Domain Name finden - 10 Tipps für dein Geschäft


Bild mit Screenshot von einer Website zum Thema Domain finden


nomen est omen, das wussten schon die alten Römer. Wenn wir Namen hören, machen wir uns unwillkürlich ein Bild von der Person, wie sie aussieht, welche Persönlichkeit sie hat und was sie gut kann.


So ist es auch mit Geschäfts- und Domainnamen deiner Website – in Sekunden haben wir ein Bild davon, um was für ein Unternehmen es sich handelt, welche Leistungen wir bekommen und sogar, welche Qualität wir erwarten können. Nicht ohne Grund nehmen sich werdende Eltern bei der Suche nach dem Namen für ihr Kind viel Zeit und ziehen verschiedene Möglichkeiten in Erwägung. Mindestens genau so viel Energie solltest du auch in die Wahl deiner Domain stecken, wenn du eine eigene Website erstellen und sie bennen willst.


So findest du die perfekte Domain für dein Unternehmen:


1. Kurz und knackig

2. Sei einprägsam und schreibbar

3. Keyworddomain – nur wenn's passt

4. Verzichte auf Bindestriche, Zahlen und Umlaute

5. Eigennamen, Fantasienamen und Konnotationen

6. Wähle die richtige Top Level Domain

7. Prüfe die Verfügbarkeit deiner Domain

8. Behalte deine Marke im Blick

9. Vermeide Trends

10. Sichere dich rechtlich ab



Was ist eine Domain?


Eine Domain bzw. ein Domain Name ist deine einzigartige Adresse im Internet, mit der du bei Google und anderen Suchmaschinen gefunden wirst. Dein kompletter Domain Name setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: dem Namen selbst und der Top Level Domain, also der Endung oder Suffix. Ein Beispiel hierfür ist wix.com, wobei wix der Name ist und .com das Suffix. Der Domain Name ist nicht mit der URL zu verwechseln, denn eine URL ist die spezifische Webadresse, die auf eine einzelne Seite innerhalb einer Website verweist.



Animiertes gif mit verschiedenen Domains


Warum brauche ich eine Domain?


Egal, ob du einen Blog schreibst, einen Online-Shop besitzt oder einfach nur eine Landingpage hast, sobald du mit deinem Geschäft im Internet präsent bist, brauchst du eine eigene Domain.


  1. Professionalität: Domainnamen spielen eine entscheidende Rolle für das Branding und den Auftritt deiner Website und fügen deinem Geschäft einen kräftigen Windstoß an Professionalität hinzu. Eine professionelle Domain gehört zu einem Geschäft einfach dazu.

  2. Leichter zu finden: Domains können, anders als Vor- und Zunamen, nicht doppelt vergeben werden und sind daher einzigartig. Eine gute und einprägsame Domain machen es deinen potenziellen Kunden und Websitebesuchern einfacher, dich im Internet zu finden.

  3. Ein SEO-Schubs: Schließlich spielt dein Domainname aus Sicht der SEO (Search Engine Optimization bzw. Suchmaschinenoptimierung) eine wichtige Rolle. Obwohl das SEO deiner Website von vielen Faktoren beeinflusst wird, ist der Domainname ein wichtiges Element, das berücksichtigt werden muss.



Mit diesen 10 Tipps findest du die perfekte Domain für dein Geschäft


Es gibt nicht nur Gestaltungsregeln für ein Logo-Design sondern auch Regeln, die du bei der Suche nach einem eigenen Domainnamen befolgen solltest. Hier ein paar Tipps, mit denen dir das Domain finden leichter fallen wird.



01. Kurz und knackig


Der längste registrierte Domainname hat 63 Zeichen – das erscheint uns doch etwas viel, oder? Ein langer Name ist möglich und bietet viel Platz für detaillierte Beschreibungen, da jeder sofort weiß, was ihn erwartet. Allerdings könnte man sich eine solche Domain schlecht merken und Tippfehler sind vorprogrammiert. Daher empfehlen wir, deinen Domainnamen kurz und bündig zu halten. Zwei bis drei Silben sind genug und mehr als 20 Zeichen sollte deine Domain nicht haben – und erst recht keine 63.



02. Sei einprägsam und schreibbar


Eine gute Domain rollt leicht von der Zunge und den Fingern und lässt sich zudem auch noch gut merken. Kurze Namen sind einprägsamer als lange Domains. Einprägsam bedeutet, dass deine Domain einfach auszusprechen sein sollte und man beim Sprechen weiß, wie man sie schreibt. Vermeide also Wörter, die oft falsch geschrieben werden oder zu denen es mehrere Schreibweisen gibt. Auch mit Anglizismen solltest du vorsichtig sein und fremde Sprachen meiden, sofern du nicht ins Ausland expandieren willst. Wir empfehlen, anderssprachige Begriffe nur dann zu verwenden, wenn diese schon so eingedeutscht wurden, dass sie unmissverständlich sind.


