Einen eigenen Blog erstellen – Der ultimative Einsteigerguide für 2021


Screenshot einer Blog Website als Beispiel fürs Blog erstellen


Wenn du einen Blog erstellen möchtest, hast du sicherlich viele Fragen zum Thema Bloggen: Wo sollst du anfangen? Was brauchst du alles, um einen eigenen Blog erstellen zu können? Lohnt sich das Bloggen überhaupt? Und so weiter.


Als eine von mehreren Blogger:innen bei Wix kann ich dir verraten, dass das Bloggen deine Schreibfähigkeiten verbessern wird und deine Online-Präsenz erheblich stärken kann. Zudem ist ein eigener Blog eine tolle Möglichkeit, neue Ideen zu entwickeln, Geld zu verdienen und bietet dir die Chance dich mit deiner Leidenschaften auseinanderzusetzen und noch tiefer in dein Fachgebiet einzutauchen. Blogs sind außerdem eine großartige Plattform, um Leser:innen zu inspirieren und sie mit Informationen und Unterhaltung zu versorgen.


In diesem Artikel findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit der du eigenen Blog erstellen kannst. Außerdem findest du hier alle Informationen, die du brauchst, um erfolgreich bloggen zu können.



Einen Blog erstellen – so geht's:


1. Die richtige Blog Plattform auswählen

2. Geeignetes Webhosting finden

3. Wähle deine Blog-Nische aus

4. Wähle den Blog-Namen und die Domain aus

5. Designe und erstelle deinen Blog

6. Brainstorme deine ersten Inhalte

7. Schreibe deinen ersten Blogbeitrag

8. Plane mit einem Redaktionskalender

9. Promote deinen Blog

10. Mit dem Bloggen Geld verdienen



01. Die richtige Blog Plattform auswählen


Die Blog-Plattform ist die Technik, die hinter deiner Website steht. Daher besteht dein erster Schritt darin, dir eine Plattform auszusuchen, auf der du deinen Blog erstellen, gestalten, schreiben und dann veröffentlichen kannst. Hierfür steht dir eine große Auswahl an verschiedenen Anbietern und Homepage-Baukästen zur Verfügung, die sich für das Erstellen eines eigenen Blogs eignen.


Die Blog-Plattform von Wix ist auf die meisten Bedürfnisse abgestimmt und verfügt über eine Vielzahl attraktiver Designoptionen und Vorlagen für Blogs. Darüber hinaus hat Wix integrierte Funktionen und Statistiken zur Analyse deiner Blog-Performance und zur Monetarisierung deines Blogs, welche sich beim Aufbau deiner Leserschaft als nützlich erweisen können.



Screenshot einer Blogging-Plattform


Wie viel kostet es, einen Blog zu starten?


Gerade zu Beginn deiner Blogging-Karriere spielt die Frage des Geldes eine wichtige Rolle. Auf vielen Plattformen kannst du deinen Blog kostenlos erstellen. Die Antwort auf die Frage, ob das also Blog erstellen kostenlos sein kann lautet also eindeutig, Ja.


Abhängig von deinen wachsenden Bedürfnissen und Möglichkeiten kannst du außerdem mit Wix jederzeit den Tarif wechseln und zu einem Premiumpaket upgraden, um zum Beispiel eCommerce Funktionen hinzuzufügen.



02. Geeignetes Webhosting finden


Nachdem du dich für eine Plattform für deinen Blog entschieden hast, möchtest du natürlich, dass dein Blog im Internet auch zu finden ist. Dazu braucht dein Blog, wie alle Website-Arten es erfordern, einen sogenannten Webhost oder Hoster, der deinen Blog auf einem Server unter einer individuellen Adresse speichert, damit ihn deine Leser:innen auch im Internet finden können.


Diesen Service nennt man Hosting. Auf einigen Blogging-Plattformen ist das Hosting bereits enthalten, sodass du dir keinen separaten Webhost suchen musst. Ist dies bei deiner Plattform nicht der Fall, musst du für separates Hosting bezahlen.


