Der ultimative Leitfaden für das perfekte Portfolio




Jeder Kreative braucht ein attraktives Portfolio-Design. Folge diesen sieben Schritten und erstelle eine Website, die deinen ganz individuellen Stil widerspiegelt.


Sogar dein zehnjähriger Neffe hat eine eigene Website, auf der er seine Papierflieger-Kreationen mit der Welt teilt. Also ist es wohl an der Zeit, dass auch du damit anfängst! Nein, nicht mit dem Basteln von Papierfliegern (aber das kannst du natürlich), sondern damit, dich um eine eigene Website zu kümmern. Ein überzeugender Online-Auftritt ist heute unumgänglich – besonders für Designer und überhaupt jeden in der Kreativbranche. Ein Online-Portfolio mit makellosem Webdesign ist praktisch die zeitgenössische Kombination aus Visitenkarte, Lebenslauf und Referenzen. Es ist der erste Anlaufpunkt für alle potentiellen Kunden und Arbeitgeber, die dich eventuell engagieren möchten. Es geht also um viel, eine simple Slideshow deiner bisherigen Projekte reicht da nicht aus.



Was ist ein Portfolio?


Es ist eine Art Sammlung mit all deinen Kreationen und Projekten, und gilt als visueller Werkzeugkoffer eines jeden kreativen Kopf und Designer. Ein Portfolio zu erstellen unterscheidet sich eigentlich nicht von anderen kreativen Projekten. Es ist eine Gelegenheit, ein beeindruckendes Werk zu erschaffen, das deine Fähigkeiten präsentiert und deine Handschrift trägt – und genauso schick und professionell aussieht wie deine restlichen Meisterwerke.

Mit den richtigen Tools wirst du nicht mit technischen Beschränkungen konfrontiert und musst keine Kompromisse in der künstlerischen Ausgestaltung machen. Du kannst den Online-Auftritt ganz nach deinen Wünschen gestalten. Um dir die ersten Schritte zu erleichtern, haben wir dir einen umfassenden Leitfaden erstellt. Er behandelt alles, was es für ein überzeugendes Portfolio-Design braucht.



1. Recherchiere Layouts und lege dein eigenes fest


Beginnen solltest du damit, andere Websites zu recherchieren. Pablo Picasso soll einmal gesagt haben: „Gute Künstler kopieren; großartige Künstler stehlen.” Es ist immer hilfreich, sich von schönen Arbeiten anderer inspirieren zu lassen.

Überlege dir, welche Stimmung deine Website ausdrücken soll und welche Farben und Schriftarten dazu passen. Du solltest dir auch Gedanken über den Aufbau machen und darüber, wie Besucher mit der Website interagieren können. Wie gelangen Besucher von einer Seite zur nächsten? Sollen Sie ein Menü öffnen oder nach unten scrollen? Soll die Website ein Onepager sein (wie diese Vorlage von Jessie Bearden) oder sich aus großformatigen Bildern zusammensetzen, über die man per Klick auf Projektdetailseiten gelangt – wie in dieser Illustrator Homepage-Vorlage?

Vielleicht findest du etwas, das nah an deine Vorstellungen herankommt. Dann kannst du die Vorlage nutzen und nach Belieben anpassen. Als erfahrener Designer wirst du aber wahrscheinlich alles von Anfang bis Ende selbst gestalten wollen. Verwende eine Plattform, die dir volle künstlerische Freiheit lässt, damit du nicht durch technische Hindernisse eingeschränkt wirst.





