Ein eigenes Logo erstellen - Gestaltungsregeln für ein perfektes Logo-Design


Blaue Wasserflasche mit schönem Logodesign vor blauem Hintergrund


Du hast die perfekte Geschäftsidee gefunden und deinem Unternehmen bereits einen Namen gegeben? Dann kannst du nun dein eigenes Logo erstellen, um dein Unternehmen auch visuell zu repräsentieren.


Logos sagen, ähnlich wie Bilder, mehr als Worte und das macht sie zu einem essenziellen Bestandteil deines Brandings. Auch wenn du eine Website erstellen willst, darf dein Logo nicht fehlen, denn es ist das Aushängeschild deiner Marke und hat großen Einfluss darauf, wie potenzielle Kund:innen dein Unternehmen wahrnehmen.



Wozu braucht man ein Logo?


Logos sind das Herzstück deines Brandings und helfen dir dabei, eine authentische Marke aufzubauen, denn sie spiegeln die Persönlichkeit deines Unternehmens wider. Idealerweise bekommen deine Kunden beim Betrachten deines Logos ein Gefühl für deine Marke und davon, was sie von deinen Produkten erwarten können. Gute Logos schaffen es also, das Markenversprechen und die Produkterfahrung in einem Bild zu bündeln und greifbar zu machen.


Dank der Vielzahl online verfügbarer DIY-Logo-Designer, wie dem Logo Maker von Wix, ist das Erstellen eines eigenen, inspirierenden Logos insbesondere auch für kleinere Geschäfte und Unternehmen in den letzten Jahren zugänglich geworden. Mit nur wenigen Klicks kannst du dein Logo selber erstellen, ohne einen teuren Designer engagieren zu müssen. Auch wenn du bereits ein eigenes Logo hast, findest du hier hilfreiche Tipps, wie du mit kleinen, aber feinen Veränderungen dein Logo anpassen und somit große Wirkung erzielen kannst.


Da es bekanntlich keine zweite Chance für einen ersten Eindruck gibt, solltest du bei der Logoerstellung einige Design- und Gestaltungsregeln beachten. Wir haben uns mit Ofra Lior, Leiterin des Social Design Teams bei Wix, zusammengesetzt, um ihre Dos and Don'ts für ein tolles Logodesign zu erfahren.



Hier sind die wichtigsten Tipps für ein tolles Logodesign:


1. Ziehe konzeptionelle Icons und Symbole in Betracht

2. Beachte Abstände und Platz

3. Wähle Groß- und Kleinbuchstaben

4. Nutze kreative Schriftarten

5. Erstelle eine harmonische Gesamtgestaltung

6. Achte auf Balance im Logodesign

7. Gib deinem Logo genug Platz

8. Achte auf die Lesbarkeit

9. Erstelle ein skalierbares Logodesign

10. Gib deinem Hintergrund Kontrast

11. Richte alle Elemente aus

12. Die richtigen Größenverhältnisse

13. Kenne deine Konkurrenz

14. So zeitlos wie möglich

15. Bleibe in Erinnerung



01. Ziehe konzeptionelle Icons und Symbole in Betracht


Icons und Symbole sind vereinfachte Bilder, die den Geist deiner Marke einfangen. Ein häufiges Missverständnis ist, dass ein Logo ein buchstäbliches Bild ist, welches dein Produkt oder deine Dienstleistung zeigt. Dies mag zu manchen Unternehmen passen, andere hingegen bevorzugen konzeptionelle oder sogar abstraktere Icons und Symbole für ihr Logo Design.


Stell dir dein Logo also eher als Symbol statt einem Bild vor und traue dich ruhig, abstrakte Symbole auszuprobieren. Diese haben einen hohen Wiedererkennungswert und lassen sich auch verkleinert gut abbilden. Denke zum Beispiel an das ikonische Nike Logo, dem es durch ein simples Icon gelingt, Bewegung zu symbolisieren.


