Eigenen Blog schreiben: Ein leicht verständlicher Ratgeber mit Beispielen




„Man schreibt nicht, weil man etwas sagen will, man schreibt, weil man etwas zu sagen hat”, schrieb F. Scott Fitzgerald.


Du möchtest also deinen ersten eigenen Blog schreiben. Dazu brauchst du kein texterisches Geschick weder einen Literaturnobelpreis wie vielleicht F. Scott Fitzgerald. Du musst nicht einmal hauptberuflich schreiben. Es reicht, dass du dich in einem Thema, das du auswählst, besonders gut auskennst und deine Ansichten darüber in einem Blog mitteilen möchtest. Wenn dich das Thema auch noch leidenschaftlich beschäftigt, umso besser.


Mit einem Blogbeitrag kannst du eine oder mehrere Aufgaben von deiner To-Do-Liste abhaken. Egal, ob du dich als Experte in einem Gebiet präsentieren, deine Brand vermarkten oder noch mehr Newsletter-Abonnenten gewinnen möchtest.


Bevor du mit dem Erstellen deines Blogbeitrags beginnst, brauchst du ein Zuhause für deine Inhalte. Dieser Ratgeber ist vielleicht ein guter Anfang, um mit dem Bloggen zu beginnen. In diesem Beitrag findest du Informationen darüber, wie du einen Blog schreiben kannst oder ihn in deine bestehende Website integrierst. Falls du vor hast, einen neuen Blog zu schreiben, bereite am besten erst 5 Artikel vor, mit denen du direkt live gehen kannst. So finden deine Leser einen bereits mit Content gefüllten Blog vor, was wesentlich attraktiver ist als leere Seiten. Auch ist es wichtig, regelmäßig neue Inhalte auf deinem Blog zu präsentieren. So wissen deine Leser von Anfang an, dass du sie regelmäßig mit spannenden Themen auf dem Laufenden hältst und sie sich darauf verlassen können. Ein passender Blogname gehört ebenfalls dazu. Wähle einen Namen, der gut zu dir und zu den den Themen passt, über die du schreiben möchtest.


Dann kann es auch schon mit dem Schreiben losgehen. Wir zeigen dir, wie du einen Blogbeitrag verfasst und geben dir einen Leitfaden sowie Techniken für interessante Artikel an die Hand, woran du dich orientieren kannst. Es ist auch ganz normal, dass du am Anfang Angst hast, nicht den perfekten Artikel abzuliefern. Doch diese Angst kannst du beruhigt ablegen, denn nur Übung macht den Meister und niemand will perfekte Artikel lesen, sondern deinen persönlichen Schreibstil erkennen.





So schreibst du einen gelungenen Blogartikel

Folge diesen Schritten und verfasse deinen ersten Blogartikel, um deine Leser in den Bann zu ziehen:


1. Definiere deine Zielgruppe

2. Wähle ein Thema aus, über das du schreiben möchtest

3. Verfeinere dein Thema mit Keyword-Recherchen

4. Tauche tiefer in das Thema ein

5. Entwirf eine fesselnde Überschrift

6. Erstelle eine Gliederung

7. Verfasse ansprechende Inhalte

8. Wähle relevante Bilder aus

9. Implementiere Aktionsaufrufe (CTAs)

10. Optimiere deinen Artikel für das SEO

11. Überprüfe deinen Inhalt erneut

12. Promote deinen finalen Artikel



01. Definiere deine Zielgruppe


Bevor du deinen Stift übers Papier schwingst, solltest du dir vorweg ein paar Fragen stellen und deine Zielgruppe definieren.

Du schreibst deinen Blog nicht als Zeitvertreib, sondern um deine Interessen mit einer Person zu teilen. Vielleicht ist es sogar sehr wichtig für diese Person mehr über dieses Thema zu erfahren. Also, wer ist dieser Jemand? Woran ist er interessiert? Was sind seine Ängste, Hoffnungen? Gut ist es, wenn du dich selbst mit deiner Zielgruppe identifizieren kannst. Nimm dir etwas Zeit und überlege, was dich beschäftigt oder dich brennend interessiert, welche Fragen du gerne beantwortet haben möchtest und notiere dir Stichworte dazu. Behalte im Hinterkopf, dass im Internet das Ziel der meisten Leser ist, Informationen zu einem Thema zu erhalten, das sie interessiert. Anders als bei einem Buch, mit dem man es sich auf dem Sessel gemütlich macht und mit Muse liest, möchten Blogleser hauptsächlich Antworten auf ihre Fragen erhalten.