2. Plane deine Inhalte


Jetzt gilt es, die Website mit Leben zu füllen. Trage alle Inhalte zusammen (Texte, Bilder und andere Medien), die du in dein Portfolio aufnehmen möchtest. Überlege dir, wie du diese am besten anordnest. Du kannst auf deiner Website so viele Seiten oder Bereiche einbauen, wie du für angemessen hältst. Die folgenden Inhalte solltest du aber auf jeden Fall beachten:


Homepage: Diese Seite ist so etwas wie der Eingangsbereich deines virtuellen Zuhauses. Sie sollte auch eine Beschreibung in Textform enthalten. Viele Designer gehen davon aus, dass ein schönes Hintergrundbild ausdrucksstark genug ist – aber das ist ein Irrtum. Kunden wollen wissen, wer du bist und was du machst – und zwar sobald sie auf die Website kommen. Du musst hier keinen Lebenslauf einbauen (dafür ist deine „Über mich“-Seite da), aber zumindest deinen Namen und dein Fachgebiet solltest du erwähnen. Zudem ist der Text wichtig für dein SEO-Ranking. Kein Problem, wenn du keine Ahnung hast, was das bedeutet. Wir gehen unten näher darauf ein. Denke einfach nur daran, dass der Text auf deiner Website hilft, höher bei Google zu ranken. Schau dir diese Vorlage für 3D-Designer an. Es ist ein schönes Beispiel für die Kombination aus prägnantem Text und beeindruckenden Bildern.


Projekte: Zeige potentiellen Kunden deine Kreativität, deine Fähigkeiten und Arbeitsqualität anhand ausgewählter Projektbeispiele. Der Projektbereich ist der wichtigste Teil deines Portfolios, aber geh nicht zu weit. Präsentiere nur deine schönsten und neuesten Kreationen. Nutze die Wix Pro Gallery, um deine Werke angemessen professionell zu präsentieren. Damit deine Besucher ein Gefühl für den Kontext deiner Arbeiten bekommen, solltest du bei jedem Projekt eine Kurzbeschreibung hinzufügen.





Kunden: Liste namhafte Kunden auf, für die du schon arbeiten durftest. Wenn deine Arbeiten bereits an anderer Stelle, beispielsweise in Medien, präsentiert wurden, dann erwähne das hier. Du kannst auch ein paar Zitate von zufriedenen Kunden einbauen und somit andere für dich sprechen lassen. Das ist kostenloses und authentisches Marketing, das du dir nicht entgehen lassen solltest.


Über mich-Seite: An dieser Stelle informierst du Besucher über deinen Hintergrund und solltest eine kurze Selbstbeschreibung einbauen. Erwähne wichtige Details über deine Arbeit und gehe darauf ein, was dich und dein Schaffen einzigartig macht. Als Designer hast du dabei mehr kreative Freiheit als etwa eine Unternehmensberatung, die sich an bestimmte feste Erwartungen halten sollte. Zeige Persönlichkeit mit cleveren Wortspielen oder drücke dich mithilfe eigener Zeichnungen aus. Hauptsache du hast das Gefühl, dass das Ergebnis deiner Person und deinem Charakter entspricht. Schau dir zum Beispiel an, wie Künstlerin und Nutzerin von Wix Carissa Potter ihrer Über mich-Seite einen persönlichen Touch gibt, vom liebevollen GIF bis zur Wahl des Seitentitels, der mit „Connect“ dazu einlädt, mit ihr in Verbindung zu treten.





Kontakt: Nachdem sich Besucher einen Eindruck von dir und deiner Arbeit machen konnten, sollten sie dich reibungslos kontaktieren können. Vergiss also nicht, ein Kontaktformular einzubauen, deine E-Mail-Adresse, Telefonnummern und Social-Media-Profile anzugeben, damit Leute dich für Aufträge kontaktieren können. Es ist auch eine gute Idee, deine Kontaktdaten zusätzlich im Footer der Website anzugeben.


Optionale Extras (aber sehr empfohlen):


Onlineshop: Das Internet hat vieles ermöglicht. So kannst du auch Drucke oder Produkte mit deinen Werken direkt über dein Portfolio verkaufen. Noch nie war es einfacher für Fans, deine kreativen Arbeiten in ihre Hände zu bekommen – etwa als hochwertiger Kunstdruck oder als Smartphone-Schutzhülle. Es verschafft dir auch eine zusätzliche Einkommensquelle. Schau dir den Shop-Bereich dieser Illustrator-Vorlage an, um dir einen Eindruck von den Möglichkeiten zu machen.