Logo von Wash n' Go als Beispiel für  konzeptionelle Icons und Symbole


02. Beachte Abstände und Platz


Für viele Unternehmen reicht ein Symbol alleine nicht aus, um die Identität deiner Marke richtig rüberzubringen. Daher ergibt es Sinn, deinen Namen und einen Slogan in dein Logo zu integrieren. Beides hilft dir dabei, den Ton und das “Feeling” deiner Marke besser zu vermitteln.


Natürlich hat nicht jedes Unternehmen einen Slogan und das ist in Ordnung. Dennoch solltest du den wertvollen Platz nicht ungenutzt lassen. Wenn es dein Name zulässt, kannst du ihn auf zwei Zeilen aufteilen und für beide Zeilen dieselbe Schriftart und Größe beibehalten.


Logo von Cut Out als Beispiel für das Beachten von Abständen und Platz


03. Wähle Groß- und Kleinbuchstaben


Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den Unterschied ausmachen. Etwas so simples wie das Spiel mit Klein- und Großbuchstaben könnte dein Logodesign verbessern.


Traditionell vermitteln Großbuchstaben ein Gefühl von Autorität und Ernsthaftigkeit, während Kleinbuchstaben eine zugänglichere und ungezwungenere Atmosphäre ausstrahlen. Das heißt nicht, dass du keine Großbuchstaben verwenden sollst. Es kommt ganz darauf an, was am besten zu dir und deiner Marke passt und was du mit deinem Logodesign ausdrücken willst.


Logo von Frame als Beispiel für die Gestaltungsregel Groß- und Kleinbuchstaben

Pro-Tipp: Auch die Farbwahl spielt für die Gesamtgestaltung deines Logos eine wichtige Rolle. Achte also stets auf das Zusammenspiel zwischen Farben und Buchstaben. Wenn du das Gefühl hast, dass dich die roten Großbuchstaben in deinem Logo anschreien, versuche den Farbton zu ändern oder wechsle vielleicht zu Kleinbuchstaben. Es ist alles eine Frage der Balance.



04. Nutze kreative Schriftarten


Kreative Typografien sind und bleiben hoch im Trend. Handgeschriebene Schriftarten vermitteln ein authentisches Gefühl und lassen an hausgemachte Produkte denken. Besonders im Slogan gibt Handschrift-Font deinem Produkt einen persönlichen Touch. Denke daran, dass Handschriften auch traditionell und gediegen wirken können und ziehe dies bei der Wahl der Schriftart für dein Logo in Betracht.


Ob Comic Sans oder Times New Roman, jede Schriftart erzielt eine andere Wirkung. Stelle also sicher, dass deine Wahl auf einen Font fällt, der zu deiner Branche und Zielgruppe passt. Zu viele verschiedene Schriftarten wirken unruhig und vermitteln deinen Kunden das Gefühl, du könntest dich nicht so recht entscheiden. Daher empfehlen wir in einem Logo nicht mehr als zwei Schriftarten mischen.


Logo von White Diamond als Idee für kreative Schriftarten

Pro-Tipp: Die Verwendung von Großbuchstaben für handgeschriebene Schriftarten erscheint eher unnatürlich und daher weniger authentisch.



05. Erstelle eine harmonische Gesamtgestaltung


Eine der wichtigsten Gestaltungsregeln im Logodesign, die du beachten solltest, ist es sicherzustellen, dass dein Logo Sinn ergibt und harmonisch wirkt.


Um diese Designregel umzusetzen, darf der Slogan nicht zu viele Zeichen haben, 20 Zeichen für den Namen und 25 - 30 Zeichen für die Tagline, also den Slogan. Diese Anzahl sollte möglichst nicht überschritten werden. Mit kurzen Texten erreichst du ein harmonisches Erscheinungsbild und das Logo lässt sich besser verkleinern. Aus dem gleichen Grund ist es am besten, wenn du eine dickere Schriftart für deinen Namen verwendest und eine dünnere (oder einfachere) für den Slogan.


