Visitenkarten erstellen: Ein vollständiger Leitfaden für ein tolles Visitenkartendesign





Obwohl unsere Kommunikationswege zunehmend digitaler werden, haben Visitenkarten weiterhin einen festen Platz in der Geschäftswelt. Denn mit dem Aushändigen deiner Visitenkarte erreichst du gleich mehrere Ziele. Zum einen informierst du deinen Gegenüber natürlich darüber, wer du bist, was du beruflich machst und welche Stellung du innerhalb deines Unternehmens innehast. Genau wie auf deiner eigenen Website sind diese Informationen auch auf der Visitenkarte auf einen Blick erkennbar.


Zum anderen baust du beim Überreichen deiner Visitenkarte eine persönliche Beziehung zu deinen Gesprächspartnern auf und signalisiert, dass du gern in Kontakt bleiben möchtest. Eine eigene Visitenkarte eignet sich hierzu besser als digitale Daten, da sie im physischen Besitz des Anderen bleibt und ein haptisches und optisches Erlebnis mit sich bringt.


Du kannst einen professionellen Designer engagieren, der dir dabei hilft, deine Visitenkarte zu designen. Das Visitenkarten entwerfen geht jedoch auch über Plattformen wie den Wix Logo Maker, die du nutzen kannst, um selbst deine Visitenkarten zu designen und zu gestalten. Damit du mit deinen Visitenkarten den bestmöglichen ersten Eindruck machst, haben wir dir in diesem Leitfaden alle Tipps und Informationen bereitgestellt, die du zurate ziehen kannst, um dein Visitenkarten-Design zu erstellen. Wir haben für dich hier 8 Tipps zusammengestellt, mit denen der besten Visitenkarte für dein Unternehmen nichts mehr im Wege steht.





Visitenkarten gestalten, so geht’s:



01. Entscheide dich für ein Konzept


Wie David Belasco einmal gesagt hat: Wenn du deine Idee nicht auf die Rückseite einer Visitenkarte schreiben kannst, hast du kein klares Konzept.


Deine Visitenkarte ist eine Leinwand, auf der du dich und dein Unternehmen präsentierst. Gerade weil diese Leinwand klein ist, müssen viele wichtige Entscheidungen getroffen werden, damit deine Business Visitenkarten dich optimal widerspiegeln.


Denke beim Erstellen deiner Visitenkarte in erster Linie an deine (potenziellen) Kundinnen und Kunden, denn diese willst du schließlich mit deinem Design beeindrucken. Führe dir deine Zielgruppe vor Augen und überlege dir, was ihnen bei einer Visitenkarte wichtig sein könnte. Schätzen sie ein aufwendiges oder ausgefallenes Design oder bevorzugen sie klare und klassische Linien?


So wie zu deinen Kundinnen und Kunden muss der Stil deiner Visitenkarte natürlich auch zu dir und deinem Unternehmen passen. Ziehe hierfür die Designelemente als Inspiration hinzu, die du bereits auf deiner eigenen Website und deinen Marketing-Materialien verwendest.


Eine tolle Inspirationsquelle ist auch deine Konkurrenz sowie andere Unternehmen. Recherchiere gut und lerne so, was dir gefällt und was nicht.



02. Bereite alle Elemente deiner Marke vor


Deine Visitenkarte sollte die Essenz deiner Marke und Markenidentität erfassen und widerspiegeln. Bevor du dich also dem Design deiner Visitenkarte widmest, empfehlen wir dir sicherzustellen, dass du über alle diese Elemente verfügst.


  • Ein eigenes Logo: Ein Logo ist eines der wichtigsten Elemente auf einer Visitenkarte und trägt zum Wiedererkennungswert bei. Wenn du noch kein Logo für dein Unternehmen hast, kannst du entweder einen Designer engagieren oder mit einem Tool wie dem Wix Logo Maker dein Logo selbst designen. Auf unserem Blog findest du einen Artikel mit Gestaltungsregeln für ein perfektes Logo-Design.


  • Einen Namen: Der Name deines Unternehmens sollte, wie das Logo, im Zusammenhang mit dem stehen, worum es bei deinem Unternehmen geht. In diesem Blogartikel findest du Tipps für deinen Domain Namen, von denen du dich bei der Namenssuche leiten lassen kannst.