Wenn du zum Beispiel glücklicher Besitzer eines Cafés bist, kannst du jeden ansprechen, der an Inspirationen für Feierlichkeiten und Rezeptideen interessiert ist. Es gibt Wege, so etwas herauszufinden. Beginne bei der Themenfindung damit, dir die Beiträge einiger erfolgreicher Blogs in deiner Branche durchzulesen oder auf Instagram nach für dich interessanten Ideen zu suchen. So machst du dir ein Bild von auch für dich relevantem Content und kommst vielleicht sogar auf eigene Ideen.


Mit Hilfe von Recherchen und Einblicken kannst du dir einen Plan zusammenstellen, wen du ansprechen willst und welche Art von Inhalten sich für deine Artikel anbieten. Am besten eignet sich ein Notizbuch, worin du alle möglichen Ideen für deine Blogartikel festhältst. Diese kannst du zu einem späteren Zeitpunkt aufarbeiten und verwenden.



02. Wähle ein Thema aus, über das du schreiben möchtest


Es gibt viele Faktoren, die bei der Artikelauswahl und Themenfindung wichtig sind. Bleiben wir weiterhin in der Gastronomie und gehen davon aus, dass das Thema für deinen ersten Artikel von Bananenbrot handeln soll. Der Anfang wäre geschafft, doch etwas fehlt noch. Vielleicht hast du dir viele andere Blogs angesehen und dich gefragt: „Wie schreibt man einen Blogartikel, der interessant zu lesen und übersichtlich ist?”. Nachstehend findest du gängige Formate, aus denen du auswählen kannst:


Der „So geht’s“-Blogbeitrag: Wie man saftiges Bananenbrot backt

Eine ausgewählte Liste: Die besten Bananenbrot-Rezepte

Tipps und Ratschläge: Wie du dein selbstgemachtes Bananenbrot extra saftig zubereitest

Ein definitionsbasierter Beitrag: Was ist roh-veganes Bananenbrot

Top-Trends: Die besten Bananenbrot-Rezepte 2020

Firmen-Update: Neue Bananenbrot-Varianten im Sortiment



03. Verfeinere dein Thema mit Keyword-Recherchen


Sobald du dich für ein Format für deinen Blogbeitrag entschieden hast, gilt es, herauszufinden, wie erfolgreich dein Beitrag auf diversen Suchmaschinen-Ergebnisseiten abschneiden kann. Wie viele Personen letztendlich deine Inhalte auch sehen werden, hängt von einer guten Keyword-Recherche ab.


Die Keyword-Recherche ist die wichtigste Komponente des SEO (Suchmaschinenoptimierung) für deinen Blogartikel. Sie gilt als Indikator für Begriffe, die du bei bestimmten Google-Suchanfragen als potenziell hoch einstufen kannst. Denn was bringt es dir, wenn du dich zwar brennend für ein Thema interessierst, es dafür aber laut Google keine große Leserschaft gibt.


Keywords sind kurze Texteinheiten wie "Bananenbrot vegan", "Rezept Bananenbrot ohne Zucker" oder auch als längere Variante “Wie backe ich Bananenbrot”, “Was ist roh-veganes Bananenbrot”. Die Wörter, für die du in den Wettbewerb treten willst, sollten in deinem Artikel vollständig enthalten sein.



04. Tauche tiefer in das Thema ein


Verschaffe dir einen Überblick davon, was für Inhalte bereits im Hinblick auf deine Keywords und deren Suchmaschinenergebnisse geschrieben worden sind. Gehe dazu die ersten paar Ergebnisseiten durch, um zu verstehen, welche Unterthemen und Schlüsselpunkte darin behandelt werden.


Externe Recherchen, kombiniert mit deinem Wissen, verhelfen dir zu einem einwandfreien Artikel, der von A bis Z alles abdeckt. Google wird dich belohnen, deine Leserschaft wird wachsen und du eignest dir weiteres nützliches Wissen an, dass du wiederum für zukünftige Beiträge verwenden kannst. Besser geht’s kaum!



05. Entwirf eine fesselnde Überschrift


Wir alle kennen den Satz “Beurteile ein Buch nie nach seinem Einband”. Leider tun es die meisten von uns dennoch. Dies gilt insbesondere bei Überschriften. Dein Ziel ist es, deine Leser von Anfang an mit einem spannenden Titel in den Bann zu ziehen, um die Chancen zu erhöhen, dass sie deinen Artikel öffnen und weiterlesen.


Gewinne die Leser sofort mit einer Überschrift, die auffällt. Diese kann zum Nachdenken anregen, emotional, schockierend oder einfach nur direkt sein. Hier findest du einige Beispiele für Überschriften, auf die wir stolz sind. Nimm sie gerne als Inspiration für deinen eigenen Inhalt:



Doch du wirst sehen, dass du im Laufe der Zeit deine Erfahrungen machen wirst. Hier heißt es: je mehr du schreibst und dir originelle Überschriften ausdenkst, desto besser werden deine Blogartikel. Je nachdem, welche Artikel bei deiner Zielgruppe Anklang finden, entwickelst du auch ein Gefühl für packende Überschriften, die deine Leser dazu bringen, auf den Link zu klicken.