Einige beliebte Webhosts sind:


  • GoDaddy

  • Strato

  • 1&1

  • Hetzner


Wenn du dir nicht sicher bist, für welchen Host du dich entscheiden sollst, kannst du die folgenden Faktoren berücksichtigen:


Uptime bzw. Betriebszeit: Das ist die Zeit, in der der Server, auf dem deine Website gehostet wird, samt seiner Webseiten online und erreichbar ist. Der Gegenbegriff zur Uptime ist die Downtime, also die Zeit, in der die Server des Webhosts außer Betrieb sind.


Kein Anbieter hat eine Betriebszeit von 100 % doch eine hohe Uptime ist ein guter Hinweis darauf, dass die Server des Hosts gut funktionieren.

  • 99,90 % Uptime entspricht einer Downtime von maximal 1 Stunde pro Monat

  • 99,95 % Uptime entspricht einer Downtime von maximal 30 Minuten pro Monat

  • 99,99 % Uptime entspricht einer Downtime von maximal 5 Minuten pro Monat


Bandbreite: Die Bandbreite beschreibt die Datenmenge, die eine Website über einen bestimmten Zeitraum an Besucher:innen übertragen kann und wird meist in Bits pro Sekunde angegeben. Welche maximale Bandbreite dein Webhost anbieten kann, hängt von der Internetverbindung und der Verbindungen zu den Rechenzentren ab.


Kundenservice: Falls mal etwas schiefgeht oder nicht einwandfrei läuft, musst du dich möglicherweise an den Kundenservice wenden. Idealerweise sollte dein Hosting-Provider ein Online-Hilfecenter bereitstellen sowie Rückrufe anbieten.



03. Wähle deine Blog-Nische aus


Abgesehen von allen technischen Einzelheiten ist die Frage nach dem Thema deines Blogs die wichtigste. Worüber möchtest du schreiben?


Eigentlich kannst du über jedes beliebige Thema bloggen, deiner Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt. Wir empfehlen dir, dir ein spezifisches Thema bzw. eine Blog-Nische auszusuchen, die im Zentrum deines Blogs steht, zum Beispiel ein Reiseblog oder ein Food-Blog.


Hier sind drei Punkte, die dir bei der Auswahl deines Blog-Themas helfen können:

  • Grenze deine Interessen ein

  • Recherchiere deine Zielgruppe

  • Prüfe die Profitabilität deiner Idee


Grenze deine Interessen ein


Bei der Wahl des richtigen Themas für deinen Blog solltest du dir zuerst darüber im Klaren sein, dass du viel Zeit mit diesem Thema verbringen wirst. Denke langfristig und suche dir eine Nische aus, die dich wirklich interessiert, über die du gern schreibst und mit der du dich täglich befassen willst. Das ist wichtig, um dich zu motivieren, regelmäßig zu bloggen und hochwertige Inhalte zu erstellen.


Wenn du dir nicht auf Anhieb sicher bist, welches Thema das Richtige für dich sein kann, ist das kein Problem. Nimm dir die Zeit für ein Brainstorming und sammle alle Ideen, die dir einfallen: Was sind deine Hobbys, wofür brennst du, mit welchen Themen kennst du dich gut aus etc.?


Schreibe dir die ersten Interessen auf, die dir in den Sinn kommen, zum Beispiel:

  • Reisen

  • Kochen

  • Wandern


Denke als Nächstes über deine spezifischen Interessen innerhalb dieser Themenbereiche nach und füge sie zu deiner Liste hinzu:

  • Backpacking in Südostasien

  • Vegane Rezepte

  • Wandern in der Schweiz


Es ist nicht schlimm, wenn deine Nische noch perfekt definiert ist, denn im nächsten Schritt geht es an die gründliche Recherche.



Recherchiere deine Zielgruppe


Damit du beim Bloggen auch erfolgreich bist, solltest du dir ein Thema aussuchen, für das sich die Leute auch interessieren. Um die Nachfrage für eine bestimmte Nische zu ermitteln, kannst du einen Blick auf Google Trends werfen. Hier wird dir angezeigt, wie viele Personen nach einem bestimmten Thema suchen. Je mehr Suchanfragen ein Thema hat, desto größer auch die Nachfrage.