Blog: Mit einem Blog kannst regelmäßig neue Inhalte erstellen und veröffentlichen. Damit kannst du dir einen Namen in deiner Branche machen und dein SEO-Ranking verbessern.





3. Gestalte die User Experience (UX)


Deine Inhalte stehen bereit. Jetzt gilt es, alles zu einem großen Ganzen zusammenzufügen. Arbeite die einzelnen Seiten, die du erstellen willst, Schritt für Schritt durch und schreibe auf, welche textlichen und grafischen Elemente du jeweils für sie brauchst. Für die Projekt-Seite empfiehlt sich zum Beispiel ein Hero Image, ein Header und eine Kurzbeschreibung sowie 3-4 zusätzliche Bilder und Videos. Indem du diese Elemente auflistest, machst du es dir einfacher, Prioritäten zu setzen und dich für eine visuelle Anordnung zu entscheiden – angefangen vom Skizzieren von Wireframes bis zum letzten Schliff an der Seitennavigation.





4. Nutze Features, die wirklich professionell aussehen


Mit eindrucksvollen Design-Funktionen gibst du deinem Portfolio das gewisse Extra – von Hover-Effekten über Parallax-Scrolling bis hin zu Animationen und Lightboxes. Solche Pro-Features erwecken deine Website so richtig zum Leben und sehen sehr schick aus. Sie haben auch eine funktionale Rolle, denn sie helfen dir, die Aufmerksamkeit deiner Besucher in eine bestimmte Richtung zu lenken. Schau dir an, wie Art Director und Nutzer von Wix Daniel Aristizábal Animationen einsetzt, die beim Scrollen erscheinen. Sieht kompliziert aus? Keine Sorge, du musst kein Programmierer sein, um komplexe Elemente wie diese für dein Portfolio zu nutzen. Diese Elemente sind ebenfalls im Editor von Wix erhältlich, und können nach deinem Geschmack und Stil personalisiert werden.


Eine spannende Alternative, deiner Website mehr Dynamik zu verleihen, ist Corvid von Wix. Dieses gleichermaßen leistungsfähige und intuitive Tool ist praktisch eine Revolution für Designer. Sie müssen damit nicht mehr programmieren lernen und können dennoch sogar ihre abgefahrensten Visionen zum Leben erwecken. Mit Corvid von Wix kannst du deiner Website Code-Elemente mit zahlreichen individuellen Interaktionsmöglichkeiten hinzufügen. Das erlaubt reichhaltigere und professionellere Umsetzungen. Damit ist deine Website nicht nur interaktiver, sondern auch eine großartige Werbung für deine Leistungen. Das Tool bietet fortgeschrittene Code-Möglichkeiten und eine intuitive Benutzeroberfläche und ist schnell erlernt. Das beste daran? Corvid harmoniert perfekt mit den visuellen Komponenten des Wix Editors und ist vollständig SEO-kompatibel. Und für alle Designer, die so oder so schon täglich mit Adobe arbeiten, bietet sich Adobe Portfolio ebenso als eine gute Option an. Hiermit kannst du dir ein reines Portfolio erstellen, sollte dir das aber nicht ausreichen, lies unbedingt weiter.





