Was ist Print on Demand? Die 5 besten Anbieter zum Gestalten & Verkaufen





Nicht nur als Weihnachtsgeschenke für Oma und Opa sind selbstgestaltete Alltagsprodukte in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Auch für Künstler, Designer und Unternehmen sind physische Produkte ein toller Weg, um die eigenen Designs bekannt zu machen und damit Geld zu verdienen.


Der professionelle Verkauf von Produkten erfordert Kreativität, Design-Geschick und einen schönen Online-Shop – für alles andere bieten Print-on-Demand-Anbieter mit Hilfe von Dropshipping die perfekte Lösung. In diesem Artikel erfährst du alles darüber, was du zum Thema Print-on-Demand wissen musst und welche Top-Anbieter wir empfehlen. Um dein Basiswissen aufzufrischen, kannst du unseren Artikel – Was ist Dropshipping? So steigst du ins Dropshipping-Geschäft ein – lesen.



So funktioniert Print on Demand:


  • Print-on-Demand-Anbieter (oder POD-Services) sind externe Hersteller, die es ermöglichen, Produkte mit deinen eigenen Designs zu versehen und zu verkaufen.


  • Dazu werden sogenannte White-Label-Produkte individualisiert und bedruckt.


  • Die Basiskosten sind gering, da die Produkte erst dann bedruckt und bezahlt werden, nachdem du sie an deine Kunden verkauft hast.


  • Beliebte Print on Demand Produkte sind T-Shirts, Mützen, Taschen und Tassen etc.


  • POD-Services arbeiten mit Dropshipping und übernehmen Fulfilment und Versand für dich mit.


  • Du musst dir keine Gedanken über die Lagerung und den Versand deiner Produkte machen.


  • Manche Print-on-Demand-Anbieter bieten eine Storefront über ihre Website an oder lassen sich in Verkaufsplattformen wie Wix eCommerce nahtlos integrieren.



Vorteile von Print on Demand für neue eCommerce-Unternehmen


Print on Demand, oder auch Druck on Demand ist eine großartige Möglichkeit für Neulinge, ihr eCommerce-Geschäft mit Dropshipping zu starten. Wenn du noch kein etablierter Designer bist, ist Print-on-Demand eine unverbindliche Lösung, da deine Artikel erst dann hergestellt werden, wenn du sie auch verkauft hast. Dadurch hältst du finanzielle Verpflichtungen und Risiken gleich zu Beginn verhältnismäßig niedrig.


Du kannst klein anfangen und deine Designs sowie dein eigenes Logo auf eine begrenzte Anzahl von Artikeln drucken. Die White-Label-Produkte kannst du je nach Anbieter so anpassen, wie du es willst und unter deiner eigenen Marke und deinem Namen verkaufen. Wenn deine Artikel der Hit sind und deine Kunden dir förmlich den Online-Shop einrennen, kannst du jederzeit neue oder zusätzliche Produkte, Designs und Bestände hinzufügen. Das ist auch dann besonders geeignet, wenn du für deine schon bestehende Marke neue Stile ausprobieren oder neues Merch verkaufen willst.


Versand und Auftragserfüllung stellen häufig eine Barriere für den Einstieg ins eCommerce Business dar, denn sie können teuer und kompliziert sein. Ganz zu schweigen davon, was passiert, wenn du auch außerhalb deiner Region oder deines Landes verkaufen möchtest. Mit Print-on-Demand werden diese Hindernisse beseitigt und du kannst direkt nach Eingang der Bestellung online Geld verdienen, da Fulfillment und Versand inbegriffen sind, musst du dir keine Gedanken über die Lagerung deiner Bestände machen.


Je nach Serviceanbieter kannst du einen Produktbestand vorbestellen und gegen Aufpreis lagern lassen. Das hat den Vorteil, dass eingegangene Bestellungen noch am selben Tag an deine Kunden versandt werden können.


Manche Print-on-Demand-Anbieter bieten dir die Möglichkeit, eine eigene individualisierte Storefront direkt auf ihrer Website aufzubauen und dort zu verkaufen. Bei anderen Anbietern kannst du deinen eigenen Online-Store, Etsy oder eBay verbinden. Egal wofür du dich entscheidest, du behältst die Rechte an deinen Kreationen – ein toller Weg, wenn du unter deiner eigenen Marke dein eigenes Design verkaufen willst.



