. Das hat den Vorteil, dass sich die Leute so besser vorstellen können, wie das Produkt bei ihnen zu Hause aussehen würde und wie sie es verwenden würden. Indem du deine Produkte im Gebrauch zeigst, gelingt es dir auch, eine bestimmte Atmosphäre und Stimmung zu erzeugen, die zu dem Produkt passt.

Achte bei der Stillleben-Fotografie darauf, dass klar erkennbar ist, welcher der abgebildeten Gegenstände das Produkt ist und welche lediglich als Dekoration dienen. Dies kannst du durch eine klare Produktbezeichnung erreichen.
Food-Fotografie
Food-Fotografie ist eine sehr spezifische Teildisziplin der Produktfotografie und eignet sich für Online-Shops, die Lebensmittel jeglicher Art verkaufen. Du kannst Lebensmittel einfach und minimalistisch darstellen oder sie im Alltag zeigen. Auch sinnliche und appetitliche Food-Fotografie können deinem Online-Shop das gewisse Extra verleihen. Laut dem bevh gehören Lebensmittel 2025 mit einem Plus von 5,5 % zu den wachstumsstärksten Kategorien im deutschen Onlinehandel.

Produkte fotografieren mit Model
Produkte mit Model zeigen dein Angebot im Alltag und in Gebrauch und haben den Vorteil, dass du Größenverhältnisse gut darstellen kannst. Größe und Passform sind besonders in der Modebranche wichtig.

Denke daran, dass die Produktseite deines Online-Shops in sich harmonisch sein sollte. Wenn du dich also für einen bestimmten Stil entscheidest, solltest du diesen auch beibehalten und nicht zu viele verschiedene Stile miteinander mischen.
Eine Möglichkeit, verschiedene Stile zu integrieren, ist, ein Stillleben für Produktkategorie-Seite deines Shops zu verwenden und dann einen Packshot mit allen Details auf den einzelnen Produktseiten darzustellen.
Wenn du die verschiedenen Kategorien und Stile der Produktfotografie in Einsatz sehen willst, kannst du dir unsere Onlineshop Vorlagen ansehen.
2. Lass dich von Produktfotos deiner Branche inspirieren
Bevor du damit loslegst, deine Produktbilder zu machen, solltest du nicht nur wissen, welche verschiedenen Stile es gibt, sondern auch, was in deiner Branche angesagt ist. Besonders, wenn du Nischenprodukte oder Trendprodukte verkaufen willst, macht es Sinn, dich darüber zu informieren, wie deine Konkurrenz ihre Produkte fotografiert, damit du weißt, was du kommunizieren und ausdrücken willst.
Zusätzlich kannst du schauen, wie führende Marken in deiner Branche ihre Produkte in Szene setzen oder du liest unseren Artikel über Wix Shop Beispiele, die mit Wix erstellt wurden.
3. Wähle den richtigen Foto-Hintergrund
Der Hintergrund spielt eine wichtige Rolle für den Effekt, den deine Produktbilder erzielen. Produktfotografie Hintergründe werden oft clean und weiß gehalten, damit nichts vom Produkt ablenkt.
Du kannst jedoch auch andere Hintergründe in Betracht ziehen:
Produktfotografie Hintergrund mit Textur: Hintergründe mit Textur verleihen deinen Fotos einen ganz besonderen Look. Zum Beispiel kann eine Holzmaserung im Hintergrund dein Produkt rustikaler oder natürlicher wirken lassen, wohingegen Marmor eher edel und clean wirkt.

Farbige Hintergründe: Auch die Farbe deines Hintergrundes kann verschiedene Effekte erzielen. Welcher Effekt das ist, hängt natürlich nicht zuletzt mit der Farbe deines Produktes zusammen. Dabei musst du nicht immer Kontraste erzeugen, also hell auf dunkel oder umgekehrt. Auch dunkele Farben vor dunklem Hintergrund können ansprechend wirken.

Oder wie wäre es mit einer roten Tasche vor einem roten Hintergrund? Es ist ratsam, verschiedene Hintergrundfarben auszuprobieren, um zu sehen, was besser zum Stil deiner Marke passt und wie dein Produkt am besten zur Geltung kommt.