Wenn Google Trends zeigt, dass das Interesse an einem Themenbereich entweder sehr gering oder rückläufig ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dein Blog auch weniger Traffic und damit auch weniger Leser:innen generieren wird. Ist das Thema deiner Wahl jedoch stabil nachgefragt, kannst davon ausgehen, dass die Chancen auf Erfolg gut stehen.


Doch Achtung: Wenn du dein Thema nur deshalb aussuchst, weil es gerade im Trend liegt, kann deine Leidenschaft ziemlich schnell verpuffen.


Ansicht einer Suchanfrage bei Google Trends


Kann man mit dieser Blogidee Geld verdienen?


Unabhängig davon, ob du einen persönlichen Blog schreibst oder für dein Unternehmen bloggst, solltest du überprüfen, ob deine Nische auch profitabel ist. Selbst dann, wenn du Bloggen nur als Hobby betreiben möchtest, eventuell möchtest du ja später mit dem Bloggen Geld verdienen.


Es gibt mehrere Möglichkeiten, als Blogger Geld zu verdienen, aber eine der häufigsten Methoden ist das Affiliate-Marketing. Als Affiliate arbeitest du mit einem bestimmten Unternehmen zusammen, stellst einen Link zu deren Produkten in deinem Blog bereit und verdienst dadurch eine Provision für jeden Verkauf, der über deine Website getätigt wird.


Die Überlegung, ob du vielleicht als Affiliate bloggen könntest, ist eine gute Möglichkeit, um herauszufinden, ob die Nische profitabel ist. Ein weiterer wichtiger Schritt ist dabei zu bedenken, welche Produkte du mit deinem Blog bewerben könntest, wenn du zum Beispiel einen Food-Blog erstellst, könntest du Küchengeräte oder Restaurants bewerben und dafür eine Provision kassieren.


Du musst natürlich noch nicht sofort eine komplette Strategie zur Monetarisierung deines Blogs entwerfen. Darauf gehen wir in Schritt 10 noch genauer ein. Aber dir Gedanken dazu zu machen wie du mit deinem Blog Geld verdienen kannst, kann dir dabei helfen, das richtige Thema für deinen Blog zu wählen.



04. Wähle den Blog-Namen und die Domain aus


Wenn du einen Blog erstellen willst, braucht dieser natürlich einen Namen und eine Domain. Vielleicht hast du bereits einen Namen im Hinterkopf. Bei der Benennung deines Blogs kannst du drei verschiedene Richtungen einschlagen.


  • Dein Vor- und Nachname

  • Der Name deines Unternehmens (falls vorhanden)

  • Ein kreativer neuer Name


Um hier die richtige Auswahl zu treffen, ist es wichtig zu definieren,, was dein Blog ausstrahlen soll: Soll er eher formell und professionell sein? Niedlich und romantisch? Punkig und ausgefallen?


Wenn du dich für einen Namen entschieden hast, kannst du ihn gleich auch für deine Domain verwenden. Eine Domain ist deine einzigartige Adresse, mit der du im Internet gefunden wirst und setzt sich zusammen aus dem Namen selbst und der Top Level Domain, also der Endung oder Suffix.



05. Designe und erstelle deinen Blog


Da auch im Internet der erste Eindruck zählt und entscheidend für den Erfolg ist, ist das Layout und das Design deines Blogs besonders wichtig.


1. Wähle eine Blog-Vorlage

2. Entscheide, welche Seiten du brauchst

3. Indexiere deinen Blog bei Suchmaschinen

4. Erstelle ein Blog-Logo



Wähle eine Blog-Vorlage


Der effizienteste Weg, um deinen Blog zu gestalten, ist es, mit einer Vorlage zu beginnen und diese so anzupassen, wie es dir gefällt.


Es gibt Vorlagen für Blogger:innen aller aus allen Bereichen: Food-Blogs über Fotografie-Blog bis hin zu Business-Blog ist alles mit dabei. Achte bei der Auswahl deiner Vorlage darauf, dass sie zu dem von dir gewählten Themenbereich passt.


Denke bei der Auswahl deines Templates für deinen Blog auch daran, welche Stimmung und Atmosphäre dein Blog vermitteln soll: klassisch, modern, minimalistisch, rustikal etc. und wähle dein Template danach aus.