Nachteile von Print on Demand Services


Da Print-on-Demand-Produkte über Dropshipping von den externen Herstellern selbst versandt werden, kannst du im Bezug zum Versand wenig mitbestimmen. Deine kreative Freiheit im Bezug auf Verpackungsgestaltung und Versandmaterialien sind dadurch eingeschränkt und du hast weniger Einfluss auf das gesamte Shoppingerlebnis deiner Kunden.


Auch das Angebot von White-Label-Produkten ist begrenzt und es gibt meist nur eine Ausführung eines White-Label-Produktes. Wie viel Individualisierung letztendlich möglich ist, hängt vom Hersteller und dessen Produkte ab.


Dein Gewinn entsteht durch die Margen und ist abhängig vom Einkaufspreis und deinem Verkaufspreis. Wenn du Print-on-Demand-Produkte pro Stück orderst, ist dies teurer und deine Marge geringer als beim Kauf von größeren Mengen.





Top 5 Print on Demand Anbieter zum gestalten und verkaufen



01. Printful





Printful ist eine etablierte Print-on-Demand-Website für die du als Unternehmer an erster Stelle stehst. So kannst du das Einkaufserlebnis deiner Kunden durch individuelle Beipackzettel, Aufkleber und Notizen aufwerten und etwas individueller gestalten. Die Produktauswahl ist groß und deckt alle gängigen Kategorien ab, von Kleidung über Handyhüllen bis hin zu Haushaltswaren. Der Printful Online-Mockup-Generator ist besonders benutzerfreundlich und einfach anzuwenden.


Du hast verschiedene Möglichkeiten die White-Label-Produkte zu veredeln. Direct to Garment ist ein Standardverfahren, bei dem Drucke in Fotoqualität erstellt werden, und wenn du willst, auch in Farbe an ausgewählte Bereichen des Kleidungsstücks platziert werden. Eine zweite Möglichkeit bei Printful ist das Allover-Printing. Bei diesem hochwertigen Verfahren kann dein Design auf dem gesamten Kleidungsstück aufgedruckt werden. Dies erhöht zwar deine Basiskosten, allerdings kannst du das fertige Stück auch für einen höheren Preis verkaufen. Wer es besonders edel liebt, für den gibt es das Stickerei- oder auch Embroidery-Verfahren. Hier entstehen bestickte Produkte im 3D-Look, was besonders auf Mützen und Caps gut zur Geltung kommt.


Printful ist eine kostenlos nutzbare Plattform ohne Mindestbestellwert, je nach Druckverfahren ändern sich allerdings die Preise. Diese werden pro Artikel berechnet und du zahlst genau für das, was du verkaufst. Das erlaubt dir, deine Gewinnspanne genau zu berechnen und die Preise deiner Produkte so anzupassen, wie es für dein Geschäft am besten ist. Durch das Bestellen großer Mengen kannst du Rabatte erhalten, was wiederum deine Gewinnspanne erhöht.


Auch die Lagerung und das Fulfillment werden von Printful übernommen. Wenn du gegen Mehrkosten dein Inventar im Lager von Printful aufbewahren lässt, können Produkte noch am Tag der Bestellung an deine Kunden versendet werden. Printful bietet weltweiten Versand mit einer Reihe von Partnern, sodass die Preise wettbewerbsfähig sind.


Printful bietet dir die Möglichkeit, direkt auf ihrer Homepage eine eigene Storefront zu erstellen. Wenn du einen eigenen Online-Shop erstellt hast, kannst du diese auch mit willst und mit Printful verbinden. Die Bestellungen deiner Kunden werden dann automatisch und nahtlos an Printful weitergeleitet und ausgeführt.



02. Printify





Printify ist ein weiterer Veteran im Spiel und international bekannt. Dank des internationalen Lieferantennetzwerks bietet Printify eine große Auswahl an White-Label-Produkten, die du sonst bei kaum einem anderen Anbieter findest, wie Schmuck, Uhren, Schuhe, Wasserflaschen und Haushaltswaren, aber natürlich auch Kleidungsstücke – du hast die Qual der Wahl aus über 200 bedruckbaren Produkten.