5. Mache deine SEO-Hausaufgaben


Apropos SEO: Was nutzt ein Online-Auftritt, wenn ihn niemand sieht? Damit deine Kunden dich finden und deine Leistungen beauftragen, muss deine Website gut bei Google zu finden sein. Suchmachinenoptimierung (kurz SEO für Search Engine Optimization) ist eine Aufgabe, der man sich fortwährend widmen muss und die du an verschiedenen Stellen deiner Website berücksichtigen solltest. Dieser SEO-Leitfaden ist eine gute Referenz, egal, ob du gerade erst dein Online-Portfolio erstellt hast oder es verbessern willst. Darin erfährst du unter anderem, dass du deine Inhalte und deine Informationen stets aktuell halten musst. Einen Blog zu pflegen ist eine Möglichkeit dazu, es betrifft aber praktisch jeden Text auf deiner Website. Von der Beschreibung von Bildern bis hin zur Bezeichnung der URL der einzelnen Seiten. Du solltest auch herausfinden, was die richtigen Keywords sind. Das sind die Begriffe, die am häufigsten bei Google eingegeben werden, wenn Leute nach Kreativen wie dir suchen. Sobald du diese recherchiert hast, kannst du diese Begriffe strategisch auf deiner Website einsetzen.


Manche Freelancer aus der Kreativbranche haben einen festen Standort oder eine bestimmte Region, in der sie tätig sind (zum Beispiel Hochzeitsfotografen, die in einer bestimmten Stadt arbeiten). Hier kommt lokales SEO ins Spiel. Ziel ist, dass deine Website von Leuten gefunden wird, die in einer bestimmten Region suchen. Bewährte Maßnahmen, um das zu erreichen, umfassen dein Geschäft auf Google My Business anzumelden, deine Website in lokalen Branchenverzeichnissen einzutragen und deine Adresse auf deiner Website selbst anzugeben.



6. Denke an die mobile Version


Viele vergessen beim Design ihrer Website den (sehr) großen Teil an Smartphone-Nutzern. 75 % aller Nutzer greifen auf das Internet über ein Mobilgerät zu. Designer müssen also sicherstellen, dass ihre Website mobilfreundlich ist. Die Unterschiede zu regulärem Webdesign beschränken sich nicht nur auf die kleinere Fläche. Vielmehr müssen beim Design für Mobilgeräte eine ganze Reihe von Regeln beachtet werden. Du wirst deine mobile Version schlank halten und dich auf die wichtigsten Elemente fokussieren wollen. Achte bei der Auswahl von Schriftarten und ihren Farben auf die Lesbarkeit. Vermeide, dass Besucher viel tippen müssen und baue eine Suchleiste ein, um die Navigation zu vereinfachen. Als Nutzer bei Wix hast du Glück, denn die Plattform erstellt automatisch eine mobilfreundliche Version deiner Website, inklusive einer Bildergalerie, die sich dynamisch an die Bildschirmgröße anpasst.





7. Hol dir Feedback und mach deine Website bekannt


Wir alle kennen das Gefühl: Irgendwann steckt man so tief in einem Projekt, dass man Fehler oder Schwachstellen gar nicht mehr bemerkt und den Wald vor Bäumen nicht sieht. Du solltest deine neue Website deshalb von Dritten anschauen lassen, damit dir diese Feedback und neue Ideen geben können. Lass deine Inhalte und die grafische Darstellung von Freunden beurteilen. Sobald du deine Website schließlich veröffentlichst, vergiss nicht, sie auf allen deinen Social-Media-Kanälen zu teilen. So erreichst du mehr potentielle Kunden, verbesserst dein SEO-Ranking und bekommst ehrliche Rückmeldungen. Füge deiner Website auch Social-Media-Buttons hinzu, damit Besucher deine Social-Media-Profile leicht finden können.


Wenn die Website schließlich online und bekannt gemacht ist, solltest du dir darüber im Klaren sein, dass ein erfolgreiches Online-Portfolio kein Sprint, sondern ein Marathon ist. Es gibt immer etwas zu verbessern. Halte deine Website aktuell: Füge regelmäßig neue Inhalte und Projekte hinzu, verbessere die User Experience und greife neue Designtrends auf. Wenn du das und alle Schritte beherzigst, musst du nur noch deine Bleistifte spitzen und dein Grafiktablet bereit legen, denn schon bald wird sich dein Posteingang mit neuen Aufträgen füllen.



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