4. Die optimale Ausleuchtung deiner Produktfotos
Egal, ob du deine Produkte im Studio oder im Freien fotografieren möchtest, ein Konzept, mit dem du dich vertraut machen solltest, ist die Belichtung. Beim Fotografieren geht es stets darum, die richtigen Lichtverhältnisse zu erzeugen, denn Licht ist ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, die Stimmung deiner Bilder zu beeinflussen.
Sanftes Licht: Sanftes Licht erzeugt einen zarten Lichtschein, der dein Motiv von allen Seiten beleuchtet. Dadurch werden auch harte Schatten eliminiert, was beim Fotografieren von dreidimensionalen Objekten wichtig ist.
Harte Belichtung: Harte Belichtung ist kontrastreicher. Bei hartem Licht haben Schatten härtere Kanten und eine größere Definition.
Egal, wofür du dicht entscheidest, das Wichtigste ist, dass deine Produkte weder über beleuchtet noch zu dunkel sind. Bei schlechter Beleuchtung gehen nämlich wichtige Produktdetails verloren und deine Bilder wirken unprofessionell. Hier sind einige Tipps für die gute Ausleuchtung deiner Produktbilder:
Vermeide direktes Licht: Produkte kommen besser zur Geltung, wenn das Licht gestreut ist, da es so ebenmäßiger und weniger hart ist. Fenster sind eine tolle Quelle für natürliches Tageslicht, das keinen Aufwand erfordert. Du kannst es mit einem hellen Tuch abdecken, damit das Licht weicher wird. Dasselbe gilt für Lampen und elektrisches Licht.
Vermeide direktes Blitzlicht: Wenn der Blitz direkt auf das Produkt gerichtet ist, kann es sein, dass es zu stark belichtet wird. Daher empfehlen wir dir, einen externen Blitz zu nutzen und ihn gegen die Wand oder die Decke zu richten. So entsteht indirektes Licht, was für eine bessere Belichtung sorgt.
Studiobeleuchtung: Studiobeleuchtung gibt es im Internet bereits für wenig Geld. Wenn du auf Dauer deine Produktfotos selber machen möchtest, kann es sich also durchaus lohnen, in ein professionelles Fotolicht zu investieren.
5. Finde die richtige Perspektive
Wenn du Produktfotos selber machen willst, solltest du dich mit diesen Winkeln und Perspektiven vertraut machen, die häufig für die Produktfotografie verwendet werden:
90-Grad-Winkel: Auch bekannt als Vogelperspektive (oder Top-Shot) schaut der 90-Grad-Winkel von oben auf das Produkt. Ob Packshot oder Stillleben, diese Perspektive eignet sich zum Fotografieren von Objekten, die nicht aufrecht stehen wie zum Beispiel Schuhe, Kleidung, Küchengeräte, Geschirr, Dekoartikel oder Bücher.

45-Grad-Winkel: Der 45-Grad-Winkel hat den großen Vorteil, dass er einen Gegenstand von mehr als einer Seite zeigen kann. Nämlich sowohl leicht von oben als auch von vorn oder der Seite. In diesem Winkel kannst du fast alle Produktbilder machen und erzeugst stets ein gutes Ergebnis.
0-Grad-Winkel: Der 0-Grad-Winkel, auch bekannt als Normalsicht, ist eine Perspektive, bei der die Kamera auf gleicher Höhe mit dem fotografierten Produkte ist. Dieser Winkel eignet sich für fast jede Art von Produktfotografie, besonders aber für Verpackungen und Flaschen.
Wir empfehlen dir, deine Produkte aus verschiedenen Blickwinkeln zu fotografieren. So erhalten deine Kund:innen eine bessere Vorstellung von deinem Produkt, denn wie bereits erwähnt würden sie es ja in einem Laden auch in die Hand nehmen, drehen und wenden.
Wenn du deinen Online-Shop mit Wix erstellst, kannst du jedem Produkt bis zu 50 Bilder, GIFs oder Videos hinzufügen und sie direkt im Wix Photo Studio zuschneiden und bearbeiten.
„Wenn ich neue Produkte habe, passe ich mit Wix alle Angebote an und füge Fotos, Mockups, Beschreibungen und mehr hinzu. Danach kann ich mich ganz auf meine Kunst konzentrieren, während alle eingehenden Bestellungen erledigt werden.“ – Laihha Organna, Gründerin von Loinda Flow und Nutzerin von Wix
6. Experimentiere mit den Makroeinstellungen
Die Makrofotografie gibt dir die Möglichkeit, aus kurzer Entfernung wunderschön detaillierte Nahaufnahmen zu erzielen. Wenn du kleine Produkte fotografieren willst wie zum Beispiel Schmuck, Kosmetik, Lebensmittel etc. ist dies die ideale Gelegenheit, die Makroeinstellung deiner Kamera zu testen.
Lerne, wie du Schmuck online verkaufen kannst.
Die meisten Smartphones haben auch eine Makroeinstellung, um Details hervorzuheben. Versuche, dasselbe Produkt mit verschiedenen Objektiven und Modi zu fotografieren, um das beste Ergebnis zu erzielen.
7. Finde die beste Komposition
Wenn du dich dafür entscheidest, mit einem Model zu arbeiten, ein Stillleben zu arrangiere oder gleichzeitig mehrere Produkte fotografieren willst, spielt die Komposition – also die Zusammenstellung der einzelnen Elemente auf dem Bild eine wichtige Rolle. Probiere verschiedene Kompositionen aus, um zu sehen, was dir besser gefällt.
Wenn du Produkte verkaufst, die klein sind oder nicht von allein stehen, kannst du Requisiten nutzen, um das Produkt zu stützen. Arrangiere Schmuck auf einem Ständer oder platziere einen Gegenstand hinter einem Buch, damit es aufrecht steht.
Nachdem du die beste Komposition gefunden hast, kannst du dein Bild zuschneiden, um den Fokus auf dein Produkt zu lenken und störende Elemente am Rand zu entfernen. So wirken deine Fotos klarer und professioneller.
8. Benutze ein Stativ
Beim Fotografieren von Produkten ist es wichtig, dass deine Kamera ruhig bleibt, damit deine Bilder nicht verwackeln. Genau wie Fotolichter gibt es Stative für Smartphones und Kameras bereits für wenig Geld im Internet.
Auch ein Fernauslöser ist ein tolles Gadget, um die Kamera ruhig zu halten. Alternativ kannst du deine Kamera aber auch einfach auf eine Kiste, Stuhl oder ähnliches stellen und den Countdown-Timer benutzen.