Logo von Outlander Co. als Beispiel für eine harmonische Gesamtgestaltung


06. Achte auf Balance im Logodesign


Hier ist die goldene Regel des Designs – es dreht sich alles um visuelles Gleichgewicht und Balance. Auch wenn der Slogan kleiner gedruckt ist als der Markenname, sollte der Slogan immer perfekt am Namen ausgerichtet sein.


Dies wird ein natürliches Gefühl der Harmonie vermitteln. In einer Situation, in der entweder dein Name oder dein Slogan erheblich länger ist, kannst du die Schriftart oder Größe eines der Elemente anpassen.


Logo von Shutterberg als Beispiel für Balance im Logodesign


07. Gib deinem Logo genug Platz


Genau wie die Mona Lisa sieht auch ein Logodesign oft am besten aus, wenn es von einem schönen Rahmen umgeben ist. Wenn auch du dich dazu entscheidest, einen Rahmen in dein Logo zu integrieren, solltest du zwischen Rahmen und Logo genügend Platz lassen. Gib deinem Logo Raum und quetsche es nicht ein.


Wenn das Ganze etwas eng aussieht, vergrößere einfach den Rahmen oder verkleinere die Schriftgröße. Denke auch hier an die Verwendung deines Logos und prüfe, wie der Rahmen und die Größe auf verschiedenen Produkten und Medien wirken.


Logo von Swanky Monkey als Beispiel für ein Logos mit genug Platz


08. Achte auf die Lesbarkeit


Als eines der wichtigsten Elemente im Branding deiner Marke wird dein Logo auf verschiedenen Marketingmaterialien abgebildet. Dazu gehören natürlich auch E-Mails oder Visitenkarten. Dadurch wird dein Logo verkleinert und sollte auch dann noch gut lesbar sein, wenn es zum Beispiel in der Kopfzeile deiner Website auftaucht.


Um das sicherzustellen, kannst du deine ausgewählte Textgröße und Schriftart auf verschiedenen Plattformen (Facebook, Twitter usw.) und auf verschiedenen Geräten (Desktop, Smartphone, Tablet usw.) überprüfen.


Du kannst die besten Logo-Ideen haben und den besten Slogan entwerfen, aber wenn deine Kunden es nicht lesen können, verfehlt dein Logo einfach seinen Zweck.


Logo von Tiger Lilly als Beispiel für Lesbarkeit im Logodesign


09. Erstelle ein skalierbares Logodesign


Das macht gutes Logo aus – sicherzustellen, dass dein gesamtes Logodesign skalierbar ist. Ob groß oder klein, egal wo dein Logo auftaucht, sollte es immer scharf und erkennbar sein. Dies umfasst sowohl den Text (wie oben erwähnt) als auch alle anderen Elemente.


Logos, die zu detailliert oder komplex sind, lassen sich nur schwer verkleinern. Es gibt natürlich keine „Einheitsgröße“ für Logos, doch du solltest sicherstellen, dass dein Logo eine hohe Auflösung hat, sodass es auch stark vergrößert oder verkleinert, zum Beispiel als Favicon gut aussieht.


Logo von The Cookie Cutter als Beispiel für skalierbares Logodesign


10. Gib deinem Hintergrund Kontrast


Die Sichtbarkeit oder Lesbarkeit eines Logos hängt natürlich nicht nur mit der Größe zusammen. Auch die Logofarben sollten richtig aufeinander abgestimmt sein. Wenn du den Hintergrund deines Logos einfärben willst, solltest du eine Farbe auswählen, die einen ausreichenden Kontrast zur Farbe des Textes bildet. Ist dein Text weiß, passt eine dunklere Hintergrundfarbe gut. So kannst du mit einem kleinen Detail große Wirkung erzielen.


Logo von Karma als Beispiel für Kontrast im Hintergrund


11. Richte alle Elemente aus


Hast du alle Hauptelemente – Name, Icon und Slogan – deines Logos designt, geht es darum, sie auszurichten und aufeinander abzustimmen. Obwohl diese Gestaltungsregel nicht in Stein gemeißelt ist, empfehlen wir, alle Elemente in die gleiche Richtung auszurichten, also entweder alles nach links, in die Mitte oder nach rechts. So wirkt dein Logo am harmonischsten.