Hier kommt auch die Farbauswahl für dein Design mit ins Spiel. Berücksichtige bei der Auswahl einer Farbpalette die Stimmungen, die verschiedene Farben hervorrufen. Blau zum Beispiel ruft eher Zuverlässigkeit und Vertrauen hervor, während Gelb Energie und Freude ausstrahlt.


Wenn du dir nicht sicher bist, worauf es ankommt, kannst du dich von diesem Artikel über Blog Templates inspirieren lassen.



Entscheide, welche Seiten du brauchst


Nachdem du eine Vorlage ausgewählt hast, kannst du dir überlegen, welche und wie viele Unterseiten bzw. Web-Pages du zu deinem Blog hinzufügen willst.


Das ist stark davon abhängig, ob du deinen Blog in verschiedene Kategorien unterteilst. Die meisten Blogs enthalten mehr als nur einen Abschnitt, um ihre Inhalte zu gliedern und anzuzeigen und enthalten zudem auch noch eine “Über uns”- und “Kontakt”-Seite.


Anbei ein kleiner Überblick über beliebte Unterseiten für Blogs:


01 – “Kontakt”-Seite: Auf der Kontaktseite kannst du deine E-Mail-Adresse hinterlegen, damit dich deinen Leser:innen, Fans und potenzielle Geschäftspartner:innen kontaktieren können. Alternativ kannst du auch ein Kontaktformular bereitstellen mit dem dir deine Besucher:innen direkt auf deiner Website eine Nachricht schicken können.


02 – “Über uns”-Seite: Stelle dich deinen Leser:innen vor und erzähle ihnen von dir. Sicherlich sind sie daran interessiert zu erfahren, warum du dich entschieden hast einen Blog zu schreiben und worum es dabei geht.


03 – Online-Shop: Wenn du über deinen Blog Artikel, Fanartikel oder Ähnliches verkaufen möchtest, dann solltest du auf jeden Fall einen separaten Online-Shop hinzufügen. Diesen kannst du zum Beispiel „Produkte“ oder „Shop“ nennen.


Eine weitere Möglichkeit, deinen Blog aufzupeppen sind Tutorials oder Videos, die du auf einer gesonderten Seite hochladen kannst.


Einige Blogs entscheiden sich dafür, direkt auf der Homepage, also der ersten Seite des Blogs, Artikel hochzuladen während andere lieber ihre Startseiten und Blog-Seiten getrennt halten. Egal, wofür du dich entscheidest, stelle sicher, dass dein Blog leicht zu navigieren ist. Dies erreichst du unter anderem, indem du ein Navigationsmenü am Rand oder in der Kopfzeile einfügst.


Grundsätzlich gibt es beim Einrichten deines Blogs kein richtig und kein falsch. Experimentiere einfach ein bisschen mit dem Layout und Aufbau herum, um zu sehen, was dir gefällt und was sich richtig anfühlt. Je länger dein Blog existiert und umfangreicher deine Sammlung an Posts wird, umso mehr verändern sich auch deine Bedürfnisse an den Blogaufbau und du wirst mit der Zeit neue Kategorien und Unterseiten anlegen und hinzufügen.

Indexiere deinen Blog bei Suchmaschinen


Letztendlich willst du natürlich, dass dein Blog auch bei Suchmaschinen wie Google gefunden wird, wenn Leser:innen nach einem deiner Themen suchen.


Wichtig hierfür ist die Indexierung deiner Website bei den Suchmaschinen. Im Wesentlichen bedeutet das, dass du Google und Co. darüber informieren musst, dass dein Blog existiert. Dies machst du am besten, indem du dein Sitemap an die Google Search Console sendest.


Profi-Tipp: Die Google Search Console ist nicht nur für die Indexierung deiner Website wichtig, sondern dient auch als wertvolle Plattform für die Suchmaschinenoptimierung deines Blogs. Außerdem kannst du über Google Search Console Daten zu deinen Besucher:innen erfahren und erfährst, wenn es Probleme zum Beispiel mit der Optimierung von Bildern für deinen Blog gibt.



Ansicht der Google Search Console


Um herauszufinden, ob deine Website bereits im Suchindex von Google enthalten ist, kannst du eine schnelle Suche durchführen. Gib den URL deine Website gemeinsam mit site: in das Suchfeld deines Browsers ein (site:de.wix.com/blog) und überprüfe so, ob sie indexiert ist.