06. Erstelle eine Gliederung


Jetzt ist es an der Zeit, dass dein Artikel Gestalt annimmt. Indem du ihn in eine bestimmte Form bringst, kannst du die Struktur besser verstehen. Sie hält dich davon ab, einfach wild draufloszuschreiben.


Beginne mit deinen Zwischenüberschriften. Sie sind die Elemente deiner Blogartikel und brechen deinen Inhalt in mundgerechte Abschnitte auf. Dadurch haben auch deine Leser eine bessere Orientierung und finden sich leichter in deinem Artikel zurecht. Die Zwischenüberschriften sollten prägnant und informativ sein. Wenn es sich beispielsweise um eine Schritt-für-Schritt-Anleitung handelt, liste alle Schritte klar auf: 1) Sammle deine Zutaten; 2) Zerdrücke die Bananen in einer Schüssel mit einer Gabel; 3) Mische und knete den Teig.

Obwohl du noch beim Entwurf bist, sind deine Zwischenüberschriften der Schlüssel zum Erfolg und sollten schon jetzt so aussehen wie später im finalen Artikel. Denn normalerweise werden sich deine Leser gleich nach der Überschrift deine Zwischenüberschriften ansehen.


In deinem Gliederungsentwurf kannst du auch unter jeder deiner Zwischenüberschriften und in deinem Einführungsteil Unterpunkte hinzufügen. Sie helfen dir dabei, Ideen niederzuschreiben, die du später in deinen finalen Blogartikel einbaust.



07. Verfasse ansprechende Inhalte


Jetzt kannst du mit dem Schreiben loslegen. Du brauchst eine Einführung und einen Hauptteil.


Schon in den ersten Sätzen solltest du die Aufmerksamkeit deiner Leser erregen. Beginne mit einem relevanten Zitat oder einer Statistik, erzähle eine kurze Geschichte oder teile eine interessante Tatsache. Der Einführungsteil eignet sich hervorragend dafür, deinen eigenen, individuellen Schreibstil darzustellen. Deine Leser können so mit der Zeit deine Blogartikel von anderen unterscheiden. Je mehr Artikel du schreibst, desto besser erkennst du deinen eigenen Stil und kannst ihn verfeinern. Dann setzt du den Rahmen für deinen Artikel, in dem du eine kurze Zusammenfassung dessen gibst, worüber du im Hauptteil sprechen wirst. Das weckt Interesse bei deinen Lesern und spornt sie an weiterzulesen. Die Zusammenfassung kann sachlich und präzise sein, damit deinen Lesern klar ist, was sie erwartet.


Beginne anschließend mit dem Schreiben des Hauptteils. Darunter versteht man die Informationen unter jeder Zwischenüberschrift. Hier teilst du dein Wissen und das, was du aus deiner Recherche gelernt hast. Halte den Text unkompliziert und interessant, vermeide aufgebauschte Passagen und achte darauf, Konzepte nicht zu wiederholen.


Ein abschließender Abschnitt ist zwar nicht immer notwendig, kann aber beim Storytelling oder beim Schreiben eines sehr umfangreichen Artikels nützlich sein. Dieser kann so aussehen, dass du deine Ideen in einer kurzen Aufzählung zusammenfasst oder einige abschließende Gedanken in wenigen Sätzen mitteilst. Ganz gleich, wofür du dich entscheidest, achte darauf, den Absatz mit positiven Dingen abzuschließen.



08. Wähle relevante Bilder aus


Zusätzlich zu deinem Blogartikel kannst du ein paar wunderschöne Bilder zur Veranschaulichung deines Textes verwenden, was vor allem visuelle Menschen anspricht und auch den Mood deines Artikels widerspiegelt. Wähle außerdem ein Bild, das deinen Artikel optisch einleitet, auch bezeichnet als Featured Image. Es wird das erste Bild sein, das die Leser sehen, wenn sie deinen Artikel öffnen oder ihn von der Website deines Blogs aus durchblättern. Achte darauf, dass deine Bilder deinem Thema einen Mehrwert verleihen, anstatt sie nur als Platzhalter zu verwenden. Vermeide dabei am besten übertrieben in Szene gesetzte Archivbilder. Als Inspiration für deinen Artikel über Bananenbrot könnte es ein frisch gebackenes Bananenbrot sein, dass jemand gerade aus dem Ofen holt, alle Zutaten schön auf einem Küchentisch zusammengestellt oder das fertig gebackene Bananenbrot an der Theke eines Cafés. Wenn du eine gute Kamera und Erfahrung im Fotografieren hast, kannst du deine Bilder auch selbst machen und somit zum Beispiel dein eigenes Café auf dem Bild vorstellen.