9. Kenne deine Kamera
Deine Bildkomposition, der Hintergrund und die Lichtverhältnisse können noch so ideal sein, das alles nützt leider nur wenig, wenn du dich nicht mit deiner Kamera auskennst. Wenigstens die Grundeinstellungen solltest du beherrschen, wenn du Produkte so fotografieren willst, dass sie zum Hingucker werden.
Die wichtigsten Kameraeinstellungen für Produktfotografie sind Verschlusszeit (Shutter speed), Blende und ISO.
Die Blende ist die Größe der Öffnung, durch die Licht in deine Kamera dringt. Eine weit geöffnete Blende lässt mehr Licht herein als eine geschlossene Blende.
Die Verschlusszeit regelt, wie lange das Licht in deine Kamera dringt. Je schneller sich der Verschluss einer Kamera schließt, umso weniger Licht dringt ein.
ISO steht für International Standards Organization und misst die Lichtstärke.
ISO, Blende und Verschlusszeit wirken in der Fotografie stets zusammen. Wenn du am Tag fotografierst, wo genug Licht vorhanden ist, dann kannst du deine Produkte mit einer kurzen Verschlusszeit und mittlerer Blende fotografieren und sie werden trotzdem ausreichend belichtet. Ist dein Setting eher dunkel, musst du möglicherweise die Blende weiter öffnen oder eine längere Verschlusszeit einstellen. Dies kann jedoch dazu führen, dass deine Bilder verwackeln, wenn du kein Stativ nutzt. Bei schlechten Lichtverhältnissen kannst du den ISO Sensor deiner Kamera anpassen und so trotzdem ein gut belichtetes Bild erzeugen.
Selbstverständlich kannst du auch mit Blende, Verschluss und ISO experimentieren, um coole Effekte zu erzeugen und mit der Schärfentiefe zu experimentieren. Deiner kreativen Freiheit sind keine Grenzen gesetzt.
Viele Smartphones heutzutage haben eine ausgezeichnete Kamera, die sich durchaus dazu eignet, Produktfotos selber zu machen, ohne dass du dich in die technischen Details einfuchsen musst.
Auch wenn du die Kamera perfekt einstellst, lohnt sich oft eine anschließende Bildbearbeitung. So kannst du Farben korrigieren, den Weißabgleich anpassen und kleine Unvollkommenheiten ausbessern, um das beste Ergebnis zu erzielen.
10. Wähle nur deine besten Produktfotos
Bei der heutigen Konkurrenz im Onlinehandel haben Kund:innen die Wahl. Für dich bedeutet das, dass du dich mit deinen Produktfotos von der Masse abheben musst. Laut dem bevh erreichte der deutsche E-Commerce mit Waren 2025 einen Umsatz von 83,1 Mrd. € (plus 3,2 % gegenüber dem Vorjahr).
In Geschäften nehmen Menschen die Produkte gern in die Hand, doch da das online nicht geht, müssen deine Fotos diesen Effekt erzielen. Versetze dich in deine Kund:innen und frage dich vor, während und nach dem Fotoshooting immer, welche Details deine Kund:innen interessieren könnten, welche Produkteigenschaften du hervorheben möchtest und wie du diese am besten zeigen kannst.
Wähle Produktfotos mit verschiedenen Ansichten und der besten Qualität aus, um deinen Kund:innen deine Produkte zu präsentieren. Wir empfehlen dir außerdem einen einheitlichen Stil in deiner Produktkategorie beizubehalten.
Produktfotos für deinen Online-Shop optimieren
Nach dem Shooting kommt ein Schritt, den viele unterschätzen: Du musst deine Bilder für den Shop vorbereiten.
Einheitliches Format: Nutze für alle Produktfotos dasselbe Seitenverhältnis, zum Beispiel quadratisch. So wirkt deine Produktgalerie aufgeräumt. Mit einem Tool zum Bildgröße ändern passt du deine Fotos in wenigen Sekunden an.
Freigestellte Produkte: Für Packshots auf rein weißem Hintergrund kannst du den Hintergrund entfernen, statt ihn aufwendig auszuleuchten.