Erstelle ein Blog-Logo


Eine weite Möglichkeit, um deinem Blog noch mehr Persönlichkeit zu verleihen, ist das Erstellen eines individuellen Logos für deinen Blog. Ein Logo ist das Markenzeichen deine Marke und hilft dir dabei, deine Bekanntheit zu stärken und eine authentische Marke aufzubauen.


Du kannst dein Logo von einem Designer entwerfen lassen oder es mit einem Logo Maker selbst designen, erstellen und vollständig anpassen und individualisieren. Achte bei der Wahl der Farben, Schriftarten und Symbole darauf, dass sie zur Gesamtgestaltung deines Blogs passen. Schließlich soll dein Logo das kommunizieren, wofür dein Blog und deine Marke stehen.


Der beste Platz für dein Logo ist in der oberen linken Ecke oder oben mittig auf deiner Website und auf jeder deiner Unterseiten. Auf den Unterseiten kannst du das Logo dann mit deiner Homepage verlinken, sodass es deinen Leser:innen auch als Navigationstool dient.



06. Brainstorme deine ersten Inhalte


Nachdem dein Blog technisch einsatzbereit ist, kannst du dir überlegen, über welche Themen du zuerst schreiben möchtest. Hierfür hast du dich ja im Schritt Nummer 3 bereits für eine Nische entschieden.


Fange damit an dir zu überlegen, welche Erfahrungen, Erfolge, Misserfolge oder Entdeckungen du in Bezug auf deine Nische gemacht hast und welche dieser Erkenntnisse du gern mit einer Leserschaft teilen würdest. Welche Themen könnten interessant sein und welche Ideen möchtest du gern vertiefen?


Stelle deine Leser:innen und ihre Interessen in den Mittelpunkt und versuche dich, so gut es geht, in sie hineinzuversetzen. Hier sind einige Fragen, die du dir während deines Brainstormings stellen kannst:


  • Welche Eigenschaften besitzt meine Zielgruppe?

  • Welche Themen begeistern meine Zielgruppe?

  • Vor welchen Herausforderungen steht meine Zielgruppe?


Du kannst für deine Ideen auch eine Art Themencluster entwickeln. Dies ist ein Organisationssystem, das die einzelnen Themenbereiche deines Blogs kategorisiert und miteinander verbindet. Verwandte Blogbeiträge kannst du dann miteinander verlinken und verknüpfen. Dieser Prozess wird in der Regel als ein Teil der SEO (Suchmaschinenoptimierung) betrachtet und ist recht komplex. Am Anfang deiner Blogging-Bemühungen kannst du auch mit einer Mindmap für die Ideenfindung beginnen.


Such dir zuerst dein übergeordnetes Thema aus – zum Beispiel Rezepte – und teilen dieses dann in kleinere Unterthemen auf, wie Rezepte für Abendessen oder Brunch. Unterteile dann jedes dieser Unterthemen in noch spezifischere Themen wie 20-Minuten-Rezepte fürs Abendessen, Mimosa-Rezepte und Ideen für Kuchendekorationen etc. Jedes dieser Themen kann dann ein eigener Blogbeitrag sein, der mit den jeweiligen Beträgen aus derselben Kategorie verlinkt wird.



07. Schreibe deinen ersten Blogbeitrag


1. Führe eine Keyword-Recherche durch

2. Überlege dir einen Titel für deinen Blogpost

3. Skizziere deine wichtigsten Punkte

4. Schreibe ansprechende Inhalte

5. Füge Bilder hinzu

6. Optimiere deinen Beitrag für SEO

7. Redigiere und veröffentliche deinen ersten Post



Nun, da das Thema klar ist, über das du schreiben willst, ist es an der Zeit, darüber zu sprechen, wie du einen eigenen Blog schreiben kannst.



