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Responsive Website erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  • vor 1 Tag
  • 7 Min. Lesezeit

Responsives Websiteformat, responsive Website erstellen: Junger Mann in orangefarbenem Hemd auf einer Website- und Mobilansicht. Text: "Reborn", "Neu eingetroffen", "Sale". Hintergrund olivgrün.

Stell dir vor, deine Website sieht auf dem Smartphone kaputt aus. Texte ragen über den Rand hinaus, Bilder sind verzerrt und Buttons lassen sich nicht antippen. Was passiert? Deine Besucher:innen verlassen die Seite genervt. Das kostet dich Leser, Anfragen und letztendlich Kund:innen.


Genau hier kommt das responsive Design ins Spiel. Wir zeigen dir in diesem Beitrag, was genau dahintersteckt und wie du eine responsive Website erstellen kannst. Du lernst die wichtigsten vier Schritte kennen, erfährst, wie du deine fertige Seite richtig testest und wie du typische Anfängerfehler sofort vermeidest.




Übersicht


  • Responsive Websites passen sich automatisch an Smartphone, Tablet und Desktop an.

  • Mobile Optimierung ist Pflicht, da Google nach dem Mobile-First-Prinzip bewertet.

  • Wichtig sind: Mobile-First-Design, flexible Layouts (Fluid Grids) und passende Breakpoints.

  • Häufige Fehler: zu große Bilder, kleine Buttons, fixe Pixelbreiten und langsame Ladezeiten.

  • Mit Wix lassen sich responsive Websites auch ohne Programmierkenntnisse erstellen.



Inhaltsverzeichnis



01. Was ist eine responsive Website?


Eine responsive Website passt ihr Layout und ihre Inhalte automatisch an die Bildschirmgröße des Geräts an, mit dem sie aufgerufen wird. Egal, ob jemand einen großen Desktop-Monitor, ein Tablet oder ein kompaktes Smartphone nutzt – die Seite sieht immer großartig aus und funktioniert einwandfrei. Das Konzept dahinter nennt sich Responsive Web Design (RWD).



Bevor man ins Detail geht, stellt sich oft die grundlegende Frage: Was ist eine Website eigentlich genau und wie unterscheidet sie sich von einer Homepage? In unserem Artikel "Was ist eine Homepage" klären wir diesen Begriff genauer.



Oft werden Begriffe durcheinandergebracht. Deshalb hier eine kurze Abgrenzung:


  • Responsive Website: Eine einzige Website mit einem Code, die sich flexibel an alle Bildschirme anpasst.


  • Mobile Website: Eine separate, eigenständige Version deiner Website (oft unter einer m.-Domain), die speziell für Smartphones gebaut wurde.


  • App: Eine native Anwendung, die Nutzer aus einem App-Store herunterladen und installieren müssen.


Wenn du heute Webdesign für Anfänger lernst oder dein Projekt startest, ist der responsive Ansatz der absolute Standard. Er ist effizienter, besser für Suchmaschinen und bietet die beste Nutzererfahrung.



02. Warum ist eine responsive Website heute unverzichtbar?


Wir verbringen viel Zeit an unseren Handys. Mittlerweile macht der mobile Traffic weltweit deutlich über 60 Prozent des gesamten Internetverkehrs aus. Wenn du deine Website nicht für das Handy optimierst, ignorierst du schlichtweg die Mehrheit deiner Zielgruppe.


Doch nicht nur deine Besucher:innen, auch Suchmaschinen achten auf die mobile Darstellung. Google nutzt den Mobile-First Index. Das bedeutet: Google bewertet und rankt in erster Linie die mobile Version deiner Website. Ist diese nicht responsiv oder lädt extrem langsam, verlierst du wichtige Plätze in den Suchergebnissen.


Wer Webdesign Tipps befolgt, weiß: Ohne Responsivität verlierst du SEO-Ranking und Kunden. Ob du eine einfache Landingpage erstellen möchtest oder ein komplexes Portal – die Nutzererfahrung (UX) steht an erster Stelle.  Ein gutes responsives Webdesign bringt dir also direkte SEO-Vorteile.



Erfahre hier mehr darüber, was UX Design ist und warum es den Erfolg deiner Seite maßgeblich beeinflusst.



Gleichzeitig steigt deine Conversion Rate. Wenn Nutzer ohne ständiges Zoomen lesen und einkaufen können, fühlen sie sich wohl. Eine intuitive und reibungslose Benutzererfahrung (User Experience, UX) führt dazu, dass Besucher:innen länger bleiben und eher Kontakt aufnehmen oder etwas kaufen.



03. Responsive Website erstellen – so funktioniert es in 4 Schritten


Wenn du eine mobile Website erstellen möchtest, solltest du das "Mobile-First"-Prinzip verinnerlichen. Du denkst zuerst an den kleinsten Bildschirm und arbeitest dich dann zu den größeren vor. So behältst du das Wesentliche im Blick.