  • Ein Farbschema für deine Marke: Farben rufen Emotionen und Assoziationen hervor. Wenn du bereits eine Farbpalette hast, die zum Markenzeichen deines Geschäfts geworden ist, sollte sich diese natürlich auch auf deiner Website und deiner Visitenkarte zeigen.


  • Tone of Voice: Der Ton macht die Musik und wie du deine Leads ansprichst, ist entscheidend dafür, wie du als Marke rüberkommst und wirkst. Achte auf deiner Visitenkarte darauf, dass der Ton deiner Marke sowohl über den Text als auch über eventuelle grafische Elemente kommuniziert wird. Hier kannst du dich auch von der Konkurrenz absetzen.


Nachdem du dir ein Konzept überlegt hast, das gut mit den gestalterischen und faktischen Elementen deiner Marke zusammenspielt, kannst du dich den technischen Aspekten widmen.





03. Größe der Visitenkarte


Das Standardformat und die Größe für Visitenkarten variieren von Land zu Land, allerdings solltest du die Standardmaße je nach Land nicht überschreiten. Übergroße Karten sind unpraktisch, fallen aus dem Rahmen und damit auch aus der Brief- oder Jackentasche.


Die folgenden Maße werden am häufigsten verwendet.



Deutschland und westeuropäischer Standard: 85 mm × 55 mm (3,35 Zoll × 2,17 Zoll)


US- und Kanada-Standard: 89 mm × 51 mm (3,5 Zoll × 2 Zoll)


Osteuropa-Standard: 90 mm × 50 mm (3,5 Zoll × 1,9 Zoll)


Oceane Standard: 90 mm × 55 mm (3,54 Zoll × 2,165 Zoll)


Japanischer Standard: 91 mm × 55 mm (3,582 Zoll × 2,165 Zoll)



Neben den Standardgrößen solltest du auch den Toleranzbereich mit einbeziehen, wenn du deine Visitenkarte entwerfen willst. Diese stellen sicher, dass es auch bei kleinen Ungenauigkeiten im Schnitt keinen unbedruckten Bereich auf deiner Visitenkarte gibt. Die meisten Druckereien schneiden zwar exakt, doch gehe lieber auf Nummer sicher.


  • Beschnitt-Bereich oder Bleed area: Dies bezieht sich auf die Gestaltungselemente (wie Farben und Linien), die über den Rand hinausgehen, an welchem die Visitenkarte nach dem Drucken zugeschnitten wird. Dieser Bereich sollte eine Breite von etwa 0,3 - 0,6 mm haben.


  • Schnittlinie oder Trim line: Dies sind Linien, die die Kanten der Visitenkarte markieren und zeigen, wo der Schnitt vorgenommen werden soll.


  • Sicherheitsränder oder Safety margins: Hinter dieser Linie solltest du keine wichtigen Gestaltungselemente wie Text oder Logos platzieren. Die Sicherheitsabstände liegen normalerweise bei etwa einem halben Millimeter und verhindern, dass das Design deiner Visitenkarte verschnitten wird.



Toleranzbereich beim Erstellen von Visitenkarten


04. Form und Ausrichtung der Visitenkarte


Du kannst dir aussuchen, ob du deine Visitenkarten in Hoch- oder Querformat erstellen möchtest. Traditionell sind die meisten Visitenkarten horizontal designt, da dies leserlich ist und die Visitenkarte so in der Brieftasche gut sichtbar ist.


Es sprechen allerdings auch einige Argumente für die vertikale Ausrichtung deiner Visitenkarten. Dieses Design wirkt originell und kann je nach Design und Druck besser zu deinem Unternehmen und deiner Marke passen.


In den letzten Jahren erfreuen sich quadratische und individuelle Schnitte immer größerer Beliebtheit. Abgesehen vom höheren Preis besteht ein Nachteil darin, dass solche Visitenkarten oft zu unruhig und Schnickschnack-lastig wirken. Auf der anderen Seite passt vielleicht gerade das sehr gut zu einem dynamischen oder humorvollen Unternehmen.