Mit Wix kannst du einzelnen Beiträgen eine professionelle Bildergalerie hinzufügen, um eine Reihe von Bildern zu präsentieren. Du kannst auch eine Reihe von Medien aus über 20 Kategorien von Wix-, Shutterstock- und Unsplash-Bildern direkt vom Dashboard deiner Website aus erkunden und sie direkt zu deinem Blogartikel hinzufügen.





9. Implementiere Aktionsaufrufe (CTAs)


Füge in deine Blogbeiträge mindestens eine klare Absicht darüber ein, wie die Conversion für deine Leser aussehen soll. Dies wird als CTA oder "Call-to-Action" bezeichnet. Es handelt sich um einen Link, der in deinem Blogartikel eingebettet ist und dein Ziel wiedergibt, z. B. “Abonniere unsere Mailingliste”, “Hinterlasse ein Kommentar” oder “Erstelle eine Website, so wie du es willst”. Auch gerne genutzt werden “Kaufe in unserem Shop ein” und “Teile diesen Blogbeitrag”.





10. Optimiere deinen Artikel für das SEO


Ein effizientes SEO geht über die in Schritt Nummer drei erwähnte Komponente der Keyword-Recherche hinaus. Um deinen Blogartikel - und deine Website - in bestimmten Suchmaschinen-Ergebnisseiten höher zu platzieren, musst du dich noch etwas mehr anstrengen.


Im Detail heißt es, dass du dein ausgewähltes Keyword im gesamten Text streust. Nehmen wir an, du hast dich für das Keyword “Bananenbrot vegan” entschieden. Verwende genau diese Formulierung in der Überschrift deines Beitrags, dem SEO-Titel, der URL (z. B.: bananenbrot-vegan/) und in der Beitragsbeschreibung. Du wirst ihn auch in den Alt-Text deiner Bilder einfügen wollen.


Eigne dir weitere Techniken und Funktionen an, die deinem Beitrag einen Performance-Schub geben. Zum Beispiel mit frei erhältlichen SEO-Tools oder dem Wix SEO Wiz.



11. Überprüfe deinen Inhalt erneut


All die harte Arbeit, die du bis jetzt für einen spannenden Blogartikel in Kauf genommen hast, wäre dahin, wenn dieser voller grammatikalischer Fehler und semiprofessionellen Inhalte stecken würde. Vermeide dieses Szenario, indem du deinen finalen Artikel noch einmal überprüfst. Mache davor am besten eine kurze Pause, damit du danach mit frischer Energie und Konzentration deinen finalen Blogartikel korrigieren kannst.


Bitte einen Freund oder Kollegen, ihn sich ebenfalls durchzulesen. Weise sie an, nach wiederholten Inhalten und unnötig aufgebauschten Passagen zu suchen. Denk daran, dass Qualität wichtiger als Quantität ist. um das Interesse deiner Leser aufrechtzuerhalten. Wenn du dann mit deiner Arbeit zufrieden bist, ist der große Moment gekommen und du kannst auf “Veröffentlichen” klicken.



12. Promote deinen finalen Artikel


Jetzt ist dein Artikel zwar online, das bedeutet aber noch nicht, dass ihn deine Zielgruppe auch liest und er ein Riesenerfolg wird. Im nächsten Schritt geht es darum, potenzielle Leser auf deinen Artikel aufmerksam zu machen und sie dazu zu bringen, dass sie ihn lesen werden. Das geht am besten mit E-Mail-Marketing und Social Media.


E-Mail-Marketing ist eine sehr effektive und gängige Methode, um deine Zielgruppe zu erreichen. Für die Art von Promotion, die hier für dich sinnvoll ist, kannst du mit dieser E-Mail-Marketing-Lösung problemlos individuelle E-Mails erstellen und versenden. Mit diesem Tool kannst du neben vielen anderen Funktionen aus vorgefertigten Designvorlagen wählen oder dein eigenes Design ganz neu erstellen, Kontakte rasch integrieren und deinen Erfolg mit leicht verständlichen Statistiken messen.


Neben E-Mails ist eine starke Präsenz auf Social Media wirklich alles. Nur mit ihr gelingt eine erfolgreiche Marketingstrategie. Social Posts by Wix ist genauso anpassbar und einfach wie die oben erwähnte E-Mail-Marketing-Lösung. Du kannst ganz einfach die Reichweite deines Blogartikels erhöhen, indem du den fertigen Beitrag automatisch über deine Social Media-Kanäle teilst. Somit sieht auch deine Zielgruppe, dass du nicht nur auf deinem Blog, sondern auch auf Social Media präsent und auffindbar bist.




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Dieser Blog wurde mit Wix Blog erstellt.