Pro-Tipp: Besprich dich mit Freunden und Bekannten, um deine perfekte Domain zu finden. So kannst du feststellen, ob dein Name auf Anhieb verständlich, einprägsam und schreibbar ist.



03. Keyworddomain – nur wenn's passt


Durch SEO kannst du deine Chancen verbessern, leichter von Suchmaschinen wie Google gefunden zu werden, wenn Leute nach Unternehmen wie deinem suchen. Keyworddomains haben den Vorteil, dass sie schneller von Google-Bots gecrawlt werden und oft höher auf Google ranken. Ein guter SEO-Tipp wäre also, ein relevantes Keyword in deinen Domainnamen aufzunehmen.


So einfach ist es leider nicht. Keyworddomains machen nur dann Sinn, wenn das Einfügen des Keywords auf elegante und einprägsame Weise funktioniert. Wenn du zum Beispiel ein Pizzarestaurant namens Bella Donna besitzt, wäre Pizzabelladonna.de eine gute Art, dein Keyword zu integrieren.


Doch Achtung, denn viele Keyworddomains sind bereits vergriffen. Sobald deine Keyworddomain mit Zusätzen, wie -kaufe.de oder -buchen.de verbunden wird, sind auch alle SEO Vorteile futsch und die Kunden bleiben aus. Warum? Weil solche Domains meist etwas “billig” wirken, werden sie seltener angeklickt. Weniger Klicks bedeutet dann auch ein schlechteres Ranking in den Suchmaschinenergebnissen.


Unser Fazit hier: Eine Keyworddomain macht es einfacher, wenn Leute nach deiner Domain suchen. Du solltest sie allerdings nur dann wählen, wenn die Integration des Keywords kompromisslos möglich ist. Ist dies nicht der Fall, solltest du einen anderen Domainnamen finden.



04. Verzichte auf Bindestriche, Zahlen und Umlaute


Zahlen und Bindestriche sind ein Kompromiss, den du meist nur dann eingehen willst, wenn deine gewünschte Keyworddomain schon vergeben ist. Wie bereits erwähnt, führt das dazu, dass ein Unternehmen irgendwie etwas “unprofessionell” wirkt.


Auch Umlaute sind ungünstig für Domains, da sie nur dann Sinn machen, wenn du die andere Schreibweise gleich mit reservierst. Wenn du nur Möbelhaus.de und nicht auch noch Moebelhaus.de reservierst und ein Wettbewerber diese Domain kauft, kann dies schwere Folgen haben. Zum einen kann es zu Verwechslungen kommen und du möchtest natürlich nicht, dass dein guter Ruf zu mehr Kundschaft bei der Konkurrenz führt. Oder schlimmer noch, dass sich ein schlechtes Image deiner Konkurrenz negativ auf dein Geschäft auswirkt.



05. Eigennamen, Fantasienamen und Konnotationen


Viele Markennamen sind aus Eigennamen entstanden und eine gute Möglichkeit, aus deinem Namen eine Marke zu machen. Du kannst zum Beispiel nur deine Initialen oder Nachnamen benutzen.


Ähnlich funktioniert das mit Fantasienamen, also ausgedachten Begriffen als Unternehmensname. Diese eignen sich perfekt dazu, eine eigene Marke aufzubauen, da sie noch ungebranded sind. Außerdem ist die Chance geringer, dass Fantasienamen bereits vergriffen sind. Natürlich solltest du auch hier recherchieren, welche Assoziationen deine Fantasie-Domain hervorruft. Auch bei der Wahl von Fantasienamen gelten die Regeln von oben – bleibe bei Buchstaben und vermeide Sonderzeichen. Dein Wunschdomain ist schließlich kein Passwort, was nur für dich Sinn machen soll.


Fantasienamen mit Konnotation sind eine tolle Mischung. Dazu nimmst du dir einen Wortteil und ergänzt ihn mit einem Keyword, einem Teil des Keywords oder mit Begriffen, die mit dem zu tun haben, was dein Geschäft bietet.


Pro-Tipp: Recherchiere gut, um sicher zu stellen, dass dein Domainname in auch in anderen Sprachen keine negativen Assoziationen weckt.



06. Wähle die richtige Top Level Domain


Was kommt nach dem Punkt? Das Suffix ist die Domain-Endung nach dem Namen, auch TLD (Top Level Domain) genannt. Solche Erweiterungen dienen dazu, besser zu erklären, worum es auf der Website geht. Zum Beispiel steht .org ursprünglich für nicht kommerzielle Organisationen, .net für Online-Unternehmen und .info für Informations- oder Bildungsseiten. Das Suffix .com steht ursprünglich für commerce, und ist am meisten verbreitet. Je nach Standort des Unternehmens gibt es Länderkürzeln. Im deutschsprachigen Raum sind dies: .de; .at und .ch. Es gibt jedoch auch ausgefallenere Endungen, wie .shop und .tv.