Kleine Dateigröße: Große Bilddateien verlangsamen deinen Shop. Komprimiere deine Fotos vor dem Hochladen. Wähle JPG für Fotos und PNG nur, wenn du einen transparenten Hintergrund brauchst.
Dateinamen und Alt-Texte: Benenne deine Bilder nach dem Produkt (z. B. „leinentasche-beige.jpg“) und beschreibe sie im Alt-Text. Das hilft Suchmaschinen und Menschen, die einen Screenreader nutzen.
Bringe deine Produktfotos zum Einsatz
Schöne Produktfotos überzeugen und dürfen daher in keinem Online-Shop fehlen. Natürlich kannst du einen professionellen Produktfotografen engagieren, doch wie du gesehen hast, ist es nicht schwer, Produktfotos selber zu machen.
Neben der Präsentation in deinem Online-Shop kannst du Produktbilder auch dazu nutzen, um deine Marke aufzubauen und mit Social Commerce auf Social-Media-Kanälen zu verkaufen.
„Eine der größten Herausforderungen bei der Website-Erstellung ist für viele Unternehmer:innen der Zeitaufwand. Dank KI geht heute alles viel schneller und einfacher. Inhalte lassen sich im Handumdrehen aktualisieren, Bilder optimieren oder erstellen – und sogar komplette Websites eigenständig bauen. Künstliche Intelligenz verändert die Welt und hält inzwischen Einzug in nahezu alle Lebensbereiche.“ – Marine Levy Belder, Product Marketing Managerin bei Wix
Produkte fotografieren – häufig gestellte Fragen
Was ist Produktfotografie überhaupt?
Produktfotografie ist eine Art der Fotografie, deren Ziel es ist, Produkte visuell ansprechend in einem Foto darzustellen, um bestimmte Merkmale, Fähigkeiten und Einzelheiten des Produkts zu zeigen. Gute Produktfotos sollen Kund:innen zum Kaufen überzeugen.
Welches Equipment brauche ich zum Produkte fotografieren?
Um Produkte professionell fotografieren zu können, brauchst du auf erstmal eine gute Kamera, am besten eine Spiegelreflexkamera. Damit die Bilder nicht verwackeln, brauchst du ein Stativ, gutes Licht und Reflektoren, die das Licht auf das Produkt werfen. Am besten wählst du einen neutrale Hintergrundfarbe, um den Fokus auf das Produkt zu lenken.
Wie fotografiere ich Produkte?
Am besten bereitest du einen Oberfläche (einen Tisch zum Beispiel) her und richtest den Hintergrund ein. Anschließend stellst du deine Kamera und deine Reflektoren manuell ein. Achte dabei auf die richtige Belichtung und Schärfentiefe. Wähle eine geeignete Perspektive und Platzierung deines Produkts und schieße mehrere Fotos aus verschiedenen Winkeln. Anschließend kannst du deine Bilder optimal bearbeiten und sie auf deine Website stellen.
Wie kann ich von Zuhause aus Produkte fotografieren?
Um Produkte ideal von Zuhause aus fotografieren zu können, brauchst du zunächst einen geeigneten Aufnahmebereich. Das kann ein ganzer Raum, aber auch eine gut beleuchtete Ecke in deinem Wohnzimmer sein. Zudem benötigst du die richtige Ausrüstung, wie eine Kamera und ein Stativ. Nachdem du deine Produktfotos aufgenommen hast, kannst du sie bearbeiten und auf deine Website stellen.
Kann ich Produktfotos mit dem Handy machen?
Ja. Moderne Smartphones eignen sich gut für Produktfotos. Nutze Tageslicht statt Blitz und stelle das Handy auf ein Stativ. Tippe auf dein Produkt, um den Fokus zu setzen, und verzichte auf den digitalen Zoom. Geh lieber näher an dein Produkt heran.
Wann lohnt sich ein professioneller Produktfotograf?
Wenn du schwierige Produkte wie Glas, Schmuck oder spiegelnde Oberflächen fotografierst oder viele Produkte in kurzer Zeit brauchst. Die Kosten hängen vom Aufwand ab und werden meist pro Bild oder als Tagessatz berechnet. Vergleiche am besten mehrere Angebote.