Führe eine Keyword-Recherche durch


Damit deine Beiträge auch gefunden und gelesen werden können, benötigst du die richtigen Keywords. Keywords oder Schlüsselwörter sind Wörter und Wortgruppen, die mit deinem Thema in Zusammenhang stehen und nach denen Leute im Internet suchen, wenn sie einen Artikel wie deinen finden wollen. Indem du diese Begriffe zu deinen Artikeln hinzufügst, steigerst du die Wahrscheinlichkeit, dass dein Blog für diese Suchanfragen auf Suchergebnisseiten erscheint.


Wenn du beispielsweise ein Rezept für Karottenkuchen auf deinem Blog teilen möchtest, kannst du folgende Keywords integrieren:

  • Karottenkuchen

  • Karottenkuchen saftig

  • Karottenkuchen Rezept

  • Möhrenkuchen

  • Rüblikuchen

  • bester Karottenkuchen


Abhängig vom Thema deines Beitrags sind einige Keywords vielleicht offensichtlicher als andere. Wir empfehlen dir, für deine Keyword-Recherche die folgenden Tools: Google Keyword Planner, SEMrush oder Ahrefs zu nutzen.


Nachdem du deine Keywords ausgewählt hast, kannst du sie strategisch in deinen Artikel integrieren, um darauf abzuzielen, dass du für diese Begriffe in den Suchmaschinen rangierst. Das bedeutet zweierlei:


Einerseits musst du die Schlüsselbegriffe in deinem Beitrag verteilen und platzieren. Achte dabei darauf, dass sich dein Text dennoch natürlich und organisch anfühlt, wenn er von Fremden gelesen wird.


Zum anderen sollten der Aufbau und die Struktur deines Artikels auf den Top-10-Suchergebnissen für dein Haupt-Keyword basieren, denn daraus kannst du erkennen, welche Art von Beiträgen Leser:innen bevorzugen.


Du solltest auch deine Inhalte an die Top-Ergebnisse anpassen. Wenn du zum Beispiel einen Artikel über Karottenkuchen Rezepte teils und all deine Konkurrenten einen Abschnitt über Frischkäse-Frosting enthalten, dann solltest auch du dies in denen Artikel mit aufnehmen.



Screenshot einer Keyword Recherche in Ahrefs


Skizziere die wichtigsten Punkte


Die Ergebnisse aus deiner Keyword-Recherche fließen nahtlos in Gliederungsphase des Schreibprozesses und vermitteln dir eine Vorstellung davon, welches Format für deinen Blog-Beitrag am besten geeignet ist und welche Absätze und Abschnitte du mit einbeziehen solltest.


Wähle also zunächst aus, welche Art von Blogbeitrag du schreiben willst: Ist dein Beitrag eine Anleitung? Eine Produktempfehlung? Eine Rezension oder ein Kommentar?


Die Art von Beitrag, für die du dich entscheidest, bestimmt letztendlich die Gliederung und den Aufbau des Posts. Diese kannst du in Form von Überschriften und Unterüberschriften skizzieren und mit Stichworten über die Inhalte, die zur jeweiligen Überschrift gehören, ergänzen – dies ist das Gerüst deines Blogbeitrags.



Überlege dir einen Titel


Damit dein Beitrag auch gelesen wird, braucht er natürlich einen ansprechenden Titel. Diesen kannst du in jeder Phase deines Planungsprozesses erstellen, manchmal ist es jedoch sinnvoll, ihn erst ganz am Ende zu erstellen, nachdem du genau weißt, worum es in deinem Artikel geht.


Oft ist der Titel entscheidend dafür, ob Leser:innen auf einen Artikel klicken, oder nicht. Versetze dich in ihre Lage und überlege dir, welche Art von Titel du an ihrer Stelle interessant finden würdest und was Lust aufs Lesen macht.

Hier sind unsere Strategien:

  • Formuliere den Titel klar und direkt

  • Erwähne den Mehrwert, den dein Artikel schafft

  • Sprich die Emotionen deiner Leser:innen an

  • Wecke die Neugier deiner Leser:innen

  • Nutze ggf. Humor, Alliteration oder Wortspiele


Einige beliebte Elemente in Titel sind:

  • Was ist ein ___?

  • Wie gestaltet man ein ___?

  • So erstellst du ___.

  • In 5 einfachen Schritte zum ___.

  • 10 effektive Strategien zu ___.

  • ___ für Einsteiger.

  • So gelingt ___.