Vieles ist möglich, doch nicht alles ist zu empfehlen. In Deutschland wird der Domain-Endung .de nach wie vor das größte Vertrauen geschenkt. Das könnte dazu führen, dass du mit einer .de-Domain in Deutschland erfolgreicher bist, als mit einem anderen Suffix.



Animiertes gif von Top Level Domains


07. Prüfe die Verfügbarkeit deiner Domain


Egal, für welchen Namen und welches Suffix du dich entscheidest, du solltest auf jeden Fall die Verfügbarkeit deiner Wunschdomain prüfen – und zwar der kompletten Domain, mit TLD. Ist deine Wunsch-Kombination bereits vergeben, solltest du darüber nachdenken, den gesamten Namen zu ändern.


Wenn deine Wunsch-Domain .de nicht verfügbar ist, dann bedeutet dies, dass deine Konkurrenz diese Domain bereits hat. Wie schon erwähnt, kann das zu Verwechslungen führen und deinem Geschäft schaden. Das Gleiche gilt auch für alternative Schreibweisen deiner Wunschdomain. Wenn mehrere Schreibweisen zu haben sind, solltest du darüber nachdenken, beide Domains zu kaufen, damit sie nicht früher oder später von jemand anderem erworben werden.


Wenn du eine eigene Website erstellst, bieten dir die meisten Anbieter auch die Möglichkeit, eine Domain zu erwerben. Doch was tun, wenn deine Wunschdomain schon existiert? Nicht immer bedeutet das, dass du dein Pech akzeptieren musst. Manche Domains sind lediglich geparkt oder wurden von Domainhändlern gekauft. Das bedeutet manchmal, dass du dem Besitzer der Domain die Rechte daran abkaufen kannst.



08. Behalte deine Marke im Blick


Eine großartige Markenidentität besteht aus vielen verschiedenen Elementen, die gemeinsam eine zusammenhängende Geschichte erzählen und ein Markenerlebnis bilden, das deine Kunden anspricht. Deine Domain sollte daher auf den Rest deines Branding abgestimmt sein und zu deinem Logo, Design und dem Ton deiner Marke passen.



09. Vermeide Trends


Trends sind, ähnlich wie Anglizismen, oft nur für eine bestimmte Zeit cool und verlieren danach ihre Wirkung. Auch nachdem ein Trend schon lange verflogen ist, können Nutzer erkennen, ob du einem bestimmten Design-oder Namens-Trend gefolgt bist. Und wer möchte in 2030 schon an 2020 erinnern?


Das gilt natürlich für dein gesamtes Webdesign. Doch anders als dieses lässt sich ein etablierter Domainname nicht ohne Einschränkungen wechseln. Da du mit deinem Unternehmen immer up to date sein willst, solltest du Trends im Domainnamen vermeiden.


Pro-Tipp: Denke bei der Namensgebung auch daran, dass dein Business noch wächst und sich dein Angebots- und Arbeitsumfeld erweitern kann. Deine Domain sollte auch dann noch relevant sein, wenn sich dein Angebot verändert.



10. Sichere dich rechtlich ab


Stelle vor dem Domainkauf sicher, dass du nicht gegen die Markenrechte anderer Anbieter verstößt. Recherchiere gut und gründlich in Marken- und Urheberrechtsdatenbanken sowie bei Konkurrenzmarken, bevor du deine Domain mit deiner Website verbindest. Die Verwendung eines Domainnamens, der auch nur indirekt an andere Marken erinnert, kann nicht nur zu Verwechslungen führen, sondern auch zu rechtlichen Problemen.



11. Bonus Tipps zum Domain Name finden


Wenn du alle obenstehenden Tipps und Regeln beachtest, aber deiner Kreativität etwas nachgeholfen werden muss haben wir hier noch ein paar Bonustipps.


  • Sammle Ideen in Form eines Brainstormings oder Moodboards und tausche dich mit Freunden und Bekannten über deine Domain Vorschläge aus.


  • Schau dich bei Marken und Konkurrenten in deiner Branche um und lasse dich von ihren Domainnamen inspirieren.


  • Schaue im Duden oder im Synonym-Lexikon nach Begriffen, die mit deinem Geschäft verwandt sind.


  • Denke an deine Zielgruppe und versuche einen Domainnamen auszusuchen, der deine Kunden anspricht.


  • Wenn du schon einen Geschäftsnamen und Logo hast, kannst du versuchen, beides in deinen Domainnamen zu integrieren.



Alexandra Eger

Redakteurin


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