05. Design-Grundlagen für Visitenkarten


Wie bereits erwähnt, sollten sich die Designelemente auf deiner Visitenkarte an denen deiner Marke orientieren. Wenn du jedoch selbst deine Visitenkarte gestalten willst, solltest du einige wichtige Dinge beachten, die für den Druck und Lesbarkeit entscheidend sind.


Farbe: Hier hast du die Wahl zwischen Vollfarbe und einem ein- oder zweifarbigen Druck. Obwohl dies früher ein entscheidender Kostenfaktor war, ist das heutzutage kaum noch der Fall, da Visitenkarten meist digital gedruckt werden.


Font und Schriftart: Die richtige Schrift vermittelt das richtige Feeling auf deiner Visitenkarte. Beachte daher folgende Punkte:


  • Verwende mindestens Schriftgröße 8.

  • Vermeide es mehr als 3 Schriftarten und Größen zu mischen, damit deine Visitenkarte nicht zu unruhig wirkt.

  • Serifenschriften wie Arial oder Times New Roman wirken klassischer, während sich Sans-Serif Schriften wie Helvetica moderner anfühlen. Grafikdesigner und Grafikdesignerinnen empfehlen manchmal gerne die Kombination aus Serif (mit den kleinen Schnörkeln) und Sans Serif (ohne Schnörkel) für bessere Lesbarkeit und Abwechslung zu kombinieren.





06. Was muss auf die Visitenkarte?


Wenn du alle wichtigen Elemente bereit hast und dich für eine Form von Visitenkarten entschieden hast, geht es nun um die Inhalte deiner Visitenkarte.


Die Vorderseite deiner Visitenkarte: Auf der Vorderseite sollten alle wichtigen Elemente abgebildet werden, und zwar so, dass sie nicht gesucht werden müssen, sondern auf den ersten Blick erkennbar sind. Standardmäßig sollte die Vorderseite deiner Visitenkarte Folgendes beinhalten:


  • Vor - und Nachname

  • Berufsbezeichnung & Position: Leads wollen nicht nur wissen, mit wem sie es zu tun haben, sondern auch, welche Position du in deinem Unternehmen bekleidest. Titel wie CEO, Geschäftsführerin oder Geschäftsführer machen hier am meisten Eindruck. Vermeide es, kryptische und unverständliche Titel anzugeben, ohne eine Erklärung hinzuzufügen.

  • Firmenname & Logo: Das Firmenlogo und der Name des Unternehmens sind ein absolutes Muss auf jeder Visitenkarte und steigert den Wiedererkennungswert. Meist werden diese Elemente gemeinsam oben rechts platziert. Erfahre hier, wie du Visitenkarten mit deinem Logo bestellen kannst.

  • Kontaktinformationen: Hierzu gehören alle relevanten Kontaktdaten, wie:

  • (Mobil-)Telefonnummer

  • Telefaxnummer (falls vorhanden)

  • Anschrift

  • E-Mail-Adresse

  • Slogan: Der Slogan ist auf deiner Visitenkarte optional, doch wenn er besonders aussagekräftig und kurz ist, spricht nichts dagegen.

  • Weitere Informationen: Wenn du genug Platz auf deiner Visitenkarte hast und diese Informationen für deine Leads wichtig sind, kannst du auch deine Website, Blog und Social-Media-Profile angeben.

  • QR Codes: Diese sind der neueste Schrei. Viele besonders tech-affine Unternehmen drucken diese Codes auf ihre Visitenkarten und diese sind dann leicht lesbar für Mobilgeräte, so wird die Offline-Visitenkarte dann doch noch wieder online kompatibel und man muss die Daten nicht mühsam abtippen. Mit dem QR Generator von Wix kannst du diesen Code für eine Website leicht erstellen.


Die Rückseite deiner Visitenkarte: Dies ist der perfekte Ort, um dich etwas auszutoben, wenn du deine Visitenkarte erstellen willst und dabei deiner Kreativität Raum schaffen möchtest. Dies ist der Platz für hochwertige Bilder, originelle Fotos und kreative Illustrationen, die auffallen, Eindruck schinden und in Erinnerung bleiben. Wenn du lieber etwas konservativer oder traditioneller bleiben möchtest, kannst du hier eine vergrößerte Form deines Logos für deine Visitenkarte gestalten.