Printify bietet dir zwar nicht die Möglichkeit eine Storefront auf ihrer Website einzurichten, die Integration und automatische Synchronisierung mit Online-Shop-Plattformen und Marktplätzen ist jedoch naht- und problemlos. Auch Printify bietet Fulfillment und Dropshipping für deine Produkte – manuell oder direkt über die Verbindung zu deinem Online-Shop.


Der Mockup-Generator verfügt über eine Drag-and-Drop-Funktion, die das Anpassen der Produkte mit deinen eigenen Designs sehr benutzerfreundlich macht. So kannst du sicherstellen, dass du mit den Produkten zufrieden bist, bevor deine Designs an deine Kunden gehen.


Mit Printify kannst du kostenlos starten und pro Konto bis zu 5 Online-Shops und eine unbegrenzte Anzahl von Designs erstellen – ganz ohne Mindestbestellwert. Für bereits etablierte Verkäufer empfehlen wir Printifys Abonnement, womit du für gerade mal 29$ pro Monat 20% Rabatt auf alle Produkte bekommst.



03. Redbubble




Redbubble ist eine beliebte Print-on-Demand-Website für aufstrebende Künstler und Designer. Der Anbieter bietet einen eigenen Marktplatz, lässt sich allerdings nicht in andere Online-Shops oder Marktplätze integrieren. Für etablierte Online-Shop-Besitzer ist Redbubble nicht ganz so attraktiv.


Wenn du allerdings Künstler bist, der individualisierte Produkte verkaufen möchte, ist diese Plattform vielleicht genau das Richtige für dich. Redbubble bietet dir die Möglichkeit, eine eigene Storefront auf ihrer Website einzurichten, welche du mit wenigen Klicks anpassen kannst. Als Marktplatz kann Redbubble dir dabei helfen, deine ersten Produkte zu verkaufen, da dein Online-Shop nicht erst in den Weiten des Webs gefunden werden muss.


Du kannst aus über 70 bedruckbaren Produktarten auswählen und behältst die Rechte an deinen Designs, welches in der Storefront durch ein Wasserzeichen geschützt ist. Sobald jemand ein Produkt mit deinem Design kauft, wirst du bezahlt. Da Kunden über die Suchfunktion nach Designern filtern können, kannst du von Fans leichter gefunden werden.


Nachhaltigkeit, Transparenz und faire Arbeitsbedingungen sind für Redbubble besonders wichtig, mehr zum Thema findest du auf ihrer Website.


04. Society6





Society6 funktioniert ähnlich wie Redbubble und auch hier stehen Kunst und Künstler im Mittelpunkt. Zusätzlich zu klassischen POD-Produkten findest du Rahmen und rahmenlose Leinwände zum Bedrucken, was deiner Kunst einen besonderen Touch verleiht.


Die Website beherbergt eine lebendige Community von Künstlern mit einer Facebook-Gruppe, auf der du dich mit kreativen Kollegen und Kunden austauschen kannst.


Society6 fungiert als Marktplatz, eine Integration mit Online-Shops oder anderen Plattformen ist daher nicht möglich. Nach der Registrierung bei Society6 erhältst du eine eigene Storefront auf der Website, welche du mit einem Banner und Profilbild selbst gestalten kannst. Es gibt auch einen “Follow-Button” für deine Fans.


Obwohl Society6 deine Kunstwerke möglicherweise verwendet, um für ihre Marke zu werben, behältst du auch hier die Rechte am Design. Bei Society6 hast du allerdings etwas weniger Kontrolle über die Preisgestaltung, denn Society6 legt den Verkaufspreis der Produkte selber fest und du erhältst 10%, wenn deine Produkte verkauft werden. Dies schließt gedruckte Kunst aus, für die du deine eigene Gewinnspanne festlegen kannst. Als Künstler wirst du zu Beginn des Monats über PayPal bezahlt, allerdings gibt es ein 30-tägiges Zahlungsziel, was bedeutet, dass deine Zahlung erst 1-2 Monate nach Abschluss eines Verkaufs eingeht.


Natürlich kümmert sich Society6 wie alle Print-on-Demand-Services um die Auftragserfüllung, Lagerhaltung und den Versand.