Schritt 1 – Mit Wireframes planen


Bevor du dich in Farben und Schriften verlierst, skizzierst du das Webseiten Layout und legst die Website Struktur fest. Diese groben Skizzen nennt man Wireframes. Überlege dir, wie die Struktur auf dem Desktop und wie sie auf dem Smartphone aussehen soll. Auf dem Handy hast du weniger Platz, also müssen Elemente oft untereinander statt nebeneinander angeordnet werden. Der Fokus liegt hier ganz klar auf der Nutzerführung, nicht auf dem finalen Design.


Tipp: Überlege dir auch, welche Website Arten für dich infrage kommen – reicht ein simpler Onepager oder benötigst du eine mehrseitige Präsenz?



Schritt 2 – Breakpoints definieren


Breakpoints sind die Punkte, an denen dein Layout "umbricht" und sich an eine neue Bildschirmgröße anpasst. Technisch wird das über sogenannte CSS Media Queries gelöst.


Typische Werte für Breakpoints orientieren sich an gängigen Geräten:


  • Smartphones: bis etwa 768 Pixel


  • Tablets: 768 bis 1024 Pixel


  • Desktop-Bildschirme: ab 1024 Pixel aufwärts


Während Profis hier oft direkt mit HTML und CSS arbeiten, nutzen viele heute moderne Methoden wie das "Vibe Coding", um intuitiver zu gestalten.



Schritt 3 – Mobile-First-Design umsetzen


Jetzt geht es an die Umsetzung. Du startest mit dem mobilen Design. Danach skalierst du das Layout für Tablets und schließlich für große Monitore. Achte besonders auf die Touch-Optimierung. Ein Button auf dem Smartphone sollte mindestens 48x48 Pixel groß sein, damit ihn jeder Finger bequem antippen kann.



Wie die Webdesign-Expertin Sharon Hafuta sagt:

„Bei Mobile-First geht es darum, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und den Nutzern genau das zu geben, was sie unterwegs brauchen, ohne sie mit unnötigen Elementen zu überladen.“


Schritt 4 – Fluid Grid verwenden


Verzichte auf fixe Pixelwerte für deine Layout-Breiten. Nutze stattdessen ein Fluid Grid (fließendes Raster). Hierbei arbeitest du mit prozentualen Werten. Ein fixiertes Layout bleibt immer z. B. 1000 Pixel breit – auf einem Handybildschirm müsstest du dann zur Seite scrollen.


Ein fließendes Layout passt sich hingegen an und nimmt beispielsweise immer 100 Prozent der verfügbaren Bildschirmbreite ein. Deine Spalten werden dadurch flexibel.


Tipp: Denke auch an den Website Hintergrund, der auf kleinen Screens nicht vom Inhalt ablenken darf.



04. Wie wichtigsten Prinzipien des responsiven Webdesigns


Damit deine Seite auf allen Geräten perfekt funktioniert, solltest du diese Grundprinzipien kennen:



  • Flexible Grids: Das Grundgerüst deiner Seite besteht aus Rastern, die sich prozentual anpassen.


  • Responsive Bilder: Nutze HTML-Attribute wie srcset, damit Browser je nach Bildschirmauflösung automatisch die passende Bildgröße laden. Das spart enorm viel Ladezeit.


  • Flexible Typography: Verwende relative Einheiten wie rem oder em für deine Schriftgrößen statt fixer Pixel. So skaliert der Text harmonisch mit dem Bildschirm.


  • Mobile Navigation: Auf dem Desktop hast du Platz für ein breites Menü. Auf dem Handy nutzt du am besten ein kompaktes Hamburger-Menü (die drei horizontalen Striche), das sich erst beim Antippen öffnet.


  • Performance: Eine schnelle Ladezeit ist entscheidend. Optimiere deine Bilder und halte den Code schlank.



05. Responsive Website ohne Code erstellen – der einfachste Weg


Du musst kein erfahrener Programmierer sein, um ein tolles Ergebnis zu erzielen. Wenn du eine Website ohne Programmieren erstellen möchtest, ist ein moderner Website-Baukasten die beste Wahl.


Plattformen wie Wix nehmen dir die komplexe Arbeit ab. Du wählst aus einer Vielzahl automatischer responsiver Templates. Über den intuitiven Drag & Drop Editor platzierst du deine Texte und Bilder genau dort, wo du sie haben möchtest. Der große Vorteil: Du kannst jederzeit in eine Geräte-Vorschau wechseln und sofort sehen, wie deine Seite auf dem Desktop oder dem Smartphone wirkt.



Der Design-Experte Nick Collins bringt es auf den Punkt:

„Ein moderner Baukasten nimmt dir die ganze technische Komplexität ab. Du kannst dich voll und ganz auf dein Design und deine Inhalte fokussieren, während das System im Hintergrund dafür sorgt, dass alles auf jedem Gerät perfekt aussieht.“


Mehr erfahren:



06. So testest du deine responsive Website


Verlasse dich nie nur auf dein Gefühl. Teste deine fertige Website immer gründlich. Dafür gibt es großartige, oft kostenlose Tools:


  • Chrome DevTools: Mache einen Rechtsklick auf deine Seite im Chrome-Browser und wähle "Untersuchen". Oben findest du ein kleines Geräte-Symbol. Klicke darauf, um deine Seite in verschiedenen Auflösungen zu simulieren.