Logo von Magic Systems als Beispiel für gut ausgerichtete Logoelemente


12. Die richtigen Größenverhältnisse


Die Größe deines Icons wirkt sich auf die Platzierung aller anderen Elemente deines Logos aus und sollte nicht kleiner sein als der Texte. Um das zu erreichen, kannst du das Icon auf der Höhe des Textes skalieren oder sogar etwas größer machen.


Verwende also stets verhältnismäßige Proportionen, um Ausgewogenheit und eine schöne Gesamtkomposition zu erzielen. Der Abstand zwischen den Buchstaben, die Lücke zwischen den Linien und ihre Beziehung zum Symbol und der Form sollten eine harmonische Einheit bilden.


Logo von Lavender Park als Beispiel für Größenverhältnisse im Logo Design


13. Kenne deine Konkurrenz


Schaue dich bei bekannten Marken und deiner Konkurrenz um, um festzustellen, welche Art von Logodesign effektiv mit deiner Zielgruppe kommuniziert. So kannst du auch in Erfahrung bringen, welche Farben, Formen und Symbole in deiner Branche gängig sind und lernst von den Fehlern anderer. Eine gute Recherche verschafft dir strategische Vorteile und hilft dir dabei, dich mit deinem Logodesign von der Masse abzuheben.


Wenn sich all deine Konkurrent:innen an einfarbigen Wortmarken-Logos halten, kannst du versuchen, ein Logo mit Farbe oder einzigartiger Typografie zu entwerfen, um deine Marke hervorzuheben.


Du solltest aber auf jeden Fall vermeiden, dein eigenes Logo zu sehr an der Konkurrenz zu orientieren. Ideen zu kopieren kann rechtliche Folgen haben und eine Verwechslung von deinem Produkt zu dem eines Konkurrenten kann dich Kund:innen und somit Geld kosten.


Logo von K&D Law Frim als Beispiel für gute Recherche von Konkurrenz


14. So zeitlos wie möglich


Ein Klassiker kommt nie aus der Mode. Da Designtrends kommen und gehen, kann es verlockend sein, den neuesten Trends zu folgen. Wir empfehlen dir allerdings, kurzlebige Trends zu vermeiden.


Dein Logo ist das Herzstück deiner Markenidentität und auf allen deinen Marketingmaterialien zu sehen. Daher lohnt es sich, Zeit und Energie darin zu investieren, ein zeitloses Logodesign zu erstellen, das auch noch in 5 oder 10 Jahren gut aussieht. Die besten Beispiele für zeitlose, moderne Logos findest du auf unserem Blog.


Logo von Core Fitness als Beispiel für zeitloses Logodesign


15. Bleibe in Erinnerung


Ein originelles und unvergessliches Logo bleibt in Erinnerung und hebt sich von der Konkurrenz ab. Daher ist dies wohl einer der wichtigsten Gestaltungsregeln für ein perfektes Logodesign.


Mit deinem Logodesign solltest du versuchen, positive Assoziationen zu wecken, die dann auch mit deiner Marke in Verbindung gebracht werden. Wenn du deinen Markenwerten treu bleibst und ein Logo entwirfst, das effektiv kommuniziert, wer du bist und wofür deine Marke steht, wird dein Logo besser in Erinnerung bleiben.


Logo von Pawwwws als Beispiel für Logos die in Erinnerung bleiben


Wenn du dein Logo mit dem Logo Maker von Wix erstellst, erhältst du auch alle kommerziellen Nutzungsrechte für dein Logo und musst diese nicht noch teuer einkaufen. Außerdem erhältst du deine Logos in unterschiedlicher Auflösung und in Schwarz-Weiß.


Wenn du einige dieser Gestaltungsregeln für dein Logodesign beachtest, bist du dazu bereit, dein eigenes Logo zu erstellen.



Logo der Firma Wix

Das Team von Wix



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