Pro-Tipp: Vermeide die Verwendung von Bildern, die zu wörtlich sind und nicht zur allgemeinen Atmosphäre auf der Visitenkarte beitragen.





07. Verwende einzigartige Elemente, um dich abzuheben


Das Hinzufügen von speziellen Effekten und Oberflächen kann deine Visitenkarte zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Der Druck solcher Spezialtechniken ist zwar etwas teuer, kann sich jedoch lohnen, wenn eine Visitenkarte erstellen willst, die sich von der Masse abhebt.


  • Matte oder glänzende Oberfläche: Entscheide dich, ob du deine Visitenkarten in matter oder glänzender, lichtreflektierender Optik drucken lassen willst. Auch Perlglanz verleiht Visitenkarten einen edlen Effekt.

  • Folienprägung oder Metallic: Metallic-Effekte wie Silber, Kupfer und Gold können mit der CMYK-Druckmethode nicht erzielt werden. Sie können jedoch mit Folienprägung hergestellt werden.

  • Prägedruck: Beim Prägedruck sind bestimmte Elemente deiner Visitenkarte, wie zum Beispiel das Logo erhaben und erzielen somit einen tollen 3-D-Effekt.

  • Laserschnitt: Diese Methode erzeugt mit einem Laser komplizierte Schnitte im Design. Es dient dazu, Elemente einer Visitenkarte auszuschneiden, um ein noch faszinierenderes Ergebnis zu erzielen.

  • Ausgefallene Materialien: Die meisten Visitenkarten werden auf Karton gedruckt, doch wie wäre es mit einer Visitenkarte aus Plastik, Holz, Schiefer, Metall oder Magneten, um dich auf dem Markt abzuheben?





08. Vermeide häufigeFehler


Recherchiere den besten Druck-Anbieter: Es gibt viele Anbieter da draußen, die den Druck von Visitenkarten anbieten. Nimm dir genug Zeit zu recherchieren, welcher Anbieter die beste Qualität zum besten Preis anbietet. Achte dabei auf Rabattaktionen und Mengen-Angebote.

Designe mit Beschnitt-Bereich: Stelle sicher, dass dein Design einen Bleed area enthält (wie oben erläutert) und platziere keine wichtigen Informationen außerhalb der Sicherheitsbereiche, damit diese nicht abgeschnitten werden.


CMYK-Farbmodus: Verwende den CMYK-Farbmodus für den Druck anstelle des RGB-Farbmodus, welcher für Bildschirmanzeigen verwendet wird.


Arbeite mit hoher Auflösung: Um sicherzustellen, dass deine Visitenkarte nicht verpixelt ist, empfehlen wir dir, mit einer Auflösung von 300 dpi zu arbeiten. Außerdem sollten alle in deinem Design verwendeten Dateien (Logo, Symbole und Bilder) von gleich hoher Qualität sein, um das beste Ergebnis zu erzielen.


Übersicht und Lesbarkeit: Wir haben es bereits erwähnt, aber doppelt hält bekanntlich besser. Stelle unbedingt sicher, dass deine Visitenkarten übersichtlich und lesbar sind. Das bedeutet einerseits, dass alle wichtigen Informationen direkt auffindbar und nicht mit zu kleiner Schrift gedruckt sein sollten.


Der finale Check: Vergiss nicht, alles noch einmal komplett zu überprüfen, bevor du deine Visitenkarte zum Druck schickst. Überprüfe alle Texte auf Richtigkeit und stelle sicher, dass deine visuellen Elemente eine hohe Auflösung und Qualität aufweisen.





Nachdem du all diese Punkte beachtet und dein Design finalisiert hast, kannst du es an den Druck-Anbieter deiner Wahl schicken und dich darauf freuen, bald deine eigene Visitenkarte in den Händen halten zu können – wir wünschen dir viel Spaß mit deinem neuen Visitenkarten Design.




Alexandra Eger

Redakteurin



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