  • Google Mobile-Friendly Test: Gib deine URL bei Google ein, um zu prüfen, ob die Suchmaschine deine Seite als mobilfreundlich einstuft.


  • Lighthouse / PageSpeed Insights: Diese Tools analysieren deine Seite und geben dir konkrete Tipps zur Verbesserung der Ladezeit und der Core Web Vitals.


  • Echte Geräte: Nichts schlägt den Praxistest. Nimm dir verschiedene Smartphones und Tablets aus deinem Umfeld und klicke dich durch deine eigene Seite.


Achte beim Testen besonders auf diese KPIs (Leistungskennzahlen): Ladezeit, die reibungslose mobile Nutzererfahrung und die Core Web Vitals.



07. Häufige Fehler beim responsiven Webdesign


Auch wenn die Erstellung heute viel einfacher geworden ist, gibt es ein paar Stolpersteine, die du umgehen solltest:


  • Zu große Bilder: Sie verlangsamen die Ladezeit auf mobilen Geräten extrem. Lösung: Bilder immer komprimieren und responsive Formate nutzen.


  • Kleine Buttons: Winzige Links lassen sich auf dem Handy nicht treffen. Lösung: Abstände vergrößern und Touch-Ziele auf mindestens 48x48 Pixel setzen.


  • Fixe Layouts: Feste Pixelbreiten sprengen kleine Bildschirme. Lösung: Immer mit prozentualen Werten (Fluid Grids) arbeiten.


  • Schlechte Schriftgrößen: Zu kleiner Text erzwingt das Zoomen. Lösung: Fließtext sollte auf Handys mindestens 16 Pixel groß sein.


  • Intrusive Pop-ups: Große Banner, die auf dem Handy den ganzen Bildschirm verdecken, nerven Nutzer und werden von Google abgestraft. Lösung: Auf mobilen Geräten dezente Banner am unteren Bildschirmrand verwenden.



08. Fazit


Ein responsives Design ist keine Kür mehr, sondern eine absolute Pflicht. Das Mobile-First-Prinzip ist der Standard, an dem du dich orientieren solltest. Wenn du auf ein Fluid Grid und sinnvolle Breakpoints setzt, legst du das perfekte Fundament für deinen Erfolg im Netz.


Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse für dich:


  • Plane immer zuerst für das kleinste Display.


  • Achte auf ausreichend große Buttons und gut lesbare Schriften.


  • Nutze Prozentwerte statt starrer Pixel für dein Layout.


  • Mit No-Code-Tools wie Website-Baukästen ist der Einstieg für jeden machbar.



Bist du bereit, deine eigene Idee umzusetzen und Besucher:innen auf jedem Gerät zu begeistern? Dann schau dir zur Inspiration ein paar Wix Website Beispiele an und leg los!







09. Häufig gestellte Fragen zur responsiven Website (FAQ)


Was ist eine responsive Website?

Eine responsive Website ist so gestaltet, dass sich ihr Layout, ihre Bilder und Texte automatisch und fließend an die Bildschirmgröße des genutzten Geräts anpassen – egal ob großer Computermonitor, Tablet oder kleines Smartphone.

Wie erstelle ich eine responsive Website ohne Programmierkenntnisse?

Am einfachsten geht das mit einem Website-Baukasten wie Wix. Du nutzt dort vorgefertigte, responsive Templates und passt diese über einen simplen Drag-and-Drop-Editor an. Das System kümmert sich automatisch um den technischen Hintergrund.

Was ist der Unterschied zwischen responsiver und mobiler Website?

Eine responsive Website besteht aus einer einzigen Version, die sich an alle Bildschirme anpasst. Eine mobile Website ist eine separat erstellte, völlig eigenständige Seite, die ausschließlich für Smartphones programmiert wurde.

Warum ist responsives Webdesign wichtig für SEO?

Google bewertet das Internet mittlerweile nach dem "Mobile-First"-Prinzip. Das bedeutet, dass die mobile Version deiner Seite für dein Suchmaschinen-Ranking ausschlaggebend ist. Eine gute mobile Nutzererfahrung führt zu besseren Platzierungen.

Wie teste ich, ob meine Website responsiv ist?

Du kannst deinen Desktop-Browser (z. B. Chrome DevTools) nutzen, um mobile Ansichten zu simulieren. Zusätzlich helfen dir Tools wie die Google PageSpeed Insights. Der beste Weg bleibt aber der Test auf echten Smartphones und Tablets.




Vanessa Roth

Blog Growth Manager


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Dieser Blog wurde mit Wix Blog erstellt.

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