05. Kindle Direct Publishing von Amazon


Bücher sind eines der Top-Produkte für Print on Demand Deutschland und keiner kennt sich besser damit aus als der Verkaufsriese Amazon. Über Amazons Kindle Direct Publishing kannst du kostenlos sowohl eBooks als auch Taschenbücher veröffentlichen.


Als Autor kannst du die Buchbeschreibung sowie die Kategorie, unter welcher das Buch gelistet wird, selbst bestimmen und auch den Verkaufspreis festlegen. Allerdings bist du im Verkauf auf Amazon und Kindle beschränkt. Das bedeutet, dass deine Werke nicht in Buchhandlungen und anderen Online-Shops gelistet werden.


Das Veröffentlichen von Amazon Print on Demand selbst ist kostenlos, über alle weiteren individuellen sowie rechtlichen Gegebenheiten und Tantiemen kannst du dich bei Kindle Direct Publishing von Amazon direkt informieren.



Tipps zum Verkauf mit Print on Demand


Natürlich ist nicht nur die Wahl des richtigen Print-on-Demand-Anbieters für den Verkauf von maßgefertigten Produkten entscheidend – du kannst auch ein paar andere Dinge tun, um deinen Erfolg zu steigern.


Teste dein Produkt. Vergewissere dich, dass die Print-on-Demand-Produkte den Qualitätsanforderungen genügen, die du und deine Kunden erwarten. Dafür solltest du dir zu jedem deiner Designs zuerst ein Musterstück bestellen, bevor du es für Geld verkaufst. Enttäuschte Kunden wirken sich negativ auf dein Geschäft aus, besonders dann, wenn du noch nicht etabliert bist.


Kenne deine Zielgruppe. Sicher hast du dir darüber schon bei der Suche nach deiner eigenen Geschäftsidee Gedanken gemacht. Es ist ebenso wichtig zu wissen, an WEN du verkaufst, wie zu wissen, WAS du verkaufst. Je besser du deine Zielgruppe kennst, desto eher kannst du deine Produkte und Designs auf die Kundenbedürfnisse abstimmen.


Prüfe die Versandoptionen. Obwohl die Print-on-Demand-Anbieter den Versand übernehmen, musst du Faktoren wie Lieferzeiten, Versandkosten beachten. Je nach Produkt braucht ein Artikel mehrere Tage, bis er versandbereit ist. Der Versand kostet, je nach Anbieter und Standort, unterschiedlich viel und du solltest dich im Voraus über die Preise informieren. Um die Zufriedenheit deiner Kunden zu gewährleisten, solltest du dich ganz genau über die Lieferzeiten informieren. Auch über mögliche Versandkosten sollten deine Kunden Bescheid wissen. Es bietet sich allerdings an, Versandkosten teilweise oder vollständig in den Verkaufspreis zu integrieren. Wir empfehlen dir die Informationen zu Lieferung und Versandkosten auch auf deiner Website oder deinem Online-Shop bereitstellen.


Investieren in Marketing. Wie bereits erwähnt, ist der Erfolg im eCommerce nicht immer einfach. Um mit der Konkurrenz Schritt zu halten, müssen deine potenziellen Kunden deine Marke kennenlernen. Ein guter Weg, um mit deinen Designs an Bekanntheit zu gewinnen, ist das Schreiben eines Blogs mit hochwertigen Inhalten, die deine Zielgruppe ansprechen. Denke daran, die richtigen Keywords und geeigneten SEO-Tools zu nutzen, um erfolgreich bei Google gefunden zu werden. Wenn du dir bereits einen Kundenstamm für deine Print-on-Demand-Produkte aufgebaut hast, kannst du E-Mail-Marketing betreiben, um über neue Designs zu informieren. Auch das aktive posten in den sozialen Netzwerken hilft dir dabei, die Bekanntheit deiner Marke zu steigern. Dies ist auch ein guter Ort, um besondere Aktionen, wie eine Feiertags-Kampagne, zu promoten.


Habe Spaß an dem, was du tust. Wenn du mit Leidenschaft und Herzblut dabei bist und viel Zeit und Liebe in deine Designs, Online-Business und Marketing investierst, wird sich dies irgendwann auszahlen.




Alexandra Eger

Redakteurin






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