Schreibe ansprechende Inhalte


Jetzt kannst du mit dem Schreiben beginnen. Bedenke, dass jeder Abschnitt eines Artikels – Überschrift, Unterüberschrift, Fließtext, Einleitung und Fazit – einen gewissen Sinn hat.


In deiner Einleitung geht es darum, die Aufmerksamkeit deiner Leser:innen zu packen und sie zum Weiterlesen zu überzeugen. Dies gelingt am besten mit treffenden Zitaten, spannenden Anekdoten, faszinierenden Fakten oder interessanten Daten und Statistiken. Außerdem gehört in jede Einleitung eine kurze Zusammenfassung dessen, worum es in dem Artikel geht und welchen Mehrwert Leser:innen daraus ziehen können.


Für den Fließtext hast du in einem vorherigen Schritt höchstwahrscheinlich bereits eine Gliederung erstellt, die dir nun als Leitfaden dient. Im Fließtext teilst du dein Wissen und deine Expertise über das Thema deiner Wahl mit deinem Publikum.


Achte darauf, überflüssige Inhalte und Füller zu vermeiden, die nichts zu deinem Thema beitragen. Stattdessen sollte jedes Wort und jeder Satz eine Bedeutung haben. Ist dies nicht der Fall, kannst du ihn streichen.


Der Ton deines Artikels hängt natürlich von deinem eigenen Stil ab. Du solltest ihn jedoch auch an deine Zielgruppe anpassen und ernsthafte oder leichte Themen auch in einer solchen Art und Weise vermitteln.


Ein Fazit ist nicht in jedem Artikel ein Muss. Hier hast du aber die Gelegenheit, die Hauptpunkte des Artikels und deine eigene Meinung zusammenzufassen. Dies ist auch der richtige Ort für abschließende Gedanken, die deine Leser:innen zum Nachdenken anregen können.


Sei dir dessen bewusst, dass das Schreiben eines Blog-Beitrags mehrere Stunden dauern kann. Überstürze es nicht und nimm dir Zeit, um deinen ersten Entwurf zu schreiben.



Füge visuelle Elemente hinzu


Die Wahl der passenden Bilder, Statistiken und Grafiken kann und sollte den Gesamteindruck deines Artikels stärken. Daher sollten alle Fotos, Screenshots, Illustrationen etc. die du hinzufügst, sowohl funktional als auch schön sein und die wichtigsten Hauptpunkte deines Beitrags hervorheben.


Wenn du keine eigenen Bilder hast, kannst du auch lizenzfreie Stockfotos aus dem Internet verwenden. Schöne Bilder gibt es bei Pexels und Unsplash, für einige Bilder musst du allerdings eine kostenpflichtige Lizenz erwerben.



Für SEO optimieren


Bevor du deinen fertigen Beitrag veröffentlichst, gibt es ein paar kleine, aber wichtige Schritte, mit denen du deinen Artikel für SEO optimieren kannst. Wir empfehlen dir, diese Schritte nicht außer Acht zu lassen, da sie die Conversion deines Blogs erheblich steigern können.


  • Überprüfe deine Keywords: Durchsuche deine Texte mithilfe der Suchfunktion (STRG+F), um zu checken, ob du auch alle wichtigen Keywords eingefügt hast und füge gegebenenfalls noch ein oder zwei Begriffe hinzu.


  • Füge interne Links hinzu: Gute Blogs verwenden interne Links, um zwischen verschiedenen Artikeln zu verlinken. Diese interne Verlinkung hilft dabei, die SEO der Beiträge zu verbessern und ermutigt Leser:innen außerdem dazu, deine anderen Artikel zu lesen. Beim strategischen Verlinken geht es darum, nicht einfach wahllose Links zu integrieren, sondern verwandte Blog-Posts miteinander zu verlinken. Dies ist nicht nur besser für SEO, sondern macht die Links auch für Leser:innen wertvoller. Relevante und sinnvolle Links geben deiner Website eine Struktur und führen die Leser:innen gezielt durch deine Inhalte.


  • Integriere CTAs: Durch das Platzieren von Call-to-Action-Buttons (CTA) in deinem Beitrag kannst du deine Besucher:innen dazu anreizen, eine bestimmte Handlung durchzuführen. Beliebte CTAs sind: "Jetzt kaufen", "Abonnieren" oder "Weiterlesen". Diese Buttons führen dein Publikum dann zu einer anderen Seite und sind ein wichtiger Schritt in deinem Sales Funnel.


  • Verwende Alternativtext: Suchmaschinen können Bilder auf deiner Website nicht lesen. Daher ist es wichtig, dass du ihnen eine Beschreibung in Textform hinzufügst, die beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist. Diese Beschreibung werden als Alt-Text oder Alternativtext bezeichnet und enthalten idealerweise auch einige Keywords. Dank des Alt-Textes können deine Bilder dann auch in der Google-Bildsuche erscheinen. Nicht zuletzt hilft die Verwendung von Alternativtext Menschen mit Sehbehinderungen die Bilder zu verstehen, da der Text von Screenreadern vorgelesen wird.


  • Nutze Meta-Tags: Meta-Tags oder auch Metadaten sind Texte, die verwendet werden, um eine Webseite in den Google-Suchergebnissen anzuzeigen. Dazu gehören der Meta-Titel (auch als Title-Tag bekannt) und die Meta-Beschreibung. Manchmal ist der Meta-Titel derselbe wie der Titel deines Blog-Beitrags, du kannst aber auch einen anderen wählen, solange er ansprechend ist und dein wichtigstes Keyword enthält. Die Meta-Beschreibung ist der kurze Textausschnitt, der unter dem Meta-Titel angezeigt wird und eine Vorschau auf den Inhalt deines Artikels bietet. Auch dieser sollte wichtigste Keywords enthalten und nicht mehr als 160 Zeichen enthalten.


Beispiel und Beschreibung der Metadaten mit Title tag und Meta Describtion

  • Wähle deine URL: Jede Webseite, also auch dein Blog und jeder Beitrag, hat eine dedizierte URL. Die URL ist ausschlaggebend für das Ranking deines Artikels in den Ergebnisseiten von Suchmaschinen. Eine gute URL enthält normalerweise ein Keyword. Die meisten Blog-Plattformen generieren automatisch eine URL für dich.



Bearbeiten und veröffentlichen


Der letzte Schritt besteht darin, deinen Beitrag zu redigieren und Freund:innen, Kolleg:innen oder Familienmitgliedern zum Korrekturlesen zu geben. Du selbst solltest deinen Artikel natürlich auch mehrere Male lesen, um sicherzustellen, dass alle wichtigen Elemente enthalten sind. Manchmal müssen Inhalte auch etwas atmen. Nimm dir genug Zeit und Abstand, um deinen Beitrag mit frischem Kopf zu lesen.


Wenn du mit dem Ergebnis zufrieden bist, kannst du deinen Artikel auf deinem Blog hochladen und auf ‘Veröffentlichen’ klicken.



08. Plane mit einem Redaktionskalender


Wenn du einen Blog starten willst, dann ist das regelmäßige Veröffentlichen neuer Beiträge ein wichtiger Bestandteil deines Erfolges. Ein Redaktionskalender kann dir dabei helfen, deine Beiträge zu planen und erleichtert dir somit das regelmäßige Veröffentlichen. Deinen Blog konstant mit neuen Inhalten zu versorgen ist nicht nur für deine Leser:innen wichtig, sondern beeinflusst auch das Gesamtranking deiner Website bei Suchmaschinen.


Sicherlich hast du bereits eine handvoll Blog-Themen parat, die du in Schritt 6 entwickelt hast. Falls das nicht der Fall sein sollte, empfehlen wir dir mindestens 10 Ideen zu entwickeln, mit denen du dann deinen Redaktionskalender füllen kannst.


Um einen erfolgreichen Redaktionskalender zu führen, musst du dir kein neues Tool oder Programm anlegen. Du kannst einfach eine Liste in Excel oder Google Sheets mit einem Zeitplan erstellen. Unser Kalender beinhaltet unter anderem die folgenden Spalten: Veröffentlichungsdatum, Blogtitel, die wichtigsten Keywords, den Artikelstatus und Kommentar.


Ansicht des Redaktionskalenders von Wix als Beispiel


Wie oft sollte man